Wörterbuchnetz
Pfälzisches Wörterbuch 
 
tot-essen bis tot-greinen (Bd. 2, Sp. 380)
 
tot-essen, st.
tot-fahren, st.
tot-fallen, st.
tot-fressen, st.
tot-füttern, schw.
tot-gäulen, schw.
tot-geboren
Tot-gefälle, n.
tot-gehen, st.
tot-gicksen, schw.
tot-greinen, schw.
tot-hauen, st.
tot-heulen, schw.
tot-himmelangst, Adj.
tot-kegeln, schw.
tot-knüppeln, schw.
tot-kränken, schw.
tot-kreischen, st.
tot-lachen, schw.
Tot-lade
tot-machen, schw.
Tot-nessel, f.
Toto, n.
tot-pappeln, schw.
tot-pitschen, schw.
tot-plärren, schw.
tot-quälen, schw.
tot-reiten, st.
tot-rennen, schw.
tot-sagen, schw.
tot-saufen, st.
Dotsch
Totsch
tot-schaffen, schw.
tot-schaskenen, schw.
totschen
Dotscher
dotschet
totschicht
tot-schieben, st.
tot-schießen, st.
Tot-schlag, m.
tot-schlagen, st.
Tot-schläger, m.
tot-schleppen, schw.
tot-schmeißen, st.
tot-stechen, st.
tot-stellen, schw.
tot-stürzen, schw.
Dott
Dottcherer
dottcherig
dottchern
tot-teilen, schw.
Dottel, m.
Tottel, m.
Totteler, m.
Tottelerei, f.
Totte-lerin, f.
Totte-lersin, f.
dottel-fett, Adj.
Tottel-gerber, m.
dottelig, Adj.
Dottel-matthias, m.
dotteln, schw.
totteln, schw.
totteln, schw.
Tottel-sander, m.
Dottel-täpp, m.
Dottel-tätel, m.
dottel-teigfett, Adj.
dottel-teigigfett, Adj.
dottel-weich, Adj.
Dotter, m.
Dotter-blume, f.
Dotter-buschen, m.
Dotterchen
Dotteren
Dotteres
Dotter-gesicht, n.
totterig
Dotterles
tottern
Dotter-schwamm, m.
dotter-weich, Adj.
tot-tragen, st.
tot-treten, st.
tot-trinken, st.
tot-werfen, st.
Dotz, m.
Dotzen, m.
Dotz, m. f.
Dotze, m. f.
tot-zappeln, schw.
Dotzen
dotzen
Dotzen-rose, f.
Dotzen-zwiebel, f.
Dotzert, m.
tot-ziehen, st.
   tot-essen st.: sich t., wie schd., sich dotesse [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB totfressen. — -fahren st.: wie schd.; äins (einen Menschen) dotfahre [ KU-Schmittw/O, allg.]. Er hot sich d. losse (vom Eisenbahnzug, vom Auto) [Frankth, allg.]; d. geloßt [ HB-Lu'thal]. Südhess. I 1606; Bad. 1518. — -fallen st.: 'durch Fallen ums Leben kommen'. Er esch doutg'falle [ BZ-Dernb, KU-Schmittw/O]. Meist refl. sich t. 'sich durch Fallen das Leben nehmen'. Er hot sich dotgefall [ KB-Kerzh]; vgl. PfWB totstürzen. Südhess. I 1606. — -fressen st.: sich t., wie schd. Do kännt mer sich grad dotfresse, wenn etwas sehr gut schmeckt [RO-Obd, verbr.]; vgl. PfWB totessen. Volksgl.: Wann der Koch sich dotfreßt, begrabt mer'n unnich der Feierherd [Fogel Beliefs Penns Nr. 909]. — -füttern schw.:
1. vom unsachgemäßen Füttern der Tiere, die durch Überfüttern zu Tode gebracht werden können, dotfirere (-fīrərə), -fidere (-fīdərə) [verbr.]. —
2. 'jemand immer das gleiche zu essen geben, daß er der Speise überdrüssig wird' [ KU-Schmittw/O]. — -gäulen schw. sich t. 'seine Pferde durch dauernde An- und Verkäufe wechseln und dabei sein Vermögen einbüßen'. RA.: Der dut sich dotgaile [ PS-Schmalbg].
 
 
tot-geboren Part. Perf.: wie schd., dotgebor (-gəbōr) [verbr. WPf NPf], -gebore [VPf]. Totgeborene Kinder werden beim Abendgeläut in aller Stille beerdigt; männliche Leichen werden von Buben, weibliche von Mädchen zum Friedhof getragen [Pirmas]. In KB-Kriegsf tragen zwei schulentlassene Knaben den Sarg. In LU-Böhl wird das totgeborene Kind von der Leichenfrau beerdigt. DWB DWb. XI/1,1 Sp. 627.
 
 
Tot-gefälle n.: 'Abgaben, die beim Todesfall zu leisten sind', vgl. PfWB Besthaupt. o. J.: Alle dotgefelle die sint abe gedan in unsers herren gerichte [Grimm Weist. V 676].
 
 
tot-gehen st.: 'sterben, verenden'. Volksgl.: Wammer mittwochs wäscht, gehn em die Sai dot [Fogel Beliefs Penns Nr. 1281]. DWB DWb. XI/1,1 Sp. 627. — -gicksen schw.: 'totstechen'; die Sau dotgiekse (-gīgsə) [ NW-Freinsh]. Bad. I 518. — -greinen schw.: sich dotgreine 'sich totweinen,

[Bd. 2, Sp. 381]
sehr viel weinen' [ KU-Schmittw/O Gal-Dornf]; vgl. PfWB totheulen. —