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Pfälzisches Wörterbuch 
 
dazwischen-fahren bis Debansen (Bd. 2, Sp. 174)
 
   dazwischen-fahren st.: 'eingreifen, einschreiten'. Do muß emol aaner dezwischefahre 'unter die Faulen und Böswilligen treten und energisch für Abhilfe sorgen' [ KU-Kaulb Bedb KL-Weilb Hirschhn ZW-Ernstw]. Fluch: Do soll de Deiwel dezwischefahre! [Krieger 21]. — Südhess. I 1444. — -gehen st.: 'einen Streit schlichten', -gehe [ RO-Callb PS-Kröpp]; vgl. PfWB dazwischenspringen, PfWB -treten. — -kommen st.:
1. Es is mer eppes dezwischekomm 'etwas Unvorhergesehenes, Störendes hat mich von der Verwirklichung meiner Absicht abgehalten' [KU-Diedk, verbr.]. —
2. 'in eine unangenehme Lage kommen, sich eine Strafe zuziehen'. Du kummscht noch d'zwische mit deim bäise Maul [ LA-Herxh]. Loß dich net verwische, sunscht kummschde dezwische [ KB-Kerzh, KU-Kaulb Lu'haf]. Südhess. I 1444. — -kriegen schw.: einen d. 'prügeln'; een dezwischekrieje [ PS-Glashtt]. Syn. s. PfWB verhauen. — -nehmen st.: 'foppen'; eene dezwischenemme [ ZW-Mittb.]. Syn s. PfWB necken. — -setzen schw.: sich d., wie schd. Ich han mich ääfach dezwischegesetzt [Kaislt]. Südhess. I 1445. — -springen st.: 'zwei Streithähne voneinander trennen'; dezwischespringe [ LU-Alsh]; vgl. PfWB dazwischengehen. Südhess. I 1445. — -treten st.: 'Streitende trennen', dezwischetrere (-drrə) [ LU-Alsh/Gr]; vgl. PfWB dazwischengehen. Südhess. I 1445.
 
  
de1 Interj.: Scheuchruf für Kaninchen. Haas, de, de, brr, de, de! [ PS-Zesbg].
 
 
de2 vor dem Superl. s. PfWB best 2, PfWB der.
 
 
Debansen s. PfWB Depansen.