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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ver-sprenzeln bis ver-stäbeln (Bd. 2, Sp. 1283 bis 1285)
 
ver-sprenzeln, schw.
ver-springen, st.
ver-spritzen, schw.
Ver-spruch, m.
Verspruchs-imbiß, m.?
ver-spunden, schw.
ver-spüren, schw.
Ferst
Verst
ver-staateln, schw.
ver-stäbeln, schw.
ver-stabern, schw.
ver-stacheln, schw.
ver-städtern, schw.
ver-stahlen, schw.
ver-stämpfeln, schw.
ver-stampfen, schw.
Ver-stand, m.
verstande-wu
ver-ständig, Adj.
ver-ständigen, schw.
Ver-ständnis, n.
Verstands-kasten, m.
Verstands-zahn, m.
ver-stänzen, schw.
ver-stauben, schw.
ver-stäuben, schw.
ver-stauchen, schw.
Ver-stauchung, f.
ver-stauen, schw.
ver-stechen, st.
Ver-steckelchens, n.
Ver-steckelns, n.
Ver-stecken(s), n.
ver-steckeln, schw.
ver-stecken, schw.
ver-stehen, st.
Versteh-mich, n.
Versteht-er-mich, n.
Verstehstdu-mich, n.
ver-steifen, schw.
ver-steigen, st.
ver-steigen, schw.
ver-steigern, schw.
Ver-steiging, f.
Ver-steigung, f.
Ver-steigerung, f.
ver-steinen, schw.
ver-steinern, schw.
ver-steipern, schw.
ver-stellen, schw.
Ver-steller, m. f.
Ver-stellerin, m. f.
Verstell-schraube, f.
ver-sterben, st.
ver-steuern, schw.
ver-sticheln, schw.
ver-sticken, schw.
ver-stiften, schw.
ver-stimmen, schw.
ver-stocken, schw.
ver-stohlen
ver-stolpern, schw.
ver-stopfen, schw.
Ver-stopfung, f.
ver-storben
ver-stören, schw.
ver-stoßen, st.,  schw.
ver-strabbelt, Adj.
ver-strämmen, schw.
ver-strampeln, schw.
ver-strapazieren, schw.
ver-strauben, schw.
ver-strauen
ver-streben, schw.
ver-strecken, schw.
ver-streichen, st.
ver-streuen, schw.
ver-stricken, schw.
Ver-strickung, f.
ver-stritzeln, schw.
ver-strubbeln, schw.
ver-strudeln, schw.
ver-strummen, schw.
ver-strumpfen, schw.
ver-strunken, schw.
ver-strunzen, schw.
ver-struppt, Adj.
ver-stübern, schw.
ver-stückert, Adj.
ver-studieren, schw.
ver-stummen, schw.
ver-stümpfeln, schw.
ver-stumpfen, schw.
ver-stupfen, schw.
ver-stüpfen, schw.
ver-stürzt, Adj.
Ver-such, m.
ver-suchen, schw.
ver-suckelt, Adj.
  ver-sprenzeln schw.: = PfWB versprengen 2, vesprenzle [ Don-Schowe Torscha ]. — Zu PfWB sprenzeln.
 
  
ver-springen st.:
1. 'zerspringen, bersten', ve(r)springe [fast allg.], -sprenge [ HB-Kirrbg].

[Bd. 2, Sp. 1284]
Syn.: PfWB aufbarsten, PfWB aufbrechen 2 a, PfWB aufplatzen, PfWB aufspringen 4 b, PfWB auseinanderfahren 2, PfWB barsten, PfWB bersten, PfWB platzen 1, PfWB verba(r)sten, PfWB verfahren 2 b α, PfWB verknallen 1 a, PfWB verkrachen 1 a, PfWB verplatzen1, PfWB verpatschen 1, PfWB verplatschen, PfWB springen, PfWB zerspringen. Die Glock is versprung [ KU-Schmittw/O]. Die Worscht es (beim Kochen oder Braten) v. [ RO-Dielkch KB-Kriegsf]. Die Kuh is v., infolge der Blähungen [ PS-Fehrb]; vgl. PfWB auflaufen 1 a. Ich bin (vom Essen) dick zum Verspringe [ KU-Ulm Schmittw/O]. Wann de nar verspringe dätscht! [KU-Adb, verbr.]. Er vespringt vor Zorn [ KL-Siegb Matzb KU-Adb HB-Kirrbg LU-Alsh]. Do kennt äm vor Lache 's Zwerchfell verspringe [ KL-Reichb]. Ich maan grad, de Kopp mißt mer v., vor Schmerzen, auch bei Sorgen, Verdruß, Ärger, Lärm [RO-Semb, verbr.]. Baß uf, daß der de Kopp net vespringt, spöttisch, wenn einer über etwas allzulange und angestrengt nachdenkt [ LU-Neuhf]. RA.: Un wann de Beddelsack an de Wand verspringt! 'Trotz aller Hindernisse!' [Kühn Palz 137]. Scherzh. Antwort auf die Frage: Wu is er?Versprung un de Sticker noogelaaf [ Don-Gottlob]. VR. s. PfWB Brezel (I 1213, Z. 45 ff.). —
2. 'durch vieles Springen aufbrauchen, los werden', vgl. PfWB anwerden 1. Er hot sein Mittagesse versprung [RO-Sippf BZ-Dernb]. — Südhess. II 633; RhWB Rhein. VIII 433; LothWB Lothr. 154; ElsWB Els. II 559; Bad. II 112.
 
  
ver-spritzen schw.:
1. 'in Tropfen versprengen'; Wasser ve(r)spritze [allg.]; die Brih v. [ RO-Als]. —
2. 'mit einer Flüssigkeit bespritzen, mit Kotspritzern schmutzig machen' [verbr.]. Syn. s. PfWB verschmieren 1 a. Er hat sein Kläärer vespritzt [ KU-Kollw]. Du bischt verspritzt bes uf de Buckel [KU-Obw/Tiefb, verbr.]. — Südhess. II 633; RhWB Rhein. VIII 440; LothWB Lothr. 154; ElsWB Els. II 563.
 
  
Ver-spruch m.: = PfWB Verlobung, Verspruch [(1930) KU-Bedb Altkch HB-Einöd ZW-Battw KB-Albish, Schandein Bav. IV/2, 367]; V. halle [ ZW-Battw]; vgl. PfWB versprechen 2. In der VPf wurden (nach Schandein a. a. O.) beim V. die Hände des jungen Paares ineinandergelegt, wobei der Bräutigam ein Geldstück in die Hand der Braut gleiten ließ. Damit war der Bund besiegelt. Es stellten sich hierauf die Dorfburschen mit einer mit Blumen und Bändern geschmückten Flasche ein, zu der die Braut eine von ihr verzierte Flasche dazustellte. Man trank nun auf die Gesundheit des Brautpaares. Mit einem Handgeld des Bräutigams entfernten sich die Burschen; das Geld wurde gemeinschaftlich vertrunken. Zum Brauchtum vgl. auch PfWB Verlobung. — Das Wort ist heute wohl allg. durch Verlobung ersetzt. — Südhess. II 633; RhWB Rhein. VIII 445; Bad. II 112.
 
 
Verspruchs-imbiß m.?: 'Verlobungsessen', Verspruchsims [Müller Luscht un Lewe 100].

[Bd. 2, Sp. 1285]

 
   ver-spunden schw.: 'mit dem Spund verschließen'; 's Faß vespunde [ FR-Albsh]. Südhess. II 633.
 
  
ver-spüren schw.: wie schd.; dafür gew. einfach spüren. Ich verspeere e menschliches Rihre (!), scherzh. für 'Ich bin hungrig' [ IB-Hass]. Südhess. II 633/34; RhWB Rhein. VIII 470; Bad. II 112.
 
 
Ferst s. PfWB Ferse; Verst s. PfWB Vers.
 
  
ver-staateln schw.: 'für schöne Kleidung verschwenden'. Sie verstaatlen alles [ LU-Friesh]. Syn. s. PfWB vertun 1 b. — Zu PfWB Staat 'Aufwand'. — DWB DWb. XII/1, 1517 verstaaten.
 
  
ver-stäbeln schw.:
1. 'verunreinigen, mit Kot beschmutzen'. Dodrin is alles verstääwelt (-dēwəld) [ KU-Schmittw/O, KU-Obw/Tiefb]. Er hot die Hosse v. [ RO-Hochst]. —
2. 'Unordnung machen', verstääwele [ KU-Obw/Tiefb]. — Zu PfWB Stäbel 'Schmutz, Unordnung'. — RhWB Rhein. VIII 483/84.