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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ver-wandt bis ver-wechseln (Bd. 2, Sp. 1312 bis 1314)
 
ver-wandt, Adj.
Ver-wandtschaft, f.
ver-wanzt, Adj.
ver-wärgeln, schw.
ver-warten, schw.
ver-wäschen, st.,  schw.
ver-wässern, schw.
ver-watzen, schw.
ver-weben, schw.
ver-webern, schw.
ver-wechseln, schw.
ver-wegen, Adj.
ver-wehren, schw.
ver-weichen, schw.
ver-weilen, schw.
ver-weinen, schw.
ver-welken, schw.
ver-wenden, schw.
Ver-wendung, f.
ver-werfen, st.
ver-werten, schw.
ver-wesen, schw.
ver-wesen, schw.
Ver-weser, m.
ver-wetten, schw.
ver-wettern, schw.
ver-wetzen, schw.
ver-wichen
ver-wichsen, schw.
ver-wickeln, schw.
ver-wiegen, st.
ver-wiegen, schw.
ver-wildern, schw.
ver-willküren, schw.
ver-winden, st.
ver-wirken, schw.
ver-wirren, schw.
ver-wirsingen, schw.
ver-wirtschaften, schw.
ver-wischen, schw.
ver-witschen, schw.
ver-wittern, schw.
ver-wogen
ver-wöhnen, schw.
ver-wuhlen, schw.
ver-wühlen, schw.
ver-wunden, schw.
ver-wundern, schw.
Ver-wundung, f.
ver-wunschen
ver-wünschen, st.,  schw.
ver-wuppen, schw.
ver-wurgen, schw.
ver-wurgsen, schw.
ver-wurmen, schw.
ver-wurmsen, schw.
ver-wurreln, schw.
ver-wursteln, schw.
ver-wuseln, schw.
ver-wusteln, schw.
ver-wüsteln, schw.
ver-wusten, schw.
ver-wutzeln, schw.
ver-zackern, schw.
ver-zagen, schw.
Ver-zählchen(s), n.
ver-zählen, schw.
Ver-zählens, n.
Ver-zählerei, f.
ver-zählerig, Adj.
Ver-zählung, f.
ver-zahnen, schw.
ver-zampeln, schw.
ver-zapfen, schw.
ver-zäpfen, schw.
ver-zappeln, schw.
ver-zaubern, schw.
ver-zäunen, schw.
ver-zauseln, schw.
ver-zausen, schw.
ver-zechen, schw.
ver-zehren, schw.
ver-zeicheln, schw.
ver-zeichnen, schw.
Ver-zeichnis
ver-zeihen, st.
Ver-zeihung, f.
ver-zeppelt
ver-zerren, schw.
Ver-zerrung, f.
ver-zetteln, schw.
ver-zichten, schw.
ver-ziehen, st.
ver-zieren, schw.
ver-zinnen, schw.
ver-zinselt, Adj.
ver-zinsen, schw.
ver-zipfeln, schw.
ver-zobeln, schw.
ver-zollen, schw.
   ver-wandt Adj.: wie schd., ve(r)wandt (-a- und -ḁ-) [verbr.]; vätterlicherseits (mütterlicherseits) v. [ SP-Harths]; v. metnanner [ KL-Stelzbg]; v. zamme [ ZW-L'wied]; ganz noh v. [ PS-Erfw]; ganz nägscht v. [ HB-Kirrbg]; weitlääfich v. [ LA-Gommh]. Zs. PfWB blutsverwandt. In älterer Mda. dafür PfWB freund. Er es met mer v. [ KU-Hefw]. Er isch v. mit uns vum Vadder aus [ LA-Gommh].

[Bd. 2, Sp. 1313]
RA.: v. vun Adam un Eva her [ BZ-Stein]; v. mit de groß Zeh [ KU-Eschau]; v. dorch siwwe Scheffel Erbse [ RO-Odh]; v. im siwwete Glied [ LU-Opp]. SprW.: Verwandt Blut 'Verwandtenehe' dut net gut [ KL-Reichb]. — Subst. Gebrauch: Er es e Verwandter vun meer [ KL-Stelzbg]. 's is äner vun meine Verwandte [ KL-Matzb]. Volksgl.: Wammer draamt, mer kreecht en Zahn geroppt un 's deet weh, sterbt en Verwandter [Fogel Beliefs Penns Nr. 273]; vgl. PfWB Freund. Zs. PfWB Anverwandter. — Südhess. II 660/61; RhWB Rhein. IX 245/46; Saarbr. 221; Bad. II 124.
 
  
Ver-wandtschaft f.:
1. 'die blutsmäßige Zusammengehörigkeit', Verwandtschaft [verbr.]. Zs. PfWB Blutsverwandtschaft. In älterer Mda. dafür PfWB Freundschaft, PfWB Gevatterschaft. Mer sin (noch ganz noh) in de V. [NW-Kallstdt, verbr.]. RA.: V. im siwwete Grad [Kus]; V. vum G'schwischterferkel her [ LU-Opp]. Mer soll net in die V. heirade [ KL-Reichb]. —
2. 'Gesamtheit der Verwandten' [verbr.]. Das is e groß V. [ KU-Schmittw/O]. Er geheert zu unserer V. [ BZ-Dernb]. Abschätzig: Das is der e V.! [ NW-Frankeck]; dafür auch: die ganz Blos (s. PfWB Blase II 1); vgl. auch PfWB Vetterschaft, Mischpoches, PfWB Sippschaft. — Südhess. II 661; Rhein. IX 246 Z. 5; LothWB Lothr. 156; Bad. II 124.
 
 
ver-wanzt Adj.: 'von Wanzen befallen'. Die Wohnung is ganz verwanzt [verbr.]. Südhess. II 661; RhWB Rhein. IX 254.
 
  
ver-wärgeln schw.: 'in Unordnung bringen'; 's Bett verrjele [ FR-Albsh]; vgl. PfWB verrolzen 1. — Zu PfWB wärgeln 'rollen'. — Südhess. II 661; Bad. II 124.
 
 
ver-warten schw.: 'erwarten'. Mer kann's ball kaam verwaarde noch [Feierowend Nr. 52/1965]. Rhein. IX 270; Bad. II 124.
 
  
ver-wäschen st., schw.:
1. 'durch Waschen abnutzen'; e verwäscht Kläid [ WD-Niedkch]. —
2. übertr.
a. 'verschwenden'; sein Sach verwäsche [ LA-Kirrw]. Syn. s. PfWB vertun 1 b. —
b. = PfWB verhauen 1; äne v. [KU-Patb, verbr.]; de Kopp v. [ PS-Burgalb], de Deez v. [ LU-Altr], de Kappedeckel v. [ KU-Herschw/Petth], de Kamm v. [ GH-Freckf], die Gusch v. [Kus]. RA.: De Deiwel halt d'r die Kerz, wann ich dich v. du [ NW-Weish/S]. — F.: Die schw. flektierte Form belegt für WD-Niedkch u. KU-Frohnf. — Südhess. II 661; RhWB Rhein. IX 282; ElsWB Els. II 872; Bad. II 124/25.
 
 
ver-wässern schw.: wie schd.; Millich, Wein verwässere [verbr.]. Syn. s. PfWB verpanschen. Südhess. II 661.
 
 
ver-watzen schw.:
1. 'den Hosenrand mit Straßenkot beschmutzen', vewatze [ Don-Schowe]. Syn. s. PfWB verschmieren 1 a. —
2. sich v. 'geräuschvoll und hastig essen, daß Speiseteile am Kinn herunterlaufen' [verbr. Gal]. — Zu PfWB watzen. — RhWB Rhein. IX 318; Saarbr. 221.

[Bd. 2, Sp. 1314]

 
  ver-weben schw.: Garn v., wie schd., verwewe [verbr.]. RhWB Rhein. IX 322; ElsWB Els. II 779.
 
  
ver-webern schw.:
1. etwas v.
a. 'unsachgemäß bearbeiten'. Die Wingert derf mer nit verwewwere, die Rewe wenn (wollen) hold un zärtlich g'handhabt sein [Zahn Pläsier 77]. —
b. 's Esse v. 'durch Bewegung den Verdauungsprozeß anregen' [ SP-W'see]. —
2. sich v. 'viel und hastig arbeiten' [ LA-Nußd]; vgl. PfWB bewebern. — Zu PfWB webern. — Südhess. II 661/62; ElsWB Els. II 795 verwefern.
 
  
ver-wechseln schw.:
1. 'irrtümlich vertauschen', verwechs(e)le [verbr.]. Den (neuen Hut) hot so e Hamballe oder so en verliebter Handreekes verwechselt [Zahn Pläsier 214]. RA.: Er verwechselt die Baan (die Fieß) [ RO-Bistschd, NW-Haardt]. —
2. absichtlich v. RA.: Mein un dein v. [ KB-Marnh FR-Bockh]. Syn. s. PfWB stehlen. — Südhess. II 662; RhWB Rhein. IX 326; LothWB Lothr. 156; Bad. II 125.