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ver-sinniert bis ver-späten (Bd. 2, Sp. 1279 bis 1280) | |||
ver-sinniert, Adj. ver-sitzen, st. ver-soffen ver-sohlen, schw. ver-sorgen, schw. Ver-sorgnis, f. ver-spachteln, schw. ver-spalten, schw. ver-spänen, schw. ver-spannen, schw. ver-späten, schw. Ver-spätung, f. ver-spauzen, schw. ver-speisen, schw. ver-spekulieren, schw. ver-spendieren, schw. ver-sperren, schw. ver-spielen, schw. ver-spinnen, st., schw. ver-splittern, schw. ver-sporen, schw. ver-spötteln, schw. ver-spotten, schw. ver-sprachen, schw. ver-spratteln, schw. ver-sprechen, st. Ver-sprechen, n. Ver-sprechens, n. ver-spreien, schw. ver-spreiten, schw. ver-sprengen, schw. ver-sprenzeln, schw. ver-springen, st. ver-spritzen, schw. Ver-spruch, m. Verspruchs-imbiß, m.? ver-spunden, schw. ver-spüren, schw. Ferst Verst ver-staateln, schw. ver-stäbeln, schw. ver-stabern, schw. ver-stacheln, schw. ver-städtern, schw. ver-stahlen, schw. ver-stämpfeln, schw. ver-stampfen, schw. Ver-stand, m. verstande-wu ver-ständig, Adj. ver-ständigen, schw. Ver-ständnis, n. Verstands-kasten, m. Verstands-zahn, m. ver-stänzen, schw. ver-stauben, schw. ver-stäuben, schw. ver-stauchen, schw. Ver-stauchung, f. ver-stauen, schw. ver-stechen, st. Ver-steckelchens, n. Ver-steckelns, n. Ver-stecken(s), n. ver-steckeln, schw. ver-stecken, schw. ver-stehen, st. Versteh-mich, n. Versteht-er-mich, n. Verstehstdu-mich, n. ver-steifen, schw. ver-steigen, st. ver-steigen, schw. ver-steigern, schw. Ver-steiging, f. Ver-steigung, f. Ver-steigerung, f. ver-steinen, schw. ver-steinern, schw. ver-steipern, schw. ver-stellen, schw. Ver-steller, m. f. Ver-stellerin, m. f. Verstell-schraube, f. ver-sterben, st. ver-steuern, schw. ver-sticheln, schw. ver-sticken, schw. ver-stiften, schw. ver-stimmen, schw. ver-stocken, schw. ver-stohlen ver-stolpern, schw. ver-stopfen, schw. Ver-stopfung, f. ver-storben ver-stören, schw. ver-stoßen, st., schw. ver-strabbelt, Adj. | 1. 'durchsitzen'; de Anzug versitze [RO-Sippf, verbr.]. De Anzug is ganz versesse [ BZ-Albw SP-Berghs NW-Deidh]. Die Klaarer sein ganz versotz [KB-Dannfs, verbr.]. — 2. Das Geblüt ist versessen 'Das Blut enthält zuviel Kohlensäure' [Pauli Heihm. 26]; vgl. PfWB verbrennen I 4. — 3. adj. Part. Perf. a. versessen auf etwas, wie schd., vgl. PfWB verpichen 2. Er esch arg drof versesse [ GH-Zeisk]. — b. verliebt', versess [ KL-Fischb]. — Südhess. II 628/29; RhWB Rhein. VIII 175; ElsWB Els. II 376; Bad. II 110. 1. a. einen v. α. = PfWB verhauen 1, ve(r)sohle, -souhle, s. PfWB Sohle [allg., auch Don Gal Buch]; eene arich v. [Zweibr, verbr.], dichdich v. [KB-Kerzh, verbr.]; de Schisser v. [ KB-Zell]. Mir han ene versohlt [ IB-Nd'würzb]. Ich versohl der de Aarsch ('s Aarschloch, 's Loch, de Hinnere, 's Hinnerquardier, de Dooches) [verbr.], de Buckel [ WD-Niedkch KB-Rams], 's Werk [ KL-Lind], de Kopp [ ZW-Gr'bundb PS-Burgalb], de Wersching [ KL-Wörsb], 's Fell [ ZW-Mittb NW-Weish/S], die Hosse [ KL-Mackb KB-Kerzh], 's Ledder [verbr.], 's Hosseledder [ LA-Edk], 's Hinnerledder [ KU-Kaulb KB-Kerzh]. Der Faulenzer krieht de Aarsch versohlt [RO-Sippf]. Nix als wie dewedder; dem Pack versohle mer es Ledder! [Münch Weltgesch. 53]. — β. 'übel zurichten'. Den hawwe die Schnooke schän versohlt 'zerstochen' [ LU-Opp]. — γ. 'betrügen' [verbr. WPf]; vgl. PfWB verarschen, PfWB verhoren 2 a, PfWB verkürzen, PfWB verschwindeln, PfWB verwischen 1 e; weitere Syn. s. PfWB betrügen. — b. etwas v. 'verderben'; die Kläärer v. [ KU-Dietschw KL-Lind]; vgl. PfWB verschlampen 1. Die Supp is versohlt 'zu stark gewürzt' [ IB-Bliesmg/Bolch]. — 2. sich v. a. 'sich schmutzig machen' [ PS-O'simt]. Syn. s. PfWB verschmieren 1 a. — b. 'sich betrinken'. Er hat sich versohlt [KL-Mölschb Kindsb PS-O'simt H'einöd LA-Venn Hebel 25]. Ja, neuer Bitzler hot die Kränk, do kammer sich versohle [Woll 22]. — Südhess. II 629; RhWB Rhein. VIII 188; LothWB Lothr. 153; ElsWB Els. II 351/52; Bad. II 110. [Bd. 2, Sp. 1280] 1. a. einen v. α. '(Menschen oder Tiere) mit dem Lebensnotwendigen versehen', ve(r)sorje, -sorche, -sorge, s. PfWB sorgen [verbr.]. Dann schmeißt er Fuder in der Drog, versarrigt all sei Vieh [Birmelin Penns Poems 103]. — β. die Dochder v. 'verheiraten'. Zwoo vun seine Määd sein schun versorcht [ KU-Kaulb]. Er hot hawwe welle, as sei Dochter gut versorrigt werre soll [Reichard Penns 87]. Syn. s. PfWB verheiraten 1. — b. etwas v. α. 'verwahren' [ KU-Kaulb]. a. 1444: das das sloß Veldentz tag und nacht versorgt (wird) [ZweibrLuRb., Bl. 123]. a. 1581: Es soll ein jeder gemeinsman sein feuwerstatt, backofen, schwornsten vnd licht versorgen [PfWeist. I 46 (KU-A'glan)]. — β. 'verwalten'. De Borjemäschder wuhnt in Fischbach un versorgt vun dort alle zwää Gemääne [ PS-Lu'wink]. — 2. sich v. 'sich verheiraten', bes. vom weiblichen Teil, vgl. oben 1 a β. Sie dut sich v. [verbr.]. Jetz wär's for dich aach ball Zeit, daß dich versorge dääschd [Kunnrädel 112]. — Südhess. II 629/30; RhWB Rhein. VIII 232; ElsWB Els. II 374; Bad. II 110/11. 1. 'Unebenheiten in Wänden mit Mörtel oder Kitt ausfüllen und mit dem Spachtel glätten'; die Wand (vor dem Tapezieren) verspachdele [KL-Enkb, verbr.]. — 2. übertr. 'verzehren, aufessen', übertreibend 'fressen'. Jetzert könnt ich 'ne (den Kater) verspachtle, ihn verduwakle, verdachtle! [Kölsch 24]; vgl. PfWB verschlingen.
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