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Pfälzisches Wörterbuch 
 
dar-um bis darum-sein (Bd. 2, Sp. 125 bis 126)
 
dar-um
darum-binden, st.
darum-bringen, st.
darum-eben, Konj.
darum-hängen, schw.
darum-herum, Adv.
Darumherum-lauf, m.
darum-kommen, st.
darum-legen, schw.
darum-machen, schw.
darum-sein
darum-wickeln, schw.
dar-unten
dar-unter, Adv.
darunter-fahren, st.
darunter-hinein, Adv.
darunter-kommen, st.
darunter-krabbeln, schw.
darunter-kriechen, st.
darunter-legen, schw.
darunter-machen, schw.,  st.
darunter-mischen, schw.
darunter-mutscheln, schw.
darunter-schlupfen, schw.
darunter-setzen, schw.
dar-von
dar-vor
dar-wider
dar-zählen, schw.
dar-zu
dar-zwischen
das
Tasche, f.
Täsche, f.
Täschel-kraut, n.
täscheln
taschen, schw.
täschen, schw.
Taschen-dieb, m.
Taschen-futter
Taschen-geld
Taschen-lampe
Taschen-mann, m.
Taschen-messer, n.
Täschen-rudlerin, f.
Taschen-tuch, n.
Taschen-uhr, f.
Taschen-wadel, m.
Tascher, m.
dasda-mal, Adv.
da-sein
da-selbend, Adv.
da-selb(e)s, Adv.
Däsem
dasig, Adj.
da-sitzen, st.
das-jahr, Adv.
das-jährig, Adj.
das-mal, Adv.
daß, Konj.
Tasse, f.
das-selbe
Tassen-brett, n.
Tassen-köpfchen, n.
Tassen-köpflein, n.
Tasso, m.
da-stehen, st.
tasten, schw.
tastern, schw.
Tat, f.
Tatar, m.
Tat-bestand, m.
Tatcherer, m.
tatcherig, Adj.
tatchern, schw.
Date, f.
Date
Däte1
Däte, m.
täteln, schw.
Täter, m.
täterätä
dätersch, Adv.
Dates-lebtag
tätigen
Tätigungs-brief
Tat-sache, f.
datsch, Interj.
Tatsch, m.
Tatsche, f.
Tätscheler, m.
tätscheln, schw.
tatschen, schw.
tätschen, schw.
Tatschens
Tatscher, m.
tätschern, schw.
Tatsch-hand, f.
tatschicht, Adj.
tatschig, Adj.
   dar-um:
1. Adv.
a. örtlich.
α. in PfWB daherum u. den Zs. PfWB darumbinden, -hängen, -legen, -machen, -wickeln. —
β. verstärkt in PfWB darumherum. —
γ. in der Verb. drum und dran, vgl. PfWB daran. Er verkaaft 's Haus mit allem, was drum un dran is, auch subst.: mit allem Drum un Dran [Zweibr, verbr.]. Was do noch alles drum un dron hängt [ LU-Muttstdt]. Un dann, mit allem Drum un Draa, is die Sach veriwwer [Birmelin Penns Gezw. 55]. —
b. zielend. 's is schad drum (auch: defor) [ KU-Kaulb, allg.]. Er reißt sich net drum 'bemüht sich nicht weiter um etwas' [NPf, verbr., auch Gal]. Mer muß drum enkomme 'etwas beantragen' [ WD-Niedkch]. 's esch mer net drum 'Ich habe keine Lust dazu, bin nicht aufgelegt dazu, bin unwohl' [BZ-Dernb, verbr.]. Ich dät was drum gewwe, wann ich wißt, was der im Sinn hot [ Gal-Dornf]. Lach juscht, geht's der noch so krumm! Lach, noh gebschde gar nix drum! [Birmelin Penns Gezw. 141]. Vgl. auch die Zs. PfWB darumbringen, PfWB -kommen, -sein. —
2. Konj. 'deshalb, deswegen'. Er hot net ufgebaßt in der Schul, drum hot er nohsitze misse [ RO-Dielkch, allg.]. Es reent heit, drum is's bescht, mer bleiwen deheem [ Gal-Dornf]. Bei emotioneller Betonung wird der Vokal im ersten Wortteil gedehnt gesprochen: Warum haschde dich heit morje net gewäsch, Fritz?Ei, welldaarum! (weil darum) [KL-Gimsb u. Umg.]. a. 1298: Wan ich Fridrich von Meckenheim, ich Eckebrecht von Durenkeim, vnde ich Syfrid der iunge von sancte Albine nit

[Bd. 2, Sp. 126]
eigener ingesigeln han, darumme lazen wir vns zu dysem male mit vnsere vorgenanten gesellen ingesigelen gnugen [OttbgUrkb. 217]. a. 1540: darumb gibt ein pfarrer keinen zehenden von dem großen pfarweingart (weil er den Wein für das heil. Abendmahl aus dem Seinen bereitstellt) [PfWeist. II 530]. — Südhess. I 1399/1400; RhWB Rhein. I 1267/68; LothWB Lothr. 108; ElsWB Els. I 39; Bad. I 428.
 
 
darum-binden st.: wie schd.; e Verband drumbinne [NW-Frankeck, verbr.]; vgl. PfWB darumlegen, PfWB -machen, PfWB -wickeln. Südhess. I 1400; Bad. I 428 Z. 28. — -bringen st.: 'jemand um sein Eigentum bringen'. Sie hun'n drumgebrung [ KB-Zell]. Südhess. I 1400; RhWB Rhein. I 1268.
 
 
darum-eben Konj.: verstärktes darum 2, vgl. eben-darum, drumeewe [Bertram 143]. Ach so, drumewe froogscht du so dumm! [Hartmann 136].
 
  
darum-hängen schw.: wie schd., drumhänge [verbr.]. RA.: E Mändelche drumhänge 'etwas verharmlosen, beschönigen' [ RO-Börrstdt]. Südhess. I 1400.
 
  
darum-herum Adv.: 'ringsherum', verstärktes darum 1 a, drumrum (drumˈrum) [fast allg.], -rom [verbr. WPf]. Bichelberg licht schään, drumrum isch nix wie Wald [SOPf]. Sie dreschen die Garwe nor drumrum, vom vorläufigen Dreschen der nicht aufgebundenen Garben [ PS-Gersb]; vgl. PfWB abbößeln 1. Er fährt drumrum 'fährt im Kreis herum, weicht einem Hindernis aus' [ LU-Altr], dromerom [ ZW-Hornb]. Loß dich net drumrumfihre! 'an der Nase herumführen' [ LU-Altr]. Sie hocke drumrum un gucke zu, beim Kartenspiel [ ZW-Battw]. Der Arzt macht mer e Verband drumerum [ LU-Limbghf]. Tapp doch net immer do drumrum! [ LA-Nußd]. Der redt immer erscht lang drumrum [KL-Fockbg/Limb, verbr.]. RA.: Er geht drumrum, wie die Katz um de hääße Brei, von einem Unentschlossenen [ LU-Alsh, allg.]. Do hängt mer oft e Mändelche drumrum 'um eine Sache zu beschönigen' [ NW-Friedh]; vgl. PfWB darumhängen. SprW.: E Mutter im Haus is e Zaun drumrum [verbr. Don Gal Buch]. Südhess. I 1400/01; Rhein. I 1268 Z. 5 ff; Bad. I 428 Z. 30 ff.
 
  
Darumherum-lauf m.: 'Nagelbettentzündung', Drumrumlauf [ NW-Weidth]; vgl. PfWB Umlauf. Südhess. I 1400 Z. 60.
 
 
darum-kommen st.: 'einbüßen'. Ich sein drumkumm [KU-Schmittw/O, verbr.]. Südhess. I 1401; RhWB Rhein. I 1268; LothWB Lothr. 108; ElsWB Els. I 39; Bad. I 428 Z. 36. — -legen schw.: e Verband drumlee, um die Wunde [RO-Dielkch, verbr.]; vgl. PfWB darumbinden. Südhess. I 1401. — -machen schw.: Mach numme en Verband drum!, um die Wunde [LA-Gommh, verbr.]; vgl. PfWB darumbinden. Südhess. I 1401. — -sein unregelm. Verb: 'einbüßen, verlustig gehen'. Er es drum 'hat sein Vermögen

[Bd. 2, Sp. 127]
verloren' [NPf, verbr.]. De Michelsdag es erum (ist herum, vorbei); wer Haai un Stroh draus hot, der es drum, weil nach dem 29. September das Vieh überall weiden darf [ KU-Kaulb]; vgl. PfWB Auchtweide. In dem Sauspiel Sautrögchens rufen die Teilnehmer, während sie ihre Stöcke im Loch halten: Hurum, hurum, wer ken Loch hat, der esch drum [ IB-Rohrb]; vgl. PfWB bottel, PfWB Hußda, -sau. Südhess. I 1401; RhWB Rhein. I 1268. —