| Pfälzisches Wörterbuch | ![]() | ||
ver-scheiden bis ver-scheuern (Bd. 2, Sp. 1256 bis 1258) | |||
ver-scheiden, st. Ver-scheidung, f. ver-scheinen, schw., st. ver-scheißen, st. ver-schellern, schw. ver-schelten, st. ver-schenneln ver-scheppseln, schw. ver-scheuchen, schw. ver-scheuen, schw. ver-scheuern, schw. ver-schauern, schw. ver-schicken, schw. ver-schieben, st. ver-schuben, st. ver-schieden ver-schieden, Adj. Ver-schiedung ver-schienen, schw. ver-schießen, st. ver-schimpfen, schw. ver-schimpfieren, schw. ver-schindeln, schw. ver-schinden, st. Ver-schiß, m. ver-schissen ver-schlabbern, schw. ver-schläbbern, schw. ver-schlafen, st. ver-schlafenig, Adj. Ver-schlag, m. ver-schlagen, st. ver-schlammen, schw. ver-schlampeln, schw. ver-schlampen, schw. ver-schlämperig, Adj. ver-schlappen, schw. ver-schlappern, schw. ver-schläppern, schw. ver-schlechtern, schw. ver-schlecken, schw. ver-schleckt, Adj. ver-schlehen, schw. ver-schleichen, st. ver-schleiern, schw. ver-schleifen, st. ver-schleifen, schw. ver-schleimen, schw. ver-schleißen, st. ver-schlenken, schw. ver-schlenkern, schw. ver-schleppen, schw. ver-schleudern, schw. ver-schlaudern, schw. ver-schliefern, schw. ver-schlingen, st. ver-schlossen, Adj. ver-schloßen, schw. ver-schlucken, schw. ver-schlücken, schw. ver-schlunzen, schw. ver-schlupfen, schw. ver-schlurpsen, schw. Ver-schluß, m. ver-schluttern, schw. ver-schmachten, schw. ver-schmacken, schw. ver-schmeißen, st. ver-schmelzen, st. ver-schmerzen, schw. ver-schmetzeln, schw. ver-schmieden, schw. ver-schmieren, schw. Ver-schmierer, m. ver-schmitzt, Adj. ver-schmusen, schw. ver-schmützeln, schw. ver-schmutzen, schw. ver-schnabeln, schw. ver-schnäckelt ver-schnaffeln, schw. ver-schnäkelt ver-schnappen, schw. ver-schnäpseln, schw. ver-schnattert, Adj. ver-schnaufen, schw. ver-schnäukelt, Adj. ver-schnäuken, schw. ver-schnaust, Adj. ver-schneen, schw. ver-schneigen, schw. ver-schneiden, st. Ver-schneider, m. Ver-schnitter, m. ver-schneien ver-schneigen ver-schnippeln, schw. ver-schnipseln, schw. ver-schnipsen, schw. Ver-schnitter | 1. 'durch Einwirkung des Sonnenlichtes verblassen'. Den Vorhang hot die Sunn ganz verscheint [KU-Kaulb KL-Hirschhn, Schandein Ged. 251]. Syn. s. PfWB verschießen 5. — 2. adj. Part. Perf. a. 'vergangen'. a. 1596: Im verschienen 94 Jahr acht Jahrlang Verliehenn [WerschwSchR, Bl. 23]. — b. 'bisherig' (?). o. D.: bey verlesung derselben güter (soll) ein iglicher hübner sein zinß vndt verschienene gülten ... außrichten vndt bezahlen [PfWeist. I 66 (FR-Assh)]. [Bd. 2, Sp. 1257] — Rhein. VII 1013 and. Bed.; ElsWB Els. II 417; Bad. II 100. 1. 'durch Exkremente verunreinigen', ve(r)scheiße [allg.]; vgl. PfWB verkacken. 's Kind hot alles verschisse [LA-Gommh, verbr.]. Hinnich'm Zaun es alles verschess [ KU-Kaulb Kreimb]. RA.: Er hot de lange Gang mitsamt der Steech verschisse, vom Durchfall [ BZ-Albw]. Den hawwe die Fleh (auch: die Micke) verschess, scherzh. von einem Sommersprossigen [ ZW-L'wied, LA-Maik]. Den han die Hinkel veschess, von einem Dummen, der sich hinter's Licht führen ließ [ PS-Geisbg]. Du g'heerscht veschisse wie en Gänsstall [ LU-Friesh]. SprW.: 's Lewe is wie e Hinkelslääder, verschisse vun owwe bis unnehin [Frankth]. VR. s. PfWB Paris 1, PfWB Bett 1 a (I 751 Z. 43 ff.), Schnuckelchen. — 2. adj. Part. Perf. 'oft und viel scheißend'. Des is emol e verschissenes Kind! [ KL-Enkb]. Das is e Verschissener [ Gal-Dornf]. Du verschisseni Gans!, Schimpfw. [ SP-Mechth]. — Südhess. II 604; RhWB Rhein. VII 1021; LothWB Lothr. 151; ElsWB Els. II 436; Bad. II 100/01. 1. 'verjagen, wegjagen', verschääche [ KL-Schneckhs LA-Venn BZ-Dernb GH-Erlb], -scheeche [Lambert Penns 166 Don-Schowe Gal-Dornf]. Syn. s. PfWB fortjagen. Der Butzemann is gar ke Mann, er's net emol en Butze; verscheecht die Veggel, wann er kann [PennsDeitschEck 23. 1. 1937]. — 2. 'Angst einjagen, scheu machen', -schääche [ KU-Dietschw NW-Gimmdg], -schääke [ FR-Carlsbg]. Syn. s. PfWB vergälstern. Meist gebraucht im Part. Perf.: ve(r)schäächt [verbr.], -schaacht (-χd) [ KU-Kaulb Gal-Obl], -schääkt [ NW-Kallstdt], -schäicht [ KU-Schmittw/O], -schaaikt [Donnersberggegend (Nachlaß Heeger)], -schaicht [ Don-Gert]. Des arm Kind sieht noch ganz v. aus [ LA-Venn]. Er laaft do erum wie e v. Hinkel [ZW-Krähbg, verbr.]. Er reißt aus wie e veschäächdi Katz [ KL-Hütschhs]. Wie se mich sieht, macht se ganz v. en Satz wie en Geesbock [Zahn Pläsier 124]. — In den Formen schääkt und -schaaikt ist der Reibelaut -x- zum Verschlußlaut -g- gewandelt; vgl. gewäägt 'geweicht, eingeweicht' (s. [Bd. 2, Sp. 1258] PfWB weichen) oder (er) raagt 'raucht' (s. PfWB rauchen). Die Inf.-Form -schääke hat den Verschlußlaut durch Systemzwang. — Südhess. II 604; RhWB Rhein. VII 1074; LothWB Lothr. 151; ElsWB Els. II 390; Bad. II 101.
| ||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||