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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ver-rutschen bis ver-samen (Bd. 2, Sp. 1250 bis 1251)
 
ver-rutschen, schw.
ver-rütschen, schw.
ver-rutzeln, schw.
Vers, m.
ver-säbeln, schw.
ver-säckeln, schw.
ver-sacken, schw.
ver-säen, schw.
ver-sagen, schw.
ver-sägen, schw.
ver-salzen, schw.,  st.
ver-samen, schw.
ver-sämen, schw.
ver-sammeln, schw.
Ver-sammlung, f.
Ver-sammling, f.
ver-sauen, schw.
ver-sauern, schw.
ver-säuern, schw.
ver-saufen, st.
ver-saufen, schw.
ver-säufen, schw.
ver-säumen, schw.
ver-saumen, schw.
ver-schaben, schw.
ver-schabenzeln, schw.
ver-schabetschen, schw.
ver-schachern, schw.
ver-schaffen, schw.
ver-schalen, schw.
ver-schamerieren, schw.
ver-schamerisieren, schw.
ver-schamesieren, schw.
ver-schämt, Adj.
ver-schänden, schw.
ver-schandlappen, schw.
ver-schanzerieren, schw.
ver-schärfen
ver-scharmetzeln, schw.
ver-scharren, schw.
ver-schärren, schw.
ver-schaskenen, schw.
ver-schätzen, schw.
ver-schauern
Ver-scheid, (m.?)
ver-scheiden, st.
Ver-scheidung, f.
ver-scheinen, schw.,  st.
ver-scheißen, st.
ver-schellern, schw.
ver-schelten, st.
ver-schenneln
ver-scheppseln, schw.
ver-scheuchen, schw.
ver-scheuen, schw.
ver-scheuern, schw.
ver-schauern, schw.
ver-schicken, schw.
ver-schieben, st.
ver-schuben, st.
ver-schieden
ver-schieden, Adj.
Ver-schiedung
ver-schienen, schw.
ver-schießen, st.
ver-schimpfen, schw.
ver-schimpfieren, schw.
ver-schindeln, schw.
ver-schinden, st.
Ver-schiß, m.
ver-schissen
ver-schlabbern, schw.
ver-schläbbern, schw.
ver-schlafen, st.
ver-schlafenig, Adj.
Ver-schlag, m.
ver-schlagen, st.
ver-schlammen, schw.
ver-schlampeln, schw.
ver-schlampen, schw.
ver-schlämperig, Adj.
ver-schlappen, schw.
ver-schlappern, schw.
ver-schläppern, schw.
ver-schlechtern, schw.
ver-schlecken, schw.
ver-schleckt, Adj.
ver-schlehen, schw.
ver-schleichen, st.
ver-schleiern, schw.
ver-schleifen, st.
ver-schleifen, schw.
ver-schleimen, schw.
ver-schleißen, st.
ver-schlenken, schw.
ver-schlenkern, schw.
ver-schleppen, schw.
ver-schleudern, schw.
ver-schlaudern, schw.
ver-schliefern, schw.
   ver-rutschen, -rütschenschw.:
1. 'vom Platz rücken'; de Disch verutsche [ LU-Altr]; vgl. PfWB verrücken 1. —
2.
a. 'durch Rutschen abnutzen', von Kleidungsstücken, verutsche [ KB-Eisbg LU-Altr], -ritsche [verbr.]. Er hot uf der Schulbank manches Paar Hose veritscht [ RO-Obd]. Die Ärmel sin v. 'glänzen' [ KB-Kriegsf]. —
b. 'durch Rutschen in Unordnung bringen', vom Bett [ LU-Alsh/Gr]; vgl. PfWB verrolzen. — Südhess. II 596; RhWB Rhein. VII 648; Bad. II 98.
 
  
ver-rutzeln schw.: 'zu stark braten', verutzle [ BZ-Dierb]; vgl. PfWB verbrutzeln. Vgl. ElsWB Els. II 313 rozen.
 
  
Vers m.: 'Strophe', Väärscht, selten Väärsch (fǟrd, fǟr) [WPf NPf nördl. u. südl. VPf verbr. Don Gal Buch Beam Penns 30], Vaarscht, seltener Vaarsch [mittl. VPf (Bertram § 229)], Väärs [ KU-Rothsbg]; de eerscht V. vum Lied [allg.]; zwaa Verscht aus'me Gedicht [Kühn Schnitze II 118]. Zs. Gesangbuch-, Liedvers. — Zum sekundären -t im Auslaut vgl. z. B. annerscht 'anders', Burscht, Borscht 'Bursche'. — Südhess. II 596/97; RhWB Rhein. IX 99/100; ElsWB Els. I 143; Bad. II 98.
 
  
ver-säbeln schw.:
1. 'mit stumpfem Messer an etwas herumschneiden', versäwele (-sēwələ) [Kus u. Umg. ZW-Gr'bundb Pirmas verbr. Südteil der südl. VPf]. Syn. s. PfWB vergrutzen 1. Wer hot

[Bd. 2, Sp. 1251]
dann 's Brot so versäwelt? [ BZ-Schweig Gal-Obl]; e versäwelder Kopp 'mit Schnittwunden oder -narben bedeckter Kopf' [Kus]; auch von zerschlagenem Obst [PfId. 148]. —
2. = PfWB verhauen 1 [ LA-Mörzh]. — Zu PfWB Säbel. — Südhess. II 597; RhWB Rhein. VII 663; LothWB Lothr. 150; ElsWB Els. II 317; Bad. II 98.
 
  
ver-säckeln schw.: einen v. 'einem beim Spiel alle Mittel, z. B. beim Klickerspiel alle Klicker, abgewinnen', ve(r)säckele [verbr. südl. VPf]. Mir han'n versäckelt [ LA-Herxhwey], -seckelt [ GH-Kuhdt]. Syn. s. PfWB abgewinnen 1. — Zu PfWB Säckel 'Tasche'. — Südhess. II 597; Rhein. VII 681; LothWB Lothr. 153; ElsWB Els. II 346.
 
  
ver-sacken schw.:
1. 'verkommen, moralisch und körperlich', ve(r)sacke [RO-Sippf LU-Opp]. Syn. s. PfWB verlotteln 1. —
2. 'träge werden, verdummen' [ FR-Bockh]; e versackder Kerl [ebd.]; vgl. PfWB versauern 2 b α. — Südhess. II 597; RhWB Rhein. VII 682.
 
 
ver-säen schw.: 'nicht richtig (zu dicht oder zu schütter) säen', ve(r)säe (-sǟə, -sēə), s. PfWB säen [verbr.]. Südhess. II 597; RhWB Rhein. VII 685; ElsWB Els. II 341 u. Bad. II 98 and. Bed.
 
  
ver-sagen schw.: einem etwas v., wie schd., vesaan [ KU-Schmittw/O]. VR. s. PfWB Tanz 2 b. — Sich etwas v., wie schd. Der vesaat sich nix, der läßt sein Maul keen Stiefkind sen, von einem, der gern gut ißt und trinkt [ KU-Bedb]. — Südhess. II 597; RhWB Rhein. VII 702; ElsWB Els. II 334; Bad. II 98.
 
 
ver-sägen schw.: 'zersägen', ve(r)säe, -säche, s. PfWB sägen [verbr.]. Südhess. II 597; ElsWB Els. II 336; Bad. II 98.
 
  
ver-salzen schw., st.:
1.
a. etwas v., z. B. eine Speise, wie schd., ve(r)salze [allg.]. Die Supp is versalze [ KL-Fischb], versalzt [ KL-Stelzbg]; e versalze Esse [verbr.], e versalzenes E. [ BZ-Dierb], e versalzt E. [verbr.]. —
b. übertr. Das is awwer versalze, von einer teuren Ware [ RO-Dörnb FR-Mörsch]. —
2.
a. einem etwas v. 'verderben', vgl. PfWB versauern 1. Ich han's 'm versalz [ KU-Diedk RO-Obd NW-Deidh]. Ich will der die Supp versalse! [RO-Dielkch, Beam Penns 33]. Dene Spaß han ich'm versalzt [ KU-Kaulb]. —
b. = PfWB verhauen 1. Er hat än vesalzt kriet 'hat einen ordentlichen Hieb bekommen' [ IB-Ballw, KU-Hüffl BZ-Dierb]; vgl. PfWB einsalzen 2 b. —
3. sich v. 'sich betrinken' [verbr. Don]. — Südhess. II 597/98; RhWB Rhein. VII 720; ElsWB Els. II 356; Bad. II 98.
 
  
ver-samen, -sämenschw.: sich v. 'seinen Samen ausstreuen'. Die Baam versaame sich [ KU-Kaulb]. Das Zeich versäämt sich gar aarich 'Diese Pflanzengattung vermehrt sich gar stark' [ebd.]. ElsWB Els. II 356; Bad. II 98.