| Pfälzisches Wörterbuch | ![]() | ||
tau-wetteln bis davon-fahren (Bd. 2, Sp. 167 bis 169) | |||
tau-wetteln, schw. Tau-wetter, n. Tau-wind, m. Tau-wurzel, f. dauzen David da-von, Adv. dar-von, Adv. davon-bleiben, st. davon-bringen, st., schw. davon-brunzen, schw. davon-fahren, st. davon-galoppieren, schw. davon-gehen, st. davon-hakeln, schw. davon-henken, st., schw. davon-jagen, schw. davon-kommen, st. davon-lassen, st. davon-laufen, st. davon-machen, st., schw. davon-rennen, schw. davon-sausen, schw. davon-schälen, schw. davon-schassen, schw. davon-schieben, st. davon-schmettern, schw. davon-springen, st. davon-stürzen, schw. davon-tragen, st. davon-witschen, schw. da-vor, Adv. dar-vor, Adv. dar-vort(hin), Adv. da-vorne, Adv. da-vort(hin) Dawasch, m. Dawer Dawer-auge dawer-augig Dawer-eisen dawerig Däwer-lappen dawern däwern Dawernakel Dawer-löffel Daweres Däweres da-wider, Adv. dar-wider, Adv. dawider-bummern, schw. dawider-drücken, schw. dawider-gehen, st. dawider-heben, st. dawider-machen, schw. dawider-rennen dawider-schlagen, st. dawider-schütten, st. dawider-treten, st. däw-ohrig Dawuzel, m. Taxe, f. taxieren, schw. Taxierung, f. Däz Tazette, f. da-zu, Adv. dar-zu, Adv. dazu-bezahlen, schw. dazu-fahren, st. dazu-geben, st. dazu-gehen, st. dazu-gehören, schw. dazu-kommen, st. dazu-können, schw. dazu-kriegen, schw. dazu-lernen, schw. dazu-machen, st. da-zumal, Adv. dazu-rechnen, schw. dazu-schütten, st. dazu-stecken, schw. dazu-stellen, schw. dazu-tun, st. dazu-zahlen, schw. da-zwischen, Adv. dar-zwischen, Adv. dazwischen-bäffen, schw. dazwischen-drin, Adv. dazwischen-fahren, st. dazwischen-gehen, st. dazwischen-kommen, st. dazwischen-kriegen, schw. dazwischen-nehmen, st. dazwischen-setzen, schw. dazwischen-springen, st. dazwischen-treten, st. de, Interj. de | [Bd. 2, Sp. 168] 1. örtl. 'von dort weg'. Ma sen (wir sind) noch weit devun [NPf, allg.]. Er dut keen Ääch devun verwenne [BZ-Albw, Land]. RA. (bei Schlägereien): Druf, devun un geleegelt (geleugnet) [ NW-Dürkh]. Im Wortpaar auf und davon: Er is uf un devun 'hat sich eiligst entfernt' [nördl. VPf, allg.], uf un davan [ NW-Haßl Spey]. — 2. den Grund bezeichnend, 'dadurch'. Eß kee griene Äppel, du kriescht Leibweh devun [ Gal-Dornf, allg.]. Ja, des kummt devun, bei bösen Folgen [mittl. VPf, allg.]. RA.: Des kummt devun, daß du am Parre seine Griewe (auch: am Parre seim Speck) warscht, vom Mundausschlag [ FR-N'lein]. SprW.: Esse un Trinke halt Leib un Seel zsamme, un manche Leit lewen dervun [ Gal-Dornf]. — 3. den Teil einer Menge bezeichnend. Därf ich mol devun koschde (esse, trinke), (von der Wurst) abschneire? [NPf, allg.]. Du gibscht'm aach devun! [ RO-Bistschd, allg.]. Devun waren mer zwää noch dehääm [ LA-Gommh]. RA.: Do beißt kä Maus e Fade devun 'Es bleibt dabei' [ KB-Kerzh]; vgl. PfWB abbeißen 1. 's is koo Johr an de Stecke gebunn, 's geht alle Dag e Stick devun [Gal-Landtr, verbr. Don Gal Buch]. — 4. 'daraus, aus einem bestimmten Material'. Der Stoff do is schään; loß der devun e Klääd mache [Kaislt, allg.]. — 5. eine allgemeine Beziehung ausdrückend, bes. nach Verben des Sagens und Denkens. Er hot mer noch nie nix devun gesaat [ KB-Kriegsf, allg.]. RA.: Mer säät (sagt) nore devun 'So ernsthaft ist es nicht gemeint' [ KU-Kaulb, allg.]. Do kann gar kän Red devun sein, ich war gar nit debei! [ PS-Erfw]. Dovun kann ich e Lied singe [LU-Opp, verbr.]. Die Katz hinner'm Owe (Ofen) is nix devun gewahr worr 'Niemand hat etwas davon gemerkt' [ KU-Schmittw/O]. Wie eich (ich) devun (vom Schnapstrinken) kureert worr senn [PfId. 185]. — 6. sonstiger Gebrauch. Es hängt veel devun ab [ KB-Bischh, allg.]. Mach kee Gebrauch devun! 'Sage es niemand' [verbr.]. — F.: dəfun, dərfun WPf (ohne PS-Ost) NPf nördl. VPf; dəfun u. dəfū (nicht selten dfūn, dfū) mittl. u. südl. VPf PS-Ost; dəfǫn KU-Brück; dərfō ZW-Battw; dəfn LU-Altr GH-Leimh; dÄfan NW-Haßl Spey; dəfōn Feierowend Nr. 8/1950; dəfūnə verbr. mittl. VPf (Bertram 109). Bei Betonung (vgl. PfWB dadavon) ˈdofun, ˈdofun. — Südhess. 1437/38; RhWB Rhein. I 1209; Lothr. 87; ElsWB Els. I 119; Bad. 444/45. [Bd. 2, Sp. 169] fernhalten'. Ich root der gut, bleib devun! [NPf, verbr.]; vgl. PfWB davonlassen, fort-, PfWB wegbleiben. Südhess. I 1438. — -bringen st., schw.: 1. 'materiellen Gewinn erzielen'. Sie bringe nix devun [ KU-Schmittw/O]. VR.: 's Gretel am Bach hot so viel Sach; hot 's Haisje verdon, bringt gar nix devon [Feierowend Nr. 8/1950]; vgl. PfWB davontragen. — 2. 's Lewe devunbringe 'der Gefahr entgehen' [ KU-Schmittw/O]. — Südhess. I 1438; Bad. I 445. — -brunzen schw.: sich d. 'sich heimlich entfernen', sich devunbrunse [ LA-Wollmh]; vgl. PfWB davonmachen 1, PfWB -schälen, PfWB fortbrunzen. Syn. s. PfWB weggehen. — -fahren st.: wie schd. RA.: Wann der in de Himmel kommt, do fahr ich devun [ KL-Reichb]; vgl. fort-, hinwegfahren. Südhess. I 1438. —
| ||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||