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Ver-stand bis Ver-stauchung (Bd. 2, Sp. 1286 bis 1287) | |||
Ver-stand, m. verstande-wu ver-ständig, Adj. ver-ständigen, schw. Ver-ständnis, n. Verstands-kasten, m. Verstands-zahn, m. ver-stänzen, schw. ver-stauben, schw. ver-stäuben, schw. ver-stauchen, schw. Ver-stauchung, f. ver-stauen, schw. ver-stechen, st. Ver-steckelchens, n. Ver-steckelns, n. Ver-stecken(s), n. ver-steckeln, schw. ver-stecken, schw. ver-stehen, st. Versteh-mich, n. Versteht-er-mich, n. Verstehstdu-mich, n. ver-steifen, schw. ver-steigen, st. ver-steigen, schw. ver-steigern, schw. Ver-steiging, f. Ver-steigung, f. Ver-steigerung, f. ver-steinen, schw. ver-steinern, schw. ver-steipern, schw. ver-stellen, schw. Ver-steller, m. f. Ver-stellerin, m. f. Verstell-schraube, f. ver-sterben, st. ver-steuern, schw. ver-sticheln, schw. ver-sticken, schw. ver-stiften, schw. ver-stimmen, schw. ver-stocken, schw. ver-stohlen ver-stolpern, schw. ver-stopfen, schw. Ver-stopfung, f. ver-storben ver-stören, schw. ver-stoßen, st., schw. ver-strabbelt, Adj. ver-strämmen, schw. ver-strampeln, schw. ver-strapazieren, schw. ver-strauben, schw. ver-strauen ver-streben, schw. ver-strecken, schw. ver-streichen, st. ver-streuen, schw. ver-stricken, schw. Ver-strickung, f. ver-stritzeln, schw. ver-strubbeln, schw. ver-strudeln, schw. ver-strummen, schw. ver-strumpfen, schw. ver-strunken, schw. ver-strunzen, schw. ver-struppt, Adj. ver-stübern, schw. ver-stückert, Adj. ver-studieren, schw. ver-stummen, schw. ver-stümpfeln, schw. ver-stumpfen, schw. ver-stupfen, schw. ver-stüpfen, schw. ver-stürzt, Adj. Ver-such, m. ver-suchen, schw. ver-suckelt, Adj. ver-sudeln, schw. ver-sündigen, schw. ver-sunken ver-süßen, schw. ver-tabakeln, schw. ver-tabäkeln, schw. ver-tabaken, schw. ver-talpern, schw. ver-tändeln, schw. ver-tänzeln, schw. ver-tanzen, schw. ver-tappeln, schw. ver-täppeln, schw. ver-tappen, schw. ver-tappert, Adj. ver-täppschen, schw. ver-tätscheln, schw. | [Bd. 2, Sp. 1286] 1. 'geistige Fähigkeit, Denkkraft', Ve(r)stand (-dand, -dḁnd) [fast allg.], Verstann [ ZW-Battw]; vgl. PfWB Grütze. Zs. Pferds-, PfWB Gaulsverstand. Do kännt mer de V. verliere [KL-Enkb, verbr.]. Häng nor de Kopp net glei un häb V.! [Keiler 11]. RA.: Du hoscht e V. wie e Reblaus, von einem Dummen [Krieger 40], V. wie e Hinkel [ KU-Bedb LA-Essing]. Du hascht mehr Glick as V. [ZW-Rieschw, verbr.]. Er hot mehr Geld wie V. [ NW-Kallstdt]. Der hot mehner V. im kleene Finger wie annere Leit im Kopp [ Gal-Ottenhs Dornf]. Er määnt, er hätt de V. mit'm Leffel gesse [Land]. SprW.: Lange Hoor, korzer V. [ZW-Bechhf, verbr.]. Wann der V. kummt, müssen die Hoor Platz mache [Zahn Pläsier 196]. — Er kimmt langsam zu V. 'kommt zur Einsicht, wird vernünftig' [KU-O'alb, verbr.]. Es kommt'm de V. [ ZW-Hornb]; vgl. PfWB verständig. Er kummt aa ball zu V., er werd jetz 40 [ ZW-Battw]. Zeit wär's, daß der emol zu V. käm [ KL-Reichb]. Er werd schun noch zu V. komme [ KL-Matzb]. Der kommt sein Lebdag net zu V. [ HB-Kirrbg]. Er is vum V. kumme 'hat den V. verloren' [FR-Bockh, verbr.]; vgl. PfWB verrükken 2 a. Er is um de V. komm, dass. [ KU-Diedk WD-Niedkch BZ-Dernb]. Er is newer de V. kumm, dass. [ RO-Gundw], is newich'm V. 'neben dem V.' [ KU-Bedb]. Er is net bei V. [KU-Herschw/Petth, verbr.]. Er is net ganz bei V. [RO-Als, verbr.], net recht bei V. [PS-Geisbg, verbr.]. Er hat seine (!) V. verlor [KU-Kollw, verbr.]. Dem is de V. ingeroscht [Pirmas]. Sein V. hot Nout gelitte [ LA-Gommh, RO-Dielkch Rockhs]. Er trinkt mit V. [ NW-Kallstdt]. Er hot sein bissi (bißchen) V. versoff [ KU-Schmittw/O]. Do bleibt em de V. stihn [ KU-Kaulb]. Dem is de V. in die Hosselatz g'falle [ LU-Opp]. — 2. scherzh. 'Kopfbedeckung'. Er hat sein V. vergess [ ZW-Bechhf KU-Bedb KB-Dannfs]. — Südhess. II 634/35; RhWB Rhein. VIII 518/19; LothWB Lothr. 154; ElsWB Els. II 603; Bad. II 112. [Bd. 2, Sp. 1287] irem besten verstentnis [PfWeist. I 87 (FR-Beindh)]. Südhess. II 635; Bad. II 112. 1. 'zu Staub werden', vom Mehl, das beim Mahlen verlorengeht, verstääwe (-dwə) [ RO-Als]. Vier Pund Mehl sin verstääbt [ebd.]. — 2. 'staubig werden', vgl. PfWB einstauben 1 b. In dere Stubb verstaawen die Mewel so arich, weil das Zimmer zur Straße hin liegt [KL-Enkb, verbr.]. Südhess. II 635; RhWB Rhein. VIII 539; Bad. II 112. 1. (sich) ein Glied v. 'durch Stoß oder übergroße Beanspruchung im Gelenk eines Gliedes große Schmerzen oder gar eine Beschädigung hervorrufen', ve(r)stauche, s. PfWB stauchen [verbr.]. Syn.: PfWB auskugeln, PfWB ausrenken, PfWB ausspringen 1, PfWB verbällen 1, PfWB verbällern 1, PfWB verbällsen, PfWB verdrehen 1 b, PfWB vergreifen 2, PfWB verknacksen 1 a, PfWB verrenken 1, PfWB verstrecken, PfWB vertreten 2, PfWB verzerren 1. Ich hun mer de Fuß ('s Bään, de Aarm, die Hand, de Finger) verstaucht [KB-Biedh, verbr.]. (Hin und wieder auch: Er hot de Fuß v. Der Gebrauch mit und ohne Reflexivum ist landschaftlich nicht zu scheiden.) Beim Hewe hat er sich die Hand v. [ KL-Reichb]. E vestauchder Fuß dut aarich weh [ KB-Albish]. — 2. a. den Magen v. 'sich überessen' [PS-Erfw LU-Limbghf NW-Hardbg LA-Impfl BZ-Dernb]; 'sich den Magen verderben' [KU-Schmittw/O LU-Altr Schandein Sprachsch. 69 Pauli Heilm. 5]; vgl. PfWB verderben 1 a. — b. 's Herz verstaucht (?) [Schandein Sprachsch.]. — Südhess. II 635/ 36; RhWB Rhein. VIII 543; LothWB Lothr. 154 verstuchen; ElsWB Els. II 574; Bad. II 112.
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