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Toten-strauß bis Toten-zwiebel (Bd. 2, Sp. 377 bis 378) | |||
Toten-strauß, m. Toten-strümpflein, n. Toten-träger, m. Toten-uhr, f. Toten-vogel, m. Toten-wache, f. Toten-wacht, f. Toten-wächter, m. Toten-wagen, m. Toten-wurz, f. Toten-zeichen, n. Toten-zwiebel, f. To-ter, m., f., n. To-te, m., f., n. To-tes, m., f., n. Töter Töterich, m. totertsch, Adj. tot-essen, st. tot-fahren, st. tot-fallen, st. tot-fressen, st. tot-füttern, schw. tot-gäulen, schw. tot-geboren Tot-gefälle, n. tot-gehen, st. tot-gicksen, schw. tot-greinen, schw. tot-hauen, st. tot-heulen, schw. tot-himmelangst, Adj. tot-kegeln, schw. tot-knüppeln, schw. tot-kränken, schw. tot-kreischen, st. tot-lachen, schw. Tot-lade tot-machen, schw. Tot-nessel, f. Toto, n. tot-pappeln, schw. tot-pitschen, schw. tot-plärren, schw. tot-quälen, schw. tot-reiten, st. tot-rennen, schw. tot-sagen, schw. tot-saufen, st. Dotsch Totsch tot-schaffen, schw. tot-schaskenen, schw. totschen Dotscher dotschet totschicht tot-schieben, st. tot-schießen, st. Tot-schlag, m. tot-schlagen, st. Tot-schläger, m. tot-schleppen, schw. tot-schmeißen, st. tot-stechen, st. tot-stellen, schw. tot-stürzen, schw. Dott Dottcherer dottcherig dottchern tot-teilen, schw. Dottel, m. Tottel, m. Totteler, m. Tottelerei, f. Totte-lerin, f. Totte-lersin, f. dottel-fett, Adj. Tottel-gerber, m. dottelig, Adj. Dottel-matthias, m. dotteln, schw. totteln, schw. totteln, schw. Tottel-sander, m. Dottel-täpp, m. Dottel-tätel, m. dottel-teigfett, Adj. dottel-teigigfett, Adj. dottel-weich, Adj. Dotter, m. Dotter-blume, f. Dotter-buschen, m. Dotterchen Dotteren Dotteres Dotter-gesicht, n. totterig Dotterles | [Bd. 2, Sp. 378] sich an wie das laute Ticken einer Taschenuhr; abergläubische Menschen sagen, die T. kündige einen Todesfall an [ BZ-Dernb KU-Krottb LU-Opp]. Südhess. I 1606; RhWB Rhein. VIII 1257; ElsWB Els. I 64; Bad. I 518. — -vogel m.: 1. a. 'Steinkauz', -vochel -vool, s. PfWB Vogel (zum ersten Wortteil s. PfWB Totenbahre) [verbr.]. Volksgl.: Der Ruf des Kauzes wird vielerorts als Kumm mit! (um Kus mit dem Zusatz: mit Hacke un Schipp), d. h. als Aufforderung zum Sterben gedeutet. Wann de Dourevochel kreischt, sterbt enns [LA-Nd'hochstdt, verbr.]. — b. 'Meise', Dorevool [ WD-Niedkch]; auch aus ihrem Ruf wird das Komm mit! herausgehört. — 2. 'Mensch, der auffallend still, wortkarg und langsam ist', Dodvool [ KU-Schmittw/O], Dorevochel [ NW-Elmst]. — Südhess. I 1606; RhWB Rhein. VIII 1257; Saarbr. 48; LothWB Lothr. 94; ElsWB Els. I 101; Bad. I 518. — -wache, -wachtf.: 'Wache beim Toten', Dorewach [ LU-Opp], Dole- [ BZ-Steinf], Dourewacht [ LA-Nd'hochstdt, ZW-Battw]; vgl. PfWB Leichenwache. Früher wachte man die ganze Nacht beim Toten; dabei wurde von Zeit zu Zeit gemeinsam gebetet [ PS-Erfw]; die Anwesenden wurden mit Essen und Trinken bewirtet, so daß es oft ziemlich lebhaft zuging [PS-Geisbg HB-Jägbg Vogelsgesang 35]. In Gal-Obl verhielten sich die im Totenzimmer Anwesenden still, während man sich in den Nebenräumen mit Kartenspiel die Zeit vertrieb. Südhess. I 1606; RhWB Rhein. VIII 1257. — -wächter m.: ' Teilnehmer an der Totenwache', Dorewächder [ WD-Niedkch]. — -wagen m.: 'Leichenwagen', -waa, -waan, -wache, s. PfWB Wagen (zum ersten Wortteil s. PfWB Totenbahre) [verbr.]. Volksgl.: En leerer Dodewache antreffe, bedeit Unglick; en gefillter — Glick [Fogel Beliefs Penns Nr. 415]. Wann en Dodewache stoppt uf'm Weg, gebt's noch en Leicht [ebd., Nr. 567]. Südhess. I 1606; RhWB Rhein. VIII 1257; LothWB Lothr. 94; Bad. I 518. — -wurz f.: 'Zaunrübe (Bryonia)', Doudewurz [ GH-Zeisk]; vgl. PfWB Gichtwurzel. Volksmed.: Das den Kranken abgezapfte Blut wird in einer ausgehöhlten T. vergraben; man glaubte der Kranke werde gesund, sobald die Rübe vermodert sei [Wilde 275]. RhWB Rhein. VIII 1257. — -zeichen n.: 'Bekanntgabe eines Todesfalls durch Läuten der Glocken', Dodezääche [PfId. 34]. 's lait Dorezääche [PS-Erfw, verbr.]; vgl. PfWB Totengeläute, PfWB Sterbezeichen, PfWB Zeichen. In PS-Erfw galt folgende Läuteordnung: Zunächst drei Einzelschläge, mit der größten Glocke bei Erwachsenen, mit der kleinsten bei Kindern; dann das eigentliche Läuten in drei Absätzen (s. PfWB Absatz 5) von je zwei Minuten Dauer, davon die ersten beiden Absätze mit der Einzelglocke und der dritte Absatz mit allen Glocken; vgl. PfWB Totenglocke. Südhess. I 1066; LothWB Lothr. 94; ElsWB Els. II 892. — -zwiebel f.: 'Herbstzeitlose', Dodezwiwwel [Neustdt u. Umg. (Wilde [Bd. 2, Sp. 379] 103)]; vgl. PfWB Totennagel 2 a. Syn. s. PfWB Nacktarsch.
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