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Ver-legenheit bis ver-leihen (Bd. 2, Sp. 1211 bis 1212) | |||
Ver-legenheit, f. Verlegung, f. ver-lehnen, schw. ver-leiben, st. verleicht ver-leiden, schw. ver-leidet ver-leidigen, schw. ver-leidlich, Adj. ver-leiern, schw. ver-leihen, st. ver-leiten, schw. ver-leitseln, schw. ver-lernen, schw. Ver-les, m. ver-lesen, st. ver-letzeln ver-letzen, schw. Ver-letzung, f. ver-leugeln, schw. ver-leumden, schw. Ver-leumder, m. Ver-leumdung, f. ver-lickern, schw. ver-lieben, schw. ver-liederigen, schw. ver-lieren, st. ver-lieschen, schw. ver-lieschten, schw. ver-liesen ver-lizitieren, schw. ver-loben, schw. Ver-lobigung, f. Ver-lobung, f. Verlobungs-essen, n. n. m. Verlobungs-geschenk, n. n. m. Verlobungs-ring, n. n. m. ver-lochen, schw. ver-locken, schw. ver-lockern, schw. ver-löckseln, schw. ver-logen, Adj. ver-logenig, Adj. ver-lohnen, schw. ver-lorchen, schw. verloren-gehen, st. ver-löschen, schw. ver-losen, schw. Ver-losung, f. ver-löten, schw. ver-lotschen ver-lotteln, schw. ver-lottern, schw. ver-lozeln, schw. ver-lözeln, schw. ver-lückern, schw. ver-ludern, schw. ver-lugen, schw. ver-luhen ver-lumpen, schw. ver-luren, schw. ver-lauern, schw. Ver-lust, m. ver-lustieren, schw. ferm, Adj. ferm, Adv. ver-machen, schw. ver-mackesen, schw. ver-magern, schw. ver-mähen, schw. ver-mahlen, st. ver-mahnen, schw. Ver-mahnung, f. ver-makai(em)en, schw. ver-makeln, schw. ver-maledeien, schw. ver-malen, schw. ver-malmedeien ver-malmen, schw. ver-malträtieren, schw. ver-mampfeln, schw. ver-mamschen, schw. ver-manschen, schw. ver-manschieren, schw. ver-mänteln, schw. ver-marken, schw. ver-märlen ver-maseln, schw. ver-masern, schw. ver-maskieren, schw. ver-massakrieren, schw. ver-matscheln, schw. ver-matschen, schw. ver-matzeln, schw. ver-matzern, schw. ver-mauern, schw. ver-mauscheln, schw. fermd Ferme, f. fermee | 1. wie schd.; in Velejenheit kumme [ NW-Frankeck], Verleenhat [ KU-Kaulb], Veleenhäit [ KU-Schmittw/O], Verläjjeheit [ LU-Opp]; vgl. PfWB Bredullje. — 2. 'Ungelegenheit, Notstand'. a. 1697: Wegen der durch die Einquartierung erlittenen großen Verlegenheit erhält Peter Trautmann eine Entschädigung [Zweibr. Bürgermeister-Rechnung]. — Südhess. II 552; LothWB Lothr. 147; ElsWB Els. I 575; Bad. II 79. 1. a. = PfWB verpachten, von Grundstücken u. dgl., ve(r)lehne, -lihne, s. PfWB lehnen [verbr.]. Er dut sein Äcker all velehne [ LA-Gommh]. Ich hab e Wiss verlihnt [ PS-Erfw]. a. 1553: verlehnet und verrechnet [ABlieskst 26]. a. 1748: Sind die Wießen ... Verlehnt gewesen [Zweibr. I, 724 (Beeder Verpachtung)]. — b. = PfWB vermieten, von Häusern und Wohnungen [verbr. WPf NPf]. RA.: Er hot de ewwerschte Stock (auch: de zwette Stock, 's Owwerstibbche) verlehnt 'Er ist ein Narr' [ PS-Burgalb, KU-Lohnw Bedb RO-Potzb Semb Rockhs KB-Kerzh]. Er hot sein Owwerstubb verlehnt 'ist betrunken' [Kühn Hamet 3]. a. 1617: Die Ziegelhütte im Klosterwald wurde an einen Ziegler verlehnt [Groh Wörschw 55]. — 2. [Bd. 2, Sp. 1212] 'ausleihen', von beweglicher Habe; vgl. PfWB borgen, PfWB auslehnen, PfWB lehnen. Die (gutwillige Frau) verlehnt alles [ RO-Obd Gal-Dornf]. — Südhess. II 552; RhWB Rhein. V 314; ElsWB Els. I 580; Bad. II 80. 1. 'die Freude an etwas nehmen', verlääre [Spey NW-Haßl], verleede [Lambert Penns 64], (fÄle:də) [Wood Schärf Penns 233], verleiden [Journ. 1787, S. 216]; gew. im Part. Perf. gebraucht: verlääd (fərld) [verbr., Schandein Ged. 242], verlääret [BZ-Dernb Spey (PfId. 147)]; vgl. PfWB verleidigen, PfWB versauern 1. Seit dere Zeit isch mer alles velääd [LU-Böhl, verbr.]. Im Maz watt's (Im März wird's) em Winder verleed; er halt sich so gut wie's noch geht [Birmelin Penns Poems 23]. 's Lewe is mer verleed [Reichard Penns 430]. — 2. Part. Perf. 'verdrießlich, mißmutig', verleed [Penns Don-Lenauh]. Sie sedde (sollten) net v. sein [Reichard Penns 230]. — Südhess. II 553; RhWB Rhein. V 350/51; LothWB Lothr. 146; ElsWB Els. I 560; Bad. II 80. 1. 'als Lehen oder in Pacht geben'. a. 1444: das buwe-gut zu Lamsheim ... sal man zu stund verlihen um gulte [ZweibrLuRb.]. a. 1543: der muller, dem solche muel von unserm gn. h. verlauwen wird [Grimm Weist. V 640]. a. 1553: Item die mühl zu Bliescastel im dhal ist Michel Mühler zu Castell erblich verlawen [ABlieskst 26]. a. 1600 (1730): 39 morgen wingart ..., so zu etlich Jahren Verlauhen [Vellmann Wolfst 229]. — 2. 'zuteil [Bd. 2, Sp. 1213] werden lassen, schenken, geben'; em e gut Wort verläije [ ZW-Mörsb]. a. 1343: so wil ich Got eren ein deil bit deme gude, daz er mir hie of erden hat verluhen, ... of daz ... er mir hernach sin ewigez riche wolle verlihen [OttbgUrkb. 423]. — Das a. 1343 erscheinende Part. Perf verluhen ist Nebenform zu verlihen, vgl. Michels Mhd. § 257. Ihr entspricht bei Länge des Stammvokals die für 1535 ausgewiesene Form verlauhen bzw. verlauen, verlawen.
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