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Teil-wein bis Deisem-kasserolle (Bd. 2, Sp. 200 bis 202) | |||
Teil-wein, m. teil-weise, Adv. dein Deischdel Deischel Teischel Deisem, m. Deisem Deisem-brot, n. Deisem-hafen, m. deisemig, Adj. Deisem-kachel, f. Deisem-kasserolle, f. Deisem-kauer, m. Deisem-sack, m. Deisem-scherbe, f. m. Deisem-scherben, f. m. Deisem-schüssel, f. Deistel Deiten Deixel Dekan, m. Dekanat, n. deklamieren, schw. deklarieren, schw. dekorieren, schw. delben Delbung, f. Telefon, n., seltener m. telefonieren, schw. Telefon-häuschen, n. Telefon-kasten, m. Telefon-pläcklein, n. Telefon-zelle, f. Telegraf, m. Telegrafen-draht, m. Telegrafen-stange, f. telegrafieren, schw. Telegramm, n. delektieren, schw. de-letzt delikat, Adj. Delirium, n. dell Tell, m. Delle, f. Dellen-stück, n. Teller, m. Deller-arsch, m. teller-breit, Adj. Teller-brett, n. teller-eben, Adj. Teller-eisen, n. Teller-falle, f. Teller-futter, n. Teller-gefach, n. teller-gleichen, Adj. tellerig, Adj. Teller-kappe, f. Teller-lecker, m. dellern, schw. Teller-pilz, m. Teller-schrank, m. Teller-uhr, f. Teller-waage, f. teller-weich, Adj. Dell-feld, ON Delwe dem Demant de-mär demaskieren, schw. de-meer de-mehnst de-meist Dem-geld temmern Temmer-platz dem-nach, Adv. Demokrat, m. Demokratie, f. demolieren, schw. Tempel, m. Tempel Tempel-äcker Tempel-feld Tempel-garten Tempel-wald Temperament, n. Temperatur, f. Tempo, n. Temporal-bestand, m. Temporal-beständer, m. Temporal-pacht, f. demütig, Adj. den Denar, m. Tender, m. dene Tenee | [Bd. 2, Sp. 201] 2 fl. 18 Alb. ... C. Schd., H. B. vnd H. Br. den Theilwein vnd Zinßwein Inzusamlen, Jedem des Tags 7 alb. [DisibSchR Bl. 110/11]; vgl. PfWB Teilmann. 1. attr.: Nom. u. Akk. Sing. u. Pl. zumeist dei, dein (dai/dḁi, dain/dḁin); din [lothr. SWPf], (dęi) [mancherorts südl. VPf, z. B. BZ-Schwanh Darst GH-Kuhdt Leimh Neupotz Wörth Neubg]. Akk. Sing. m. dein (dain) [mancherorts VPf, seltener WPf], in der NWPf auch deine (dainə). Dat. Sing. m. und n. fast allg. deim (daim, dḁim), f. hauptsächlich deiner bzw. deine. Kaum noch gebraucht wurde 1960 die alte Form für Dat. Sing. f. deinere; zu den ganz seltenen Formen gehören hier däÄrə in GH-N'potz, dänrə in PS-Schönau, danə in BZ-Eußth GH-Hay, darnə in GH-Hördt. Genetivformen nur noch in Wend. wie z. B.: Geh deines Wegs [ WD-Niedkch]. Dat. Pl. wohl allg. deine (dainə, dinə). Heeger Südostpf. 20 verzeichnet für den Sing. in betonter Stellung dain, daim, dain, dainər, in unbetonter Stellung dan, dam, dan. — Ich bin doch net dein Narr [ LA-Walsh, allg.]. Was hasch du fer Plän in deim Kopp? [Kaislt]. Saa's deinere Schweschder! [ LA-Leinsw]. Am Sunndag fahre mer nauf in meiner un deiner Mutter ihr Heimat [Hartmann Unkel 61]. Loß doch dein Hund net immer rumlaafe! [ BZ-Ingh]. Du kriescht dein Fett, wann de häämkummscht! [ KL-Kindsb]. Do kännt jeder saache: Bump mer emol dein Fraa! [Land]. Loß doch dein dumme Bosse! [LA-Gommh, verbr.]. Du mit deine schwollkeppische Maniere! [Hartmann Unkel 79]. — 2. präd., dein [verbr.], dein [westl. WPf, selten in anderen Teilen der Pf]. Das Buch do geheert dein (auch: deer) [ KL-Kindsb]. Das alles is dein [ Gal-Dornf]. Vor de Deer is dein 'Vor der Tür kannst du bestenfalls etwas sagen, beanspruchen, nicht im Haus' [ KU-Diedk, LU-Opp]. — 3. subst. Er vergeßt als de Unnerschied von Mein und Dein 'Er stiehlt' [Ingb, verbr.]. Im Gespräch mit verheirateten Personen nennt man den abwesenden Ehegatten Deiner, Deini [allg.]. — Südhess. I 1461; RhWB Rhein. I 1309/10; LothWB Lothr. 89; ElsWB Els. II 687; Bad. I 453/54. 1. gegenst. a. 'Sauerteig', Dääsem (dsə)m, (-z-) [(1930) verbr. mittl. u. südl. WPf VPf Gal-Gelsendf], Deesem (dē-) [ KU-Diedk HB-Lu'thal Ingb ZW-Gr'bundb Krähbg Zweibr PS-Schmalbg Gal-Neu-Chrusno], Daasem (dā-) [ KU-Kaulb Kreimb Rothsbg RO-Messbhf], (d-) [verbr. östl. NPf Gal-Josbg], Däisem (dęi-) [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB Teigsamen. Zs. PfWB Ribbel-, PfWB Sauerdeisem. Der D. ist eine kleine Menge Teig, die nach jedem Bakken [Bd. 2, Sp. 202] zurückbehalten und entweder als ganzes Stück oder zu kleinen Teigstückchen zerrieben (s. PfWB Ribbel) in einem Topf oder in einem Säckchen für das nächste Brotbacken aufbewahrt wird. Der Dääsem muß verzehn Dag goore (gären), berrer (bis er) gut is [KL-Gimsb u. Umg.]. a. 1531: und soll bei seinem zug haben ein katz, ein deisumb, ein hannen [Grimm Weist. V 672 (PS-Wallhalb)]. o. J.: Wie ein mann denn zogkfollen forren vnnd ziegen soll: Item er soll anfangs seinen wagen stellenn vnnd die Tissel (Deichsel) zue seinem hoff vßkerren daroff zum ersten laden seinenn meussehontt (Wildkatze) seinen hannen vnnd seinen deyßum [SSp., Falkenstein, Fasz. 106]. a. 1532: so soll der becker inne heyßen den deyssum weichen vnd auch inne bescheydenn, wo er die muollen (Backmulde) holen soll [PfWeist. I 267 (KB-Dreis)]. — b. ' Teig', Dääsem [ KU-Trahw GH-Vollmw]. — 2. übertr. a. sachl. α. 'großes Durcheinander'. De eerscht groß D. isch erum, vom Durcheinander am großen Waschtag, am Schlachtfest, anläßlich einer Hochzeit [GH-Westh, LA-Impfl]. Dr Deiwel kennt sich in denne ehrem D. aus [KL-Gimsb u. Umg.]. Der hot en D. bei sich, wenn einer zuviel gegessen hat [ LA-Nd'hochstdt]. Syn. s. PfWB Wirrwarr. — β. 'Schwierigkeiten, unangenehme Situation'. Der do hat mer e D. angerehrt [ KL-O'arnb]. 'm Nochber sein Fraa sitzt im D. 'im Wochenbett' [KL-Gimsb u. Umg.]. Der hot e D. 'hat Schulden' [Land]. — γ. 'halbfeuchter Aschenrest in der Tabakspfeife' [ NW-Geinsh]. — b. persönl. α. 'nachlässiger, träger Mensch'. Das es dr e Daasem [ RO-Felsbghf], e Dääsem [ KU-Schellw WD-Niedkch], e Däisem [ KU-Schmittw/O]; auch als Scheltw. gebraucht. Syn. s. PfWB Schlampes. — β. 'ungeschickter, unbeholfener Mensch', e Dääsem [ KU-Erdb Bedb]. Syn. s. PfWB Tappes 1 a. — Mhd. deisme, ahd. deismo 'Sauerteig, Hefe'. — Südhess. I 1462; RhWB Rhein. I 1311; Saarbr. 43; LothWB Lothr. 84; ElsWB Els. II 719; Bad. I 454.
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