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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ver-transchieren bis ver-treiben (Bd. 2, Sp. 1304)
 
ver-transchieren, schw.
ver-träppeln, schw.
ver-trappen, schw.
ver-trasseln, schw.
ver-tratscheln, schw.
ver-tratschen, schw.
ver-trauen, schw.
Ver-trauen, n.
ver-traufeln, schw.
ver-träumt, Adj.
ver-treiben, st.
ver-trendeln, schw.
ver-trennen, schw.
ver-treten, st.
Ver-treter, m.
ver-trinken, st.
ver-trippeln, schw.
ver-trischaken, schw.
ver-tritscheln
ver-trödeln, schw.
ver-trollen, schw.
ver-trommeln, schw.
ver-trompieren, schw.
ver-tröpfeln, schw.
ver-trosseln, schw.
ver-trotteln, schw.
ver-trubelt, Adj.
ver-trückeln, schw.
ver-truckeln, schw.
ver-trudeln, schw.
ver-trudeln, schw.
ver-trullern, schw.
ver-trümmern, schw.
ver-trumpeln, schw.
ver-tuerisch
ver-tüfteln, schw.
ver-tuisch
ver-tun, st.
Ver-tuner, m. f.
Ver-tunerin, m. f.
Ver-tu(n)ersin, m. f.
ver-tu(n)erisch, Adj.
ver-tu(n)isch, Adj.
ver-tüpfelt, Adj.
ver-tupfen, schw.
ver-tuscheln, schw.
ver-tutscheln, schw.
ver-tuschen, schw.
ver-tuschen, schw.
ver-tuschieren, schw.
ver-übeln, schw.
ver-ulken, schw.
ver-unehren, schw.
ver-uneinigen, schw.
ver-ungelten, schw.
ver-unglücken, schw.
ver-unnamen, schw.
ver-ursachen, schw.
ver-urteilen, schw.
ver-uzen, schw.
ver-veiolen, schw.
ver-vormundet, Adj.
ver-wachsen, st.
ver-wackeln, schw.
ver-wagt, Adj.
ver-wogen, Adj.
ver-wahlen, schw.
ver-wahren, schw.
ver-wahrlost, Adj.
ver-währschaften, schw.
ver-wahrschauen, schw.
Verwahrungs-lokal, n.
ver-waist, Adj.
ver-wälgern, schw.
ver-walken, schw.
Ver-walter, m.
Ver-waltung, f.
ver-walzen, schw.
ver-wamsen, schw.
ver-wandeln, schw.
ver-wandt, Adj.
Ver-wandtschaft, f.
ver-wanzt, Adj.
ver-wärgeln, schw.
ver-warten, schw.
ver-wäschen, st.,  schw.
ver-wässern, schw.
ver-watzen, schw.
ver-weben, schw.
ver-webern, schw.
ver-wechseln, schw.
ver-wegen, Adj.
ver-wehren, schw.
ver-weichen, schw.
ver-weilen, schw.
ver-weinen, schw.
ver-welken, schw.
ver-wenden, schw.
Ver-wendung, f.
ver-werfen, st.
   ver-transchieren schw.: 'zerschneiden, zerlegen'; die Sau vertranschiere [Germh]; vgl. PfWB verhacken 1 a, PfWB verlegen1 1 a, PfWB vermetzeln, PfWB verwiegen2. Ich han 's Hinkel schun vertranschiert [ KU-Kreimb]. Dafür auch einfach transchieren. Südhess. II 653; ElsWB Els. II 760.
 
 
ver-träppeln schw.: 'zertreten', vertrepple [ Don-Lenauh]; vgl. PfWB vertrampeln. Unner'm Bam (es) alles vertreppelt un die Frucht en de Dreck getreer (getreten) [PfId. 181]. Südhess. II 653 u. RhWB Rhein. VIII 1296 vertrappeln; ElsWB Els. II 762; Bad. II 120.
 
  
ver-trappen schw.: = PfWB vertappen 1 a; de Boddem vertrappe [ LU-Alsh]; vgl. PfWB vertrampeln. — Zu PfWB trappen2. — Südhess. II 653 vertrappeln; RhWB Rhein. VIII 1295; ElsWB Els. II 762; Bad. II 120.
 
  
ver-trasseln schw.: 'mit schallenden Schlägen traktieren', vertrassele [ KU-Schmittw/O]. Syn. s. PfWB verhauen 1. — Zu PfWB trasseln; vgl. auch PfWB vertrosseln. — Südhess. II 653.
 
  
ver-tratscheln schw.: 'leer machen', im VR.: Als ich fortzog, waren Kisten und Kasten voll gewest; als ich wiederkam, war alles vetritschelt, vetratschelt [ KU-Bedb].
 
  
ver-tratschen schw.: 'verleumden', vertratsche [ KB-Kriegsf]. Syn. s. PfWB verleumden. — Zu PfWB tratschen1. — Südhess. II 653; RhWB Rhein. VIII 1299/1300; LothWB Lothr. 155 and. Bed.
 
 
ver-trauen schw.: wie schd., vertraue [verbr.]; vgl. PfWB verlassen 2. SprW. (scherzh.): Wer uf Gott vertraut un im Acker klaut, der hat im Winder Sauerkraut [Kaislt]. Wer warte kann, kriet aach e Mann; wer uf Gott vertraut, werd aach als Braut [verbr. Gal]. Südhess. II 653; RhWB Rhein. VIII 1309; ElsWB Els. II 736; Bad. II 120.
 
  
Ver-trauen n.: wie schd., Vertraue [verbr.]. Zu dem han ich net viel V. [ KL-Enkb]. Ich will der's im V. soon [ KU-Schmittw/O]. Südhess. II 653/54; ElsWB Els. II 736; Bad. II 120 Z. 46.
 
 
ver-traufeln schw.: 'Speiseteile beim Essen auf die Kleider fallenlassen', vertraafele [ Gal-Josbg]. Syn. s. PfWB verschmieren 1 a. — Zu mhd. troufen 'träufeln'. — Südhess. II 654.
 
  
ver-träumt Adj.: wie schd.; en vedraamder Kerl [ LU-Friesh]. Bad. II 120.
 
  
ver-treiben st.:
1. trans.
a. 'fortjagen, verscheuchen', ve(r)treiwe, -träiwe, -triwe, s. PfWB treiben [allg.]; die Gäns (die Kinner) vun der Stroß v. [verbr.]. Syn. s fortjagen. Volksgl.: Wer die Schwalben in seiner Tenne nicht duldet, vertreibt 's Glick vun seim Haus [ GH-Schwegh]. —
b. 'beseitigen'.
α. 'verdrängen'; e Krankheit v. [LU-Opp, verbr.]. Ich vertreiwe deer dein Narrheide [RO-Als, GH-Schwegh Krieger 52]. Dem vertreib ich sein Wulluscht [Zahn Pläsier 79]. Der Wind vertreibt 's Wedder ('s Gewidder) [ HB-Kirrbg LA-Roschb

[Bd. 2, Sp. 1305]
GH-Schwegh]. RA.: Durch harte Arbeit de Speck v. [LA-Impfl]. SprW.: Weh muß Weh v. [ Don-Gertianosch Heuf]. Hitz muß Hitz v. [ Gal-Josbg]. Bees muß Bees v. [verbr., auch Auslandspfälzer]. Viel quer geschribb hat viel vum Haus vetribb, von Wechselschulden [Krieger 62]. Volksmed.: Warze kann mer met Abbinne v. [ KL-Reichb]. Volksgl.: Warze kammer v., wammer sie märgeds (morgens) mit Spauz naß macht, eb (ehe) mer eppes gesse hot [Fogel Beliefs Penns Nr. 1700]. Die Bremmelblihe 'Besenginsterblüten' vertreiwe die Wandleis 'Wanzen' [ WD-Niedkch]. Weitere Beispiele s. PfWB Gichtern, PfWB Hanf, PfWB Hexe, PfWB Mumps, PfWB Susanna. VR.: Die Riewe hawwe mich vertriewe, s. PfWB bleiben 1. —
β. 'abtreiben', von der Leibesfrucht; en Kind verdreiwe [Beam Penns 33]. —
2. (sich) die Zeit v. [allg.]. Er vertreibt sich die Zeit mit Mickefange [ KL-Enkb]. M'r kann jo in de Heckepalz die Zeit sich aach v., iron. von der schlichteren, anspruchsloseren Art der Westpfälzer [Kühn Schnitze II 69]. — Südhess. II 654; RhWB Rhein. VIII 1338; ElsWB Els. II 738; Bad. II 120.