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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ver-sterben bis Ver-stopfung (Bd. 2, Sp. 1291 bis 1292)
 
ver-sterben, st.
ver-steuern, schw.
ver-sticheln, schw.
ver-sticken, schw.
ver-stiften, schw.
ver-stimmen, schw.
ver-stocken, schw.
ver-stohlen
ver-stolpern, schw.
ver-stopfen, schw.
Ver-stopfung, f.
ver-storben
ver-stören, schw.
ver-stoßen, st.,  schw.
ver-strabbelt, Adj.
ver-strämmen, schw.
ver-strampeln, schw.
ver-strapazieren, schw.
ver-strauben, schw.
ver-strauen
ver-streben, schw.
ver-strecken, schw.
ver-streichen, st.
ver-streuen, schw.
ver-stricken, schw.
Ver-strickung, f.
ver-stritzeln, schw.
ver-strubbeln, schw.
ver-strudeln, schw.
ver-strummen, schw.
ver-strumpfen, schw.
ver-strunken, schw.
ver-strunzen, schw.
ver-struppt, Adj.
ver-stübern, schw.
ver-stückert, Adj.
ver-studieren, schw.
ver-stummen, schw.
ver-stümpfeln, schw.
ver-stumpfen, schw.
ver-stupfen, schw.
ver-stüpfen, schw.
ver-stürzt, Adj.
Ver-such, m.
ver-suchen, schw.
ver-suckelt, Adj.
ver-sudeln, schw.
ver-sündigen, schw.
ver-sunken
ver-süßen, schw.
ver-tabakeln, schw.
ver-tabäkeln, schw.
ver-tabaken, schw.
ver-talpern, schw.
ver-tändeln, schw.
ver-tänzeln, schw.
ver-tanzen, schw.
ver-tappeln, schw.
ver-täppeln, schw.
ver-tappen, schw.
ver-tappert, Adj.
ver-täppschen, schw.
ver-tätscheln, schw.
ver-tatschen, schw.
ver-tattert, Adj.
ver-tauschen, schw.
ver-teidigen, schw.
Ver-teidiger, m.
Ver-teidigung, f.
ver-teilen, schw.
Ver-teiler
ver-teufelt, Adj.
ver-tiefen, schw.
ver-tieren, schw.
fertig, Adj.
Fertig-arbeit, f.
fertig-bringen, st.,  schw.
fertig-kriegen, schw.
fertig-machen, schw.,  st.
Vertiko
ver-tilgen, schw.
vert-lassen, st.
ver-töffeln, schw.
ver-tollen, schw.
ver-tollt
Ver-trag, m.
vertrag-brüchig, Adj.
ver-tragen, st.
ver-träglich, Adj.
Ver-träglichkeit, f.
ver-traktieren, schw.
ver-tralagern, schw.
ver-trampeln, schw.
ver-tränken, schw.
ver-transcheln, schw.
ver-transchieren, schw.
ver-träppeln, schw.
ver-trappen, schw.
ver-trasseln, schw.
ver-tratscheln, schw.
  ver-sterben st.: wie schd.; gebräuchlich nur als adj. Part. Perf.: mein verstorwener Mann [KL-Enkb, verbr.]. Er heirat't die jünger Schweschter vun seiner verstorwene Fraa [Zahn Pläsier 210]. o. D.: die kinder an stadt ihreß vyrstorbenen vatterß [PfWeist. I 66 (FR-Assh)]. Südhess. II 639; RhWB Rhein. VIII 636; Bad. II 114.
 
 
ver-steuern schw.: wie schd., ve(r)steiere [verbr.]. So e Erbschaft werd hoch versteiert, daß de Erwe net viel iwwrich bleibt [Kaislt]; vgl. PfWB verungelten, PfWB verzollen 1. Südhess. II 639; Rhein. VIII 652; Bad. II 114.
 
  
ver-sticheln schw.: 'durch Sticheleien verhetzen', verstichle [ NW-Haßl Spey]; vgl. PfWB verplaudern 2. DWB DWb. XII/1, 1747.
 
  
ver-sticken schw.: 'ersticken', ve(r)sticke (-digə) [verbr. südl. WPf mittl u. südl VPf Lambert Penns 167 verbr. Don Gal Buch Rußl]; vgl. PfWB verstricken. Die Kuh is an ere Grumbeer verstickt [ NW-Lambr]. Wann de nor versticke deetscht! [Hebel 34]. Verstick dron!, Ausruf, wenn man mit Widerwillen dem anderen etwas überläßt [Gal-Brig, verbr. Don Gal Buch].

[Bd. 2, Sp. 1292]
RA.: Er isch im Hanf verstickt 'hat sich erhängt' [NW-Haardt, verbr. VPf]. Wann der an d'r eerscht Liech (Lüge) verstickt wär, wär er schun lang nimmi do [verbr. südl. VPf]. Wann de Hawwer im Herrerich (Hederich) verstickt, gibt's Hunich (Honig) [ ZW-L'wied]. VR.: Sepp, Sepp, koch dein Knepp! Koch se nit so dick, wann dein Frää vum Annaberich kummt, daß se nit vestickt [ LA-Hainf]; Var. s. PfWB Brühe (I 1277, Z. 47 ff.), Brezel (I 1213, Z. 45 ff.). Südhess. II 640; RhWB Rhein. VIII 669; Saarbr. 201; LothWB Lothr. 154; ElsWB Els. II 580; Bad. II 114.
 
  
ver-stiften schw.: 'zu Bösem verleiten', vgl. an-, PfWB aufstiften, PfWB verplaudern 2. Er hot'n dezu verstipft (sic!) [ GH-Kand]. Schwäb. II 1363; DWB DWb. XII/1, 1751.
 
  
ver-stimmen schw.: in der BR.: Wann die Lerch ver Lichtmeß singt, hot se ehr Lied um 4 Woche verstimmt 'verklingt ihr Lied wieder für 4 Wochen' [ GH-Leimh].
 
  
ver-stocken schw.:
1. 'dumpfen Geruch annehmen', von Kleidern, Möbeln, verstocke [ KB-Eisbg]; vgl. PfWB verdumpfen 1 a. —
2. adj. Part. Perf. 'halsstarrig, widerspenstig'. Du verstockter Heß! [ Gal-Dornf Ugartsbg Kaisersd]. 's Feier esch vestockt, von einem schlecht brennenden Feuer [ LA-Nußd]. — Südhess. II 640; RhWB Rhein. VIII 729; ElsWB Els. II 586; Bad. II 114.
 
 
ver-stohlen:
1. Adj. 'zum Stehlen neigend', ve(r)stohle [KU-Schmittw/O verbr. südl. VPf Heeger Südostpf. 10]. Das is e verstohlener Kerl [Gal-Dornf u. Umg.]. —
2. Adv. 'heimlich, verstohlenerweise'. Ich hab mein Freind verstohle angeguckt [Holler 11]. — Südhess. II 638; RhWB Rhein. VIII 582; ElsWB Els. II 591; Bad. II 114.
 
  
ver-stolpern schw.: sich v. 'sich durch ein unbedachtes Wort verraten'. Er hot sich verstolwert [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB verplaudern 1 b. ElsWB Els. II 593 and. Bed.; DWB DWb. XII/1, 1765.
 
  
ver-stopfen schw.: wie schd., ve(r)stoppe (-dǫbə) [fast allg.], -stopfe [pfälz. Südostecke, vgl. K 1, Linie Appel/Apfel]; vgl. PfWB zustopfen; die Ohre mit Watt v., um nicht hören zu müssen [allg.]. Bei Stockschnupfen is die Nas verstoppt [Rockhs, verbr.]. Der Ofen raucht, weil de Abzuch im Owe is verstoppt [KL-Stelzbg, verbr.]. Die Kuh esch v. 'leidet an Verstopfung' [ BZ-Gossw, allg.]; vgl. PfWB verfangen 1 a α. Dr Vehdokder (hot) gesahd, 's (Fille 'Fohlen') wär verstoppt un hot Krischdiere (Klistier) verrot [NPf (PfId. 169)]. Ich bin v. 'leide an Darmträgheit' [NW-Frankeck, verbr.]. Volksgl. vom Verstopfen eines Geschwürs s. PfWB Dreifaltigkeitssonntag. — Südhess. II 640/41; RhWB Rhein. VIII 747; LothWB Lothr. 154; ElsWB Els. II 608; Bad. II 114/15.
 
  
Ver-stopfung f.: 'das Verstopftsein, Darmträgheit', mehr umgspr., Verstoppung [verbr.], -stopfung [ GH-Max'au BZ-Nd'ottb], -stopping [verbr. NPf NWPf]; vgl. PfWB verstopfen. Die Kuh

[Bd. 2, Sp. 1293]
hot V. [PS-Hetths, verbr.]. Ich han V. [ LU-Opp BZ-Dernb]. Südhess. II 641, Z. 11; Bad. II 114, Z. 72.