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ver-raufen bis Ver-recker (Bd. 2, Sp. 1240 bis 1242) | |||
ver-raufen, schw. ver-rauwen ver-rawaschen, schw. ver-recheln, schw. ver-rechen, schw. ver-recheln, schw. ver-rechnen, schw. ver-rechten, schw. Ver-recke, f. Verrecke-bald, (m.?) Ver-reckelchens, n. Ver-reckelns, n. ver-recken, schw. Ver-recker, m. Verreck-halfter, f. ver-recklig, Adj. Ver-reckling, m. Ver-recklings, n. ver-reckt ver-reden, schw. ver-regen, schw. ver-regnet, Adj. ver-regert, Adj. ver-reiben, st. ver-reisen, schw. ver-reißen, st. ver-reiteln, schw. ver-renken, schw. Ver-renkung, f. Ver-renking, f. ver-rennen, schw. ver-reuen ver-ribbeln, schw. ver-ribbschen, schw. ver-ribbsen, schw. ver-richten, schw. ver-richtig ver-riechen, st. ver-rinnen, st. ver-rockeln, schw. ver-rohren, schw. ver-rollen, schw. ver-rolzen, schw. ver-romenieren ver-rosten, schw. ver-rösten, schw. ver-rotzen, schw. ver-rozen, schw. ver-rücken, schw. ver-rucken, schw. ver-rucksen, schw. ver-rückt Ver-rücktheit, f. ver-rudeln, schw. Ver-ruf, m. ver-rufen, Adj. ver-rühren, schw. ver-ruinieren, schw. ver-rumenieren ver-rumpfeln, schw. ver-rungenieren ver-runzeln, schw. ver-runzelt ver-rupfen, schw. Verrupf-hacke, f. ver-rußen, schw. ver-rutschen, schw. ver-rütschen, schw. ver-rutzeln, schw. Vers, m. ver-säbeln, schw. ver-säckeln, schw. ver-sacken, schw. ver-säen, schw. ver-sagen, schw. ver-sägen, schw. ver-salzen, schw., st. ver-samen, schw. ver-sämen, schw. ver-sammeln, schw. Ver-sammlung, f. Ver-sammling, f. ver-sauen, schw. ver-sauern, schw. ver-säuern, schw. ver-saufen, st. ver-saufen, schw. ver-säufen, schw. ver-säumen, schw. ver-saumen, schw. ver-schaben, schw. ver-schabenzeln, schw. ver-schabetschen, schw. ver-schachern, schw. ver-schaffen, schw. ver-schalen, schw. ver-schamerieren, schw. ver-schamerisieren, schw. ver-schamesieren, schw. ver-schämt, Adj. | [Bd. 2, Sp. 1241] verechele (-ręxələ) [HB-Höch, verbr., bes. WPf], -rechle [ GH-Max'au Scheibhdt], -reschele [ KU-Frohnhf], -rachle (-raχlə) [ GH-Neubg Wörth], -reche [verbr., bes. NPf VPf, auch IB-Bebh Gersh HB-Seyw], -resche [ KL-Frankst LU-Altr], -rache [ PS-Bruchw]. Syn. s. PfWB verscharren 2. Südhess. II 586; RhWB Rhein. VII 209; LothWB Lothr. 149; Bad. II 94. 1. sich v. 'falsch rechnen, sich irren', verechele [verbr. ganze Pfalz], -rechne [KB-Kriegsf Kerzh verbr. VPf]; vgl. PfWB verzählen 2. Syn. s. (sich) irren. Er verechelt sich immer in sein Sack 'zu seinen Gunsten' [PS-Hintwdth, verbr.]. — 2. 'in Rechnung stellen'. Die drei Mark verecheln mer morje [KL-Enkb, verbr.]. a. 1563: Umgeld ... wird jährlich eingesammelt, überantwortet und churf. gnaden verrechnet [PfWeist. I 89 (FR-Beindh)]. — Südhess. II 586; RhWB Rhein. VII 211; LothWB Lothr. 149; ElsWB Els. II 225; Bad. II 94. 1. verbaler Gebrauch. De Hund is vereckt [ KL-Reichb]. Du werscht noch mol hinner'm Zaun frecke [ Gal-Obl]. In Flüchen und Verwünschungen: Frecke sollscht wie e annerer Hund aa [ BZ-Hofstätt]. Wann de nore verecke detscht! [Rockhs, verbr.]. Ich will verecke, wann's net wohr is [ KL-Reichb]. RA.: Voggel, friß orre vereck! [ NW-Hardbg]. Vereckt der Fuchs — was koscht der [Bd. 2, Sp. 1242] Balg?, von einer wertlosen Sache [ RO-Obd]. Er bleibt im Bett liege, bis de Deiwel vereckt [ LU-Friesh]. 's batt 'nutzt' alles nix, un wann die Kuh im Stall vereckt [ NW-Hardbg]. Ich wollt, du dätscht in'me vereckte Hund stecke un mischt (müßtest) ehm verzehn Daa hinneraus belle [ PS-Saalstdt]. Eppes Dummeres isch nanit (noch nicht) uf'm Mischt verreckt [Wasgau-Bote Nr. 11/1934]. Heit esch e Kält (e Werrer), daß die Hunn (Hunde) verecken [ BZ-Gossw Stein], daß die Bäre frecken [ BZ-Albw]. Wie 's Lochandl seim Peerd 's Fresse abgewehnt gehat hatt, is es gfreckt [ Don-Gottlob]. Er macht sich 'gedeiht' wie 's Schitze Ferkel uf'm Mischt: owends hat's noch gefress, un morjens war's gefreckt [KL-Mackb, NPfGV Nr 8/1934]. E Vegelche hot immer nore gess un gess, un nie getrunk — un so is es g'freckt, Aufmunterung zum Trinken [Don (Steinmetz)]. SprW.: Vum viele Schaffe verrekken die (alde) Gail (un die junge Leit) [SOPf, verbr. Don Gal Buch]. Vum Spare frecke die Hunn [ Don-Schowe]. Wann de Käwwich fertich esch, vereckt de Vochel [LA-Impfl, verbr. Don Gal Buch]. Mer hot sein Aarwet: Wammer junge Amschele heckt, do frecke eem die meenschde [ KL-Gimsb]. VR.: Ich weeß, was ich weeß: Em Schneider isch de Bock verreckt, jetzt haust er mit de Geeß [Feierowend Nr. 5/1950]; s. auch den VR bei drunten. Einen Brauchspruch s. PfWB daranliegen. Volksgl.: Wann 5 Mark im Haus sin, un die Gääß merkt's, vereckt se [ LA-Edh]. — 2. subst. Gebrauch. a. am Verrecken. RA.: Er macht e Gesicht, wie wann er am Verecke wär [ PS-Burgalb]. Es is'm so wohl wie'me Wiesel, das am V. is [Hebel 17]. Wann der Bauer e Hinkel schlacht, is des Hinkel am V. oder der Bauer [ ZW-Battw]. Einen VR s. PfWB Eck (II 717, Z. 22 ff.). — b. zum V. Do hinn is e Hitz zum V. [PS-Windsbg, Münch Weltgesch. 152]. 's is zum V.! [Schandein Sprachsch.]. Ich hab Hunger zum V. [ LU-Neuhf]. — c. nicht ums V. 'auf keinen Fall'. Er dut's net ums V. [RO-Obd, verbr.]. — 3. adj. Part. Perf. Er hängt de Kopp wie e vereckt Hinkel [ BZ-Annw]. Er hot e vereckte 'verdorbenen' Mage [ LU-Opp]. Verspottung der Stadtbewohner: vereckte Städter [ KB-Kriegsf]. Fluchwort: Du vereckter Hund! [PS-Gersb, verbr.]; vgl. verecklig. — Südhess. II 587/88; RhWB Rhein. II 757/58; Saarbr. 220; Lothr. 149/50; ElsWB Els. II 247/48; Bad. II 94. 1. 'unansehnlicher, kränklicher Mensch', auch von schwächlichen Tieren, als Schimpfw. von einem feigen Menschen, von einem bissigen Hund, Frecker [KU-Roßb BZ-Spirkb PfRh. 37. Jg. S. 7]. vgl. PfWB Verreckling. Südhess. II 588; RhWB Rhein. II 759 Freckert; ElsWB Els. II 248; Bad. II 94.
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