| Pfälzisches Wörterbuch | ![]() | ||
fort-jagen bis fort-leitseln (Bd. 2, Sp. 1548 bis 1550) | |||
fort-jagen, schw. fort-käubeln, schw. fort-knäubeln, schw. fort-kommen, st. Fort-kommen(s), n. fort-können, schw. fort-lassen, st. fort-laufen, st. Fort-läufer, m. f. Fort-läuferin, m. f. fort-legen, schw. fort-leitseln, schw. fort-lockern, schw. fort-lotteln, schw. fort-machen, schw., st. Fort-machens, n. fort-nehmen, st. fort-packen, schw. fort-pilgern, schw. fort-pritscheln, schw. fort-purren, schw. Vor-trag, m. vor-tragen, st. vor-träglich, Adj. vor-träppeln, schw. vor-treiben, st. fort-reisen, schw. fort-rennen, schw. vor-treten, st. Vor-tritt, m. fort-rollen, schw. fort-rudeln, schw. fort-rugeln, schw. fort-rütschen, schw. fort-sagen, schw. fort-sausen, schw. fort-schaffen, schw. Fort-schaffer, m. f. Fort-schaffersin, m. f. fort-schassen, schw. fort-scheibeln, schw. fort-scheuchen, schw. fort-schicken, schw. fort-schieben, st. fort-schießen, st. fort-schleichen, st. fort-schleifen, schw. fort-schlenkern, schw. fort-schleppen, schw. fort-schlupfen, schw. fort-schmeißen, st. fort-schnärren, schw. fort-schnellern, schw. fort-schnelzen, schw. fort-schnicken, schw. Fortschnicks-besem, m. fort-schrittlich, Adj. Fortschritts-besem, m. fort-schubsen, schw. fort-schucken, schw. fort-schütten, schw. fort-schwemmen, schw. fort-schwimmen, st. fort-setzen, schw. fort-sprengen, schw. fort-springen, st. fort-stoßen, st. fort-studieren, schw. fort-stürzen, schw. fort-surren, schw. fort-telefonieren, schw. fort-tragen, st. fort-transportieren, schw. fort-träppeln, schw. fort-treiben, st. fort-treten, st. fort-trossen, schw. fort-trotteln, schw. fort-tun, st. Vor-tuch, n. fort-während, Adv. fort-wälgern, schw. fort-wandern, schw. fort-wärgeln, schw. fort-witschen, schw. fort-wollen, schw. fort-wünschen, schw. fort-wursteln, schw. fort-zaubern, schw. fort-ziehen, st. vor-über, Adv. vorüber-gehen, st. vorunter-machen, schw. Vor-voreltern, Pl. vor-vorgest(ern), Adv. vor-wärts, Adv. vorwärts-drehen, schw. vorwärts-gehen, st. vorwärts-kommen, st. vorwärts-machen, st., schw. | 1. a. 'vorwärts-, weiterkommen', -komme, -kumme [allg.]; vgl. PfWB (hin)wegkommen. Er kimmt schlecht fart (wegen seines Fußleidens) [ KU-Körbn]. Die zwee annere kummen besser fort mit der Red [Zahn Einkehr 16]. — b. 'Erfolg haben, Fortschritte machen, gedeihen'. Er is fortkumm in der Schul [ RO-Als]. Er is fortkumme (bei der Prüfung) [ NW-Kallstdt]. Dausend sein schunn dort (in Amerika), un 's geht en gut, sie kumme uff un fort [Müller Butterbärwel 43]. — 2. a. 'weggehen'. Mit'm Sanidätsaudo es er fortkumm (ins Krankenhaus) [KB-Kerzh, verbr.]. Mer misse mache, daß mer fortkumme, eb's anfangt se rehne [ KU-Herschw/Petth]. Mach, daß de fortkummsch! [KL-Erlb, verbr. bes. WPf NPf]. Scherzh. RA.: Hock dich endlich hin, daß mer fortkumme [Feierowend Nr. 32/1953]. Volksgl.: Stehen einem Mädchen die Zähne weit auseinander, so sagt man: 's kummt weit fort un werd reich [ KL-Fischb]. — b. α. 'versetzt werden'. Der Beamte is fortkomm [ HB-Kirrbg RO-Obd LU-Alsh]. — β. Die Uhr is mer fartkumm 'in Verlust geraten' [KU-Roßb, verbr.]; vgl. PfWB verlorengehen. — [Bd. 2, Sp. 1549] Südhess. II 902/03; Rhein. II 710 Z. 41; Bad. II 212. 1. 'den Aufenthaltsort verlassen'. Ich kann erscht morje fort [verbr.]. Er hot net fortkenne 'nicht sterben können' [ LU-Opp]. — 2. mit etwas f. 'gut vorankommen' (Der Junge) isch noch e bissel zurückgebliwwe un kann nit recht fort mit d'r Sproch [Zahn Pläsier 164]. — DWB DWb. IV/1, 1, Sp. 22. — -lassen st.: 'entlassen', fortlosse, s. PfWB lassen [verbr.]; vgl. PfWB (hin)weglassen. Sie han'ne erscht fortgeloß, wie de Kriech aus war [ PS-Schmalbg]; vgl. PfWB heimlassen. Südhess. II 903. — -laufen st.: 1. von Mensch und Tier. a. 'weglaufen', -laafe, -lääfe, s. PfWB laufen [allg.]; vgl. PfWB fortbisen, PfWB -donnern, -galoppieren, -hossen, PfWB -huschen, PfWB -purren, PfWB -rennen, PfWB -schieben, PfWB -springen, PfWB -surren; weitere Syn. s. PfWB weglaufen. Du muscht net was gischde, was hoschde f. [SOPf]. Wann den enner schief anguckt, lieft er fort [ BZ-Dernb]. RA.: Do kennt mer grad fortlääfe (aus Kummer, Überdruß, Langeweile) [KU-Bedb, verbr.]. Do kennt mer greine un weit fortlaafe, wenn etwas nicht gelingen will [ KB-Bischh]. SprW.: Wer am ärgschde kreischt, lääft am erschde fort [ BZ-Dierb]. — b. α. 'den Dienst vorzeitig verlassen'. De Knecht (die Maad) is fattgelaaf [KU-Adb, verbr., auch Gal]. VR.: Schleierkraut un Rittersporn, das sin die schäänschde Blumme, die Hansekatrin is fortgeloffe un is aach wirrer kumme [ LU-Opp]. — β. 'entlaufen'. De Hund is fortgeloffe [ LU-Alsh, PS-Schmalbg]. Volksgl.: Schab die Dischecke ab un fieder sie em Hund, noh laft er net färt [Fogel Beliefs Penns Nr. 682]; Var. s. PfWB abschaben 1, PfWB Tischeck. — c. 'davonlaufen', von scheuenden Tieren, vgl. PfWB durchgehen 4 a. Die Gail sin schei worr un sin fortgeläif [ KU-Schmittw/O Ehw]. Die Kih sein fattgelaaf (auf dem Weg zur Weide) [ KU-Adb]. — d. 'sich vorübergehend entfernen'. Du därfscht net immer fortlääfe [ BZ-Dernb, LU-Altr]. Die Hinkel laafe weit fort [ PS-Schmalbg]. — 2. von Dingen. a. Mer esch der Zug vor der Nas fortgeloffe 'davongefahren' [ BZ-Dernb]. — b. De Waa is fattgelaaf 'ist auf der abschüssigen Bahn davongefahren' [ KU-Adb]. — c. Das Maul lääft'm fort 'steht dem Geschwätzigen nicht still' [ KU-Hundh ZW-Battw LU-Opp BZ-Klingmst]. — d. Die Millich laaft fort, von der überkochenden Milch [verbr.]. De Wein laaft fort (wenn der Hahn des Fasses geöffnet ist) [ LU-Altr]. — e. Die ganz Bapp is (beim Anstreichen) fattgelaaf [ KU-Adb]. [Bd. 2, Sp. 1550] — f. Von Faulen gebrauchte Ausrede: Die Arwet lääft net fort [ KU-Bedb]. Die Kerch lääft net fart [ KU-Bedb]; vgl. PfWB forthuppsen. — Südhess. II 903/04; Rhein. II 710 Z. 57; LothWB Lothr. 171 fort; ElsWB Els. I 566; Bad. II 212.
| ||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||