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frommen bis Frönde (Bd. 2, Sp. 1605 bis 1606) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
frommen, schw. Frömmigkeit, f. Frömmler, m. Fron, f., m. f. Fröne, f., m. f. Fron-acker, m. Fron-altar, m. Fron-bach, f. Fron-berg, m. Fron-brot, n. Fron-brühl, m. Frönde, f. Fron-dienst, m. Frondung, f. fronen, schw. frönen, schw. Fröner, m. Fron-fasten, Pl. fron-frei, Adj. Fron+-freiheit, f. Fron-fuhre, f. Fron-garten, m. Fron-gasse, f. Fron-geld, n. Fron-hafer, m. Fron-hof, m. Fron-korn, n. Fron-leichnam, m. Fronleichnams-blume, f. Fronleichnams-oktave, f. Fronleichnams-prozession, f. Fronleichnams-tag, m. Fronleichnams-woche, f. Fron-meister, m. Fron-messe, f. Fron-mühle, f. Fron-pferd, n. Fron-spelz, m. Front, f. Fron+-tag, m. Fron-tal, n. Front-seite, f. Fron+-wagen, m. Fron-wiesen, Pl. Fron-wingert, m. Frosch, m., f. Frösch, m., f. Frosch(en)-au, f. Frösch(en)-au, f. Frosch(en)-augen, Pl. Frosch(en)-blut, n. Frosch(en)-eck, n. Frosch(en)-eier, Pl. Frosch(en)-gasse, f. Frosch(en)-gelaich, n. Frosch(en)-geräums, n. Frosch(en)-giker, m. Frosch(en)-giks, m. Frosch(en)-gikser, m. Frosch(en)-glas, n. Frosch(en)-gusche, f. Frosch(en)-häuschen, n. Frosch(en)-huppsen, n. Frosch(en)-köpfe, Pl. Frosch(en)-lache, f. Frosch(en)-laich, n. Frosch(en)-laichzicht, n. Frosch(en)-leiter, f. Frosch(en)-loch, n. Frosch(en)-maul, n. Frosch(en)-nagel, m. Frosch(en)-natur, f. Frosch(en)-perlen, Pl. Frosch(en)-pfuhl, m. Frosch(en)-prellen, n. Frosch(en)-quartett, n. Frosch(en)-schenkel, m. Frosch(en)-schleich, m. Frosch(en)-strampel, m. Froschmaul-gesicht, n. Froschschenkel-kirbe, f. Frost, m. Frost-ballen, m. Frost-beule, f. Frost-beutel, m. frösteln, schw. frosten, schw. Frost-füße, Pl. frostig, Adj. Frost-katze, f. Frost-salbe, f. Frost-spanner, m. Frost-wetter, n. frotzeln, schw. Frucht, f. Frucht-acker, m. Frucht-auge, n. frucht-bar, Adj. Frucht-barn, m. Frucht-bauer, m. | 1. a. 'unentgeltliche Arbeit für die Gemeinde bei Ausbesserung von Wegen u. dgl.', Froon (frōn) [Kus u. Umg. PfId. 47], Freen (-ē-, --) und Friin (frīn) [(1925) verbr. WPf NPf], Pfreene, Pfriine (sic!) [ KU-Heinzhs], Fruun (frūn) [ PS-Busbg], Fraan (frn), Fraun, Froun (frḁun, frǫun) [verbr. VPf]; in der Frään schaffe [KL-Gimsb, verbr.], im Fraan sch. [SOPf (Nachlaß Heeger)]. Ich ben uf de Froun geborre (geboten) [ LA-Nd'hochstdt]. — b. α. 'unentgeltliche Bestellung des Dienstlandes des Gemeindehirten', Freen [ WD-Marth]. — β. 'Nachbarschaftshilfe', z. B. beim Hausbau; in der Friin fahre [KL-Gimsb, mancherorts WPf NPf Klein Wag. 111]; am Abend wurden die Helfer bewirtet [ KL-Bann]. — c. α. 'Frondienst für die Herrschaft'. a. 1487: ob sich zwey zu der heiligen ehe kaufften in diesem dorff, die sollen auch der frohn frey sein das jahr [PfWeist. I 249 (RO-Dörnb)]. a. 1580: so zum Hauß oder sonsten zur Frohn gebotten würdt, sollen die Underthanen samptlich zu rechter Zeit bei einander sein, der Oberkeit getreuen Frondienst leisten [Friedel 177]. a. 1604: heu und Omet ... welches im frohn gemehet wird [SSp., Amt Wolfstein, Gefälle]. a. 1606: Und ist ein Gleckel dorinnen gehunken, hatt [Bd. 2, Sp. 1606] man es gebraucht, wen man der ganzen Gemein in fron geleut hatt [Niedhammer 239]. — β. 'der Herrschaft gehörendes Land', vgl. PfWB Frönde. a. 1587: Item vier morgen an Knöringer Weg sindt Fron [Kurpf., Fasz. 1088 Gleisweiler]. a. 1553: in diesem bann seind noch etliche morgen ackerlands, nennet man die fröhne [ABlieskst 47]. — 2. Sonderbedeutungen. a. 'feststehender Lohn bei Gemeindearbeiten', Froon [ LA-O'hochstdt]. — b. in der Friin schaffe 'für geringen Lohn arbeiten' [ ZW-Dellf], vgl. PfWB Pfründe 4; im Fraun schaffe 'umsonst arbeiten' [ LA-Venn]. — c. sich in der Freen durchfresse 'sich von anderen aushalten lassen' [NWPf]. — d. einen Taugenichts in der Froon dotschlaa [ KU-Schmittw/O]. — Südhess. II 967/68; RhWB Rhein. II 824; LothWB Lothr. 173 Fren; ElsWB Els. I 180; Bad. II 235. 1. 'Acker der Herrschaft'. a. 1578: Im Frohnacker abwendig der straßen zwischen Ainoth und Enweiller [KSchArch., Rep. IV 686]. — 2. FlN., Fronacker [ KL-Ottbg], -äcker [ LA-Godrst]. — Südhess. II 968; Bad. II 235/ 36. — -altar m.: 'Hauptaltar'. 15. Jh.: so soll mein herr von Hornbach geben meszbücher und betbücher zum frohnaltar [Grimm Weist. V 558 (BZ-Wilgws)]. a. 1518: Item wisset der scheffen mynem herren von Wad(egassen) zu die mulle, den froinolter myt gulten, licht, all geseige, wie oben stait [PfWeist. I 213 (PS-Burgalb)]. Bad. II 236. — -bach f.: 1. a. 1775: Das Frohnbächlein, so mit Sickingen-Hohenburg gemeinschaftlich [SSp., Hanau-Lichtenberg n. 23]. — 2. FlN in KL-Bruchmühlb KU-Gumbsw: Frohnbach. Ortsteil von Dennweiler-Frohnbach im Kr. KU, Froonbach. — -berg m.: Name eines Berges bei KL-Ottbg, amtl. Frohnberg, mda. de kleen Frooberch, a. 1655: vfm Frohnberg. Südhess. II 968. — -brot n.: 'das den Frönern zu reichende Brot'. a. 1596: Außgab Kornn an Brodt auff die Fröner vnd andere ... Item 18 frönbrot vff 9 Personen [WerschwSchR, Bl. 385]. Im Jahre 1565 wurden vom Klosterschaffner 2087 Fronbrote ausgegeben [Groh Wörschw 31]. Bad. II 236. — -brühl m.: 1. 'Wiese der Herrschaft', vgl. PfWB Brühl. a. 1357: wann man den fronbrüel mehet by Steinacker, so ist jedermann zu Altheym und zu Beckwiller schuldig ein samenere in die wiese, und soll in ein apt zu essen geben [PfWeist. I 54 (HB-Alth)]. — 2. FlN in KU-Rutsw/L, Froonbriel, a. 1600 frohnprüel; vgl. Fronwiese.
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