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ver-reiteln bis ver-rinnen (Bd. 2, Sp. 1245 bis 1246) | |||
ver-reiteln, schw. ver-renken, schw. Ver-renkung, f. Ver-renking, f. ver-rennen, schw. ver-reuen ver-ribbeln, schw. ver-ribbschen, schw. ver-ribbsen, schw. ver-richten, schw. ver-richtig ver-riechen, st. ver-rinnen, st. ver-rockeln, schw. ver-rohren, schw. ver-rollen, schw. ver-rolzen, schw. ver-romenieren ver-rosten, schw. ver-rösten, schw. ver-rotzen, schw. ver-rozen, schw. ver-rücken, schw. ver-rucken, schw. ver-rucksen, schw. ver-rückt Ver-rücktheit, f. ver-rudeln, schw. Ver-ruf, m. ver-rufen, Adj. ver-rühren, schw. ver-ruinieren, schw. ver-rumenieren ver-rumpfeln, schw. ver-rungenieren ver-runzeln, schw. ver-runzelt ver-rupfen, schw. Verrupf-hacke, f. ver-rußen, schw. ver-rutschen, schw. ver-rütschen, schw. ver-rutzeln, schw. Vers, m. ver-säbeln, schw. ver-säckeln, schw. ver-sacken, schw. ver-säen, schw. ver-sagen, schw. ver-sägen, schw. ver-salzen, schw., st. ver-samen, schw. ver-sämen, schw. ver-sammeln, schw. Ver-sammlung, f. Ver-sammling, f. ver-sauen, schw. ver-sauern, schw. ver-säuern, schw. ver-saufen, st. ver-saufen, schw. ver-säufen, schw. ver-säumen, schw. ver-saumen, schw. ver-schaben, schw. ver-schabenzeln, schw. ver-schabetschen, schw. ver-schachern, schw. ver-schaffen, schw. ver-schalen, schw. ver-schamerieren, schw. ver-schamerisieren, schw. ver-schamesieren, schw. ver-schämt, Adj. ver-schänden, schw. ver-schandlappen, schw. ver-schanzerieren, schw. ver-schärfen ver-scharmetzeln, schw. ver-scharren, schw. ver-schärren, schw. ver-schaskenen, schw. ver-schätzen, schw. ver-schauern Ver-scheid, (m.?) ver-scheiden, st. Ver-scheidung, f. ver-scheinen, schw., st. ver-scheißen, st. ver-schellern, schw. ver-schelten, st. ver-schenneln ver-scheppseln, schw. ver-scheuchen, schw. ver-scheuen, schw. ver-scheuern, schw. ver-schauern, schw. ver-schicken, schw. ver-schieben, st. ver-schuben, st. | 1. wie schd.; sich e Glied (de Aarem, de Fuß usw.) verenke (fəreŋgə) [verbr.], (fəeŋgə) [KU-Kaulb KL-Hirschhn ZW-Stamb FR-Bockh LA-Gommh], (fəiŋgə) [ PS-Hintwdth]. Syn. s. PfWB verstauchen 1. Gegensatz: einrenken 1. — 2. 'die Muskeln eines Gelenks verzerren' [KU-A'glan, verbr.]. RA.: sich de Hals v., vor Neugier [ KU-Bedb ZW-Battw]; sich die Zung v., beim Aussprechen eines schwierigen Wortes [Kus]. SprW.: Liewer de Maache (Magen) verenkt, wie 'm Wert 'Gastwirt' was geschenkt [NW-Freinsh, Kaislt SOPf]; dass. mit: die Gorjel (Gurgel) v. [Krieger 6]. Volksgl.: Binn en woll'ner Bändel um en verrenkti Hand [Fogel Beliefs Penns Nr. 1563]. Brauchspruch: Die Juure (Juden) han unser Herr Grischdus g'henkt, un du hosch der de Finger verrenkt. 's schadt 'm Herr Grischdus net 's Henke, un deer net s' Verrenke [Heeger Vhk. 101, KL-Weilb Schandein Bav. IV/2, 405]. — Südhess. II 591; RhWB Rhein. VII 353/54; ElsWB Els. II 271; Bad. II 96. 1. a. 'in kleine Teilchen zerreiben', z. B. ein Stück Brot, veriww(e)le [verbr.], -ribble [ ZW-Battw]; vgl. PfWB verreiben 1, PfWB einribbeln 1. Die Trester werden zur Gewinnung von Tresterwein verriwwelt [ RO-Rehbn]. — b. 'durchreiben', von Bindfäden und Schnürsenkeln [ PS-Schopp]. — 2. einen v. 'züchtigen' [verbr.]. Syn. s. PfWB verhauen 1. Ich veriwwel dich! [RO-Sippf, verbr.]. Ich veriwwel der die Ohre! [ NW-Herxh]. Ich kinnt dich grad zu Mus (zu Dreck, zu'me Quetschekere) v.! [GH-Zeisk, verbr.]. — Zu PfWB ribbeln. — Südhess. II 591/ 92; RhWB Rhein. VII 383; Bad. II 96. 1. wie schd.; die Arwet [Bd. 2, Sp. 1246] verichde [KL-Enkb, verbr.]; vgl. PfWB ausführen 4, PfWB erledigen 1, PfWB tun 1, PfWB machen. — 2. 'instand halten'. a. 1290: unde suln vurbaz iemerne (immer) verrihten ... der kirchen tach (Dach) und daz lieht 'das ewige Licht' als ich iz biz her verrihtet han [MüPfUrk. Nr. 2166]. — Südhess. II 592; RhWB Rhein. VII 395; LothWB Lothr. 150; ElsWB Els. II 230; Bad. II 96. 1. 'den Duft, das Aroma verlieren', z. B. vom Kaffee, verieche [ KU-Kaulb KL-Hirschhn Enkb]. Die Kaffeebohne verriechen, wammer se zu lang steh hot [ Gal-Obl]. — 2. 'verderben', vom schalen, abgestandenen Wein; verrochener Wein [Klein Prov. 216]. — Südhess. II 592; RhWB Rhein. VII 410; LothWB Lothr. 150; ElsWB Els. II 226; Bad. II 96. 1. gegenst., verinne [verbr.]. 's Wasser is verunne [ LU-Opp]. — 2. zeitlich. Die Stunne verinnen, umgspr. [ NW-Frankeck]; vgl. PfWB vergehen 1. E Lewe ohne Lieb verrint gar so ändermig [Kühn Schnitze I 180]. — Südhess. II 592; Bad. II 96.
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