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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Finger-spiel bis Finkel (Bd. 2, Sp. 1393 bis 1394)
 
   Finger-spiel n.:
1. 'Abzählspiel mit den Fingern', s. z. B. das Kinderspiel bei Daumen 1, -spiel [verbr.]. —
2. 'leichte Arbeit'. Des is nore e F. [ FR-Tiefth]. — -spitze f.: wie schd., -spitz [verbr.]; vgl. PfWB Fingergipfel, PfWB -köpfel. Er hot sich 's Fingerspitzel abg'schnirre [ LU-Alsh]. Das is net dicker wie e F. [ KL-Matzb]. Des is e F. braat [ FR-Bockh]. Des war grad so viel wie e F. voll 'sehr wenig' [ebd.]. Südhess. II 740; RhWB Rhein. II 474; LothWB Lothr. 160; Bad. II 155. — -stauchen m.: 'die Finger frei lassender Handschuh', -stauche [ KU-Schmittw/O]. RhWB Rhein. II 474 Fingerstucken. — -stumpfen m.: 'amputierter Finger', -stumbe [ PS-Erfw NW-Frankeck]. Südhess. II 740. — -verband m.: wie schd., -verband [ LU-Altr.] — -weh n.: 'Fetthenne (Sedum tel.)', -weh [ LA-Rohrb]. Marzell 126. — -wurm m.: 'Nagelbettentzündung', -worm [ LU-Opp]. Nach dem Volksgl. wird diese Krankheit von einem bösen Geist hervorgerufen, der als Wurm in den menschlichen Körper eindringt [Heeger Vhk. 5]. Heilung innerhalb weniger Tage bewirkt angeblich das Auflegen eines Regenwurmes [ LA-Nußd]. Die Krankheit wird wie folgt besprochen: Es wachsen drei Rosen auf des Heilands Grab. Die erste blüht weiß, die zweite schwarz, die dritte rot; der Wurm sei tot! Es helfe der Vater, der Sohn und der heilige Geist! dazu wird ein Kreuz über den Finger gemacht und ein Vaterunser gebetet [ PS-Erfw]. Südhess. II 740. — -zunäher m.: = PfWB Libelle, -zunäher [ LU-Schauh].
 
 
fini: 'Schluß, fertig! Feierabend!', fini [KL-Ottbg (selten) Spey LA-Herxh Guentherodt Franz. 116]. — Zu frz. fini 'beendet'. — RhWB Rhein. II 475; Saarbr. 63.
 
  
Fink m., f.:
1.
a. 'die Vogelart Fringillidae', Fink (fiŋg), Pl. Finke [verbr.]. Zs. PfWB Berg-, PfWB Blut-, PfWB Buch-, PfWB Distel-, PfWB Dorn-, PfWB Dreck-, PfWB Grün-, PfWB Mist-, PfWB Rot-, PfWB Stockfink. VR.: Fideritz un fideratz, un e Fink isch ke Spatz, un e Spatz isch ke Fink, un wann er noch so schään singt [ BZ-Hofstätt]. —
b.
α. 'Buchfink' [ FR-Colgst LA-Herxh]. —
β. 'Distelfink' [ NW-Erph], Fenk [Ingb]. — Das Wort erscheint in dem ON Finkenbach, sowie in FlN wie Finkenborn, -brunnen, -eck, -nest, -pfad. —
2. 'schmutziger

[Bd. 2, Sp. 1394]
Mensch' in den Zs. PfWB Dreck-, PfWB Schmier-, PfWB Schmutzfink. — Genus f. wird nur für BZ-Dernb angegeben; auch in Schandein Bav. IV/ 2, 139 erscheint es. — Südhess. II 740; RhWB Rhein. II 475/76; ElsWB Els. I 122; Bad. II 155.
 
  
Finkel m.: 'Wurfholz im Kinderspiel Finkelns', Finkel [ ZW-Riedbg].