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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Ver-spruch bis ver-städtern (Bd. 2, Sp. 1284 bis 1285)
 
Ver-spruch, m.
Verspruchs-imbiß, m.?
ver-spunden, schw.
ver-spüren, schw.
Ferst
Verst
ver-staateln, schw.
ver-stäbeln, schw.
ver-stabern, schw.
ver-stacheln, schw.
ver-städtern, schw.
ver-stahlen, schw.
ver-stämpfeln, schw.
ver-stampfen, schw.
Ver-stand, m.
verstande-wu
ver-ständig, Adj.
ver-ständigen, schw.
Ver-ständnis, n.
Verstands-kasten, m.
Verstands-zahn, m.
ver-stänzen, schw.
ver-stauben, schw.
ver-stäuben, schw.
ver-stauchen, schw.
Ver-stauchung, f.
ver-stauen, schw.
ver-stechen, st.
Ver-steckelchens, n.
Ver-steckelns, n.
Ver-stecken(s), n.
ver-steckeln, schw.
ver-stecken, schw.
ver-stehen, st.
Versteh-mich, n.
Versteht-er-mich, n.
Verstehstdu-mich, n.
ver-steifen, schw.
ver-steigen, st.
ver-steigen, schw.
ver-steigern, schw.
Ver-steiging, f.
Ver-steigung, f.
Ver-steigerung, f.
ver-steinen, schw.
ver-steinern, schw.
ver-steipern, schw.
ver-stellen, schw.
Ver-steller, m. f.
Ver-stellerin, m. f.
Verstell-schraube, f.
ver-sterben, st.
ver-steuern, schw.
ver-sticheln, schw.
ver-sticken, schw.
ver-stiften, schw.
ver-stimmen, schw.
ver-stocken, schw.
ver-stohlen
ver-stolpern, schw.
ver-stopfen, schw.
Ver-stopfung, f.
ver-storben
ver-stören, schw.
ver-stoßen, st.,  schw.
ver-strabbelt, Adj.
ver-strämmen, schw.
ver-strampeln, schw.
ver-strapazieren, schw.
ver-strauben, schw.
ver-strauen
ver-streben, schw.
ver-strecken, schw.
ver-streichen, st.
ver-streuen, schw.
ver-stricken, schw.
Ver-strickung, f.
ver-stritzeln, schw.
ver-strubbeln, schw.
ver-strudeln, schw.
ver-strummen, schw.
ver-strumpfen, schw.
ver-strunken, schw.
ver-strunzen, schw.
ver-struppt, Adj.
ver-stübern, schw.
ver-stückert, Adj.
ver-studieren, schw.
ver-stummen, schw.
ver-stümpfeln, schw.
ver-stumpfen, schw.
ver-stupfen, schw.
ver-stüpfen, schw.
ver-stürzt, Adj.
Ver-such, m.
ver-suchen, schw.
ver-suckelt, Adj.
ver-sudeln, schw.
ver-sündigen, schw.
ver-sunken
   Ver-spruch m.: = PfWB Verlobung, Verspruch [(1930) KU-Bedb Altkch HB-Einöd ZW-Battw KB-Albish, Schandein Bav. IV/2, 367]; V. halle [ ZW-Battw]; vgl. PfWB versprechen 2. In der VPf wurden (nach Schandein a. a. O.) beim V. die Hände des jungen Paares ineinandergelegt, wobei der Bräutigam ein Geldstück in die Hand der Braut gleiten ließ. Damit war der Bund besiegelt. Es stellten sich hierauf die Dorfburschen mit einer mit Blumen und Bändern geschmückten Flasche ein, zu der die Braut eine von ihr verzierte Flasche dazustellte. Man trank nun auf die Gesundheit des Brautpaares. Mit einem Handgeld des Bräutigams entfernten sich die Burschen; das Geld wurde gemeinschaftlich vertrunken. Zum Brauchtum vgl. auch PfWB Verlobung. — Das Wort ist heute wohl allg. durch Verlobung ersetzt. — Südhess. II 633; RhWB Rhein. VIII 445; Bad. II 112.
 
 
Verspruchs-imbiß m.?: 'Verlobungsessen', Verspruchsims [Müller Luscht un Lewe 100].

[Bd. 2, Sp. 1285]

 
   ver-spunden schw.: 'mit dem Spund verschließen'; 's Faß vespunde [ FR-Albsh]. Südhess. II 633.
 
  
ver-spüren schw.: wie schd.; dafür gew. einfach spüren. Ich verspeere e menschliches Rihre (!), scherzh. für 'Ich bin hungrig' [ IB-Hass]. Südhess. II 633/34; RhWB Rhein. VIII 470; Bad. II 112.
 
 
Ferst s. PfWB Ferse; Verst s. PfWB Vers.
 
  
ver-staateln schw.: 'für schöne Kleidung verschwenden'. Sie verstaatlen alles [ LU-Friesh]. Syn. s. PfWB vertun 1 b. — Zu PfWB Staat 'Aufwand'. — DWB DWb. XII/1, 1517 verstaaten.
 
  
ver-stäbeln schw.:
1. 'verunreinigen, mit Kot beschmutzen'. Dodrin is alles verstääwelt (-dēwəld) [ KU-Schmittw/O, KU-Obw/Tiefb]. Er hot die Hosse v. [ RO-Hochst]. —
2. 'Unordnung machen', verstääwele [ KU-Obw/Tiefb]. — Zu PfWB Stäbel 'Schmutz, Unordnung'. — RhWB Rhein. VIII 483/84.
 
  
ver-stabern schw.: 'starr werden vor Angst, vor Kälte', ve(r)stawwere [verbr. südl VPf Don-Tscherwk]; meist im Part. Perf., und in dieser Form weit verbr. Syn. s. PfWB vergälstern. Er is ganz verstawwert 'verblüfft, verstört, fassungslos' [KU-Trahw, verbr., auch Don Gal Buch]. Er guckt ganz v. [ FR-Bockh]. Er macht e v. Gesicht [KU-Schmittw/O, verbr.]. Mein Karlche awwer is e Oos un werd net gleich v. [Weber 34]. Wie ich awwer mol ufgetrumpt hun un ortlich geschännt hun, do war se dann ganz v. [ Gal-Josbg]. Ich war (vor Kälte) ganz. v. [BZ-Albw, verbr.]. Das Kend esch ganz. v. im Houf g'sesse [ GH-Zeisk]. — Subst.: e Verstawwerder 'ein Ängstlicher' [ KU-Schmittw/O Kaislt]. — Intensiv zu verstaben, DWB DWb. XII/1, 1517/18. — Südhess. II 634; RhWB Rhein. VIII 484; Saarbr. 220; LothWB Lothr. 154; ElsWB Els. II 567; Bad. II 112.
 
  
ver-stacheln schw.: 'mit Stacheln zerstechen', ve(r)stachele [verbr.]; vgl. PfWB verstechen 1. Die Dischdele hun mich verstachelt, auch: Ich hun mich an de Dischdele v. [ Gal-Dornf]. Mein Hänn sin ganz v. vun de Dorne [ BZ-Dernb]. Südhess. II 634.
 
 
ver-städtern schw.: wie schd., umgspr., ve(r)städtere [verbr.]; Gegensatz: verbauern. Südhess. II 634.