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Pfälzisches Wörterbuch 
 
früh-stücken bis fs-fs (Bd. 2, Sp. 1624 bis 1625)
 
  früh-stücken schw.: nach dem Schd., umgspr., frihsticke [allg.]; echt mda.: se Morjet esse, s. PfWB Morgen. RA.: Ich han noch keen Troppe gefrihstickt [Krieger 6]. SprW.: Gut gefrihstickt spiert mer de ganze Dag, gut geschlacht (auch: gut geernt)'s ganz Johr, gut geheiratsein Lebdag [NW-Frankeck, verbr.]. Südhess. II 982; RhWB Rhein. II 841; ElsWB Els. II 588.
 
 
Früh-tracht f.: = PfWB Frühjahrstracht, Frihtracht, Imkerspr. [verbr.]; vgl. PfWB Spättracht.

[Bd. 2, Sp. 1625]
Südhess. II 982. — -traube f.: 'früh reifende Traubensorte', -trauwe (Pl.) [ RO-Als]; vgl. Früschwarze. Südhess. II 982; Bad. II 243. — -wein m.: 'Wein, der beim Herumtragen des Kirbestraußes und während der Kirberede getrunken wird', -wein [ KL-Fischb]. — -weiß n.: 'blondes Kind', -weiß [ Don-Tscherwk]. — -weiße Pl.: 'an Hauswänden gezogene, früh reifende gelbe Traube', -weiße [Wilde (Nachlaß)]; vgl. PfWB Frühschwarze.
 
  
früh-zeitig Adj.: wie schd., frihzeidich [verbr.]. Bauersleit kenne net immer f. Feierowend mache [ LU-Muttstdt]. Südhess. II 982; Bad. II 243 and. Bed.
 
 
Frulle, Frulleif.: 'Flöte', Frull, Frullei [ Don-Tscherwk]. Vgl. RhWB Rhein. II 842 frullen 'miauen, grölen'.
 
 
frünsch s. PfWB fränkisch.
 
 
fruselig Adj.: 'fuselig', von den Gewebeenden an der Fußmatte, frusslich [Beam Penns 38].
 
  
fs-fs: Scheuchruf für Schweine, fs-fs! [ NW-Elmst].