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ver-laufen bis ver-legen (Bd. 2, Sp. 1209 bis 1211) | |||
ver-laufen, st., schw. ver-lausen, schw. ver-lauten, schw. ver-lecheln, schw. ver-lechen, schw. ver-lechern, schw. ver-leckern, schw. ver-leckt, Adj. ver-ledern, schw. ver-legen, schw. ver-legen, Adj. Ver-legenheit, f. Verlegung, f. ver-lehnen, schw. ver-leiben, st. verleicht ver-leiden, schw. ver-leidet ver-leidigen, schw. ver-leidlich, Adj. ver-leiern, schw. ver-leihen, st. ver-leiten, schw. ver-leitseln, schw. ver-lernen, schw. Ver-les, m. ver-lesen, st. ver-letzeln ver-letzen, schw. Ver-letzung, f. ver-leugeln, schw. ver-leumden, schw. Ver-leumder, m. Ver-leumdung, f. ver-lickern, schw. ver-lieben, schw. ver-liederigen, schw. ver-lieren, st. ver-lieschen, schw. ver-lieschten, schw. ver-liesen ver-lizitieren, schw. ver-loben, schw. Ver-lobigung, f. Ver-lobung, f. Verlobungs-essen, n. n. m. Verlobungs-geschenk, n. n. m. Verlobungs-ring, n. n. m. ver-lochen, schw. ver-locken, schw. ver-lockern, schw. ver-löckseln, schw. ver-logen, Adj. ver-logenig, Adj. ver-lohnen, schw. ver-lorchen, schw. verloren-gehen, st. ver-löschen, schw. ver-losen, schw. Ver-losung, f. ver-löten, schw. ver-lotschen ver-lotteln, schw. ver-lottern, schw. ver-lozeln, schw. ver-lözeln, schw. ver-lückern, schw. ver-ludern, schw. ver-lugen, schw. ver-luhen ver-lumpen, schw. ver-luren, schw. ver-lauern, schw. Ver-lust, m. ver-lustieren, schw. ferm, Adj. ferm, Adv. ver-machen, schw. ver-mackesen, schw. ver-magern, schw. ver-mähen, schw. ver-mahlen, st. ver-mahnen, schw. Ver-mahnung, f. ver-makai(em)en, schw. ver-makeln, schw. ver-maledeien, schw. ver-malen, schw. ver-malmedeien ver-malmen, schw. ver-malträtieren, schw. ver-mampfeln, schw. ver-mamschen, schw. ver-manschen, schw. ver-manschieren, schw. ver-mänteln, schw. ver-marken, schw. ver-märlen ver-maseln, schw. ver-masern, schw. | 1. intrans. a. 'zerlaufen, schmelzen', ve(r)laafe, -lääfe, -läife, s. PfWB laufen, Part. Perf. -loff/-loffe, s. gebroch/gebroche (K. 1) [verbr., auch Don Gal Buch], Part. Perf. verlaaft [verbr. SWPf]; vgl. PfWB vergehen 3. Es velaaft 'Der Schnee schmilzt' [ZW-Riedbg O'aub Stamb LU-Alsh]. De Butter is verlaaf [ZW-L'wied verbr. Gal]. De Handkäs esch verloffe [ GH-Zeisk]. RA.: Schaff nit soviel, schunscht verlaaft der de Speck [ KU-Diedk]. — b. 'ablaufen, geschehen'; vgl. PfWB vergehen 1. Die Operation isch glicklich verloffe [ GH-Schwegh]. Die Blut 'die Blütezeit' is dasjohr gut veloffe [ NW-Freinsh]. Die Sach isch (auch: hot sich) im Sand verloffe 'ist ohne Folgen geblieben' [LU-Altr, verbr.]. a. 1341 (1430): nach den dingen, alz iz sich uff beidersyt vorloifen hait 'abgespielt hat' [VeldKopb.]. — 2. sich v. a. α. 'sich verirren. 's Kind hot sich veloff [KL-Siegb, verbr.]. In dem Wald kammer sich velaafe [LA-Gommh, verbr.]. RA.: Daß ehr eich aach emol verloffe hän!, als Begrüßung eines seltenen Besuchs [ LA-Gommh, LU-Friesh]. — β. 'entlaufen'; adj. Part. Perf. a 1751: Zu Hirthen sollen ... keine verloffene Leuthe angenommen ... werden [Zweibr I, Schultheißerei Altstadt]. — γ. 'sich müde laufen', sich velaafe [ KU-Kaulb]. Syn. s. PfWB verjasten. — b. 'sich allmählich entfernen, auseinandergehen'; vgl. PfWB verduften. Die Leit han sich allgemach wirrer verloffe [ BZ-Dernb]. RA.: Bes der kummt, hot sich de Moort (Markt) veläif [ KU-Schmittw/O]. a. 1682: bis sich die Leuth verloffen haben [Seel Chronik von Deidesheim 194]. — c. 'versickern, sich verziehen, sich verteilen'; vgl. PfWB vergehen 1. 's Wasser velääft [Bd. 2, Sp. 1210] sich [RO-Als, verbr.]. 's Gewitter hot sich verloffe [ LU-Opp]. Die Wolke verlaafe sich [ PS-Gersb]. — 3. trans. a. die Schuhsohle v. 'ablaufen' [ BZ-Dernb]. Syn. s. PfWB verwetzen 1. — b. 's Esse verlääfe 'einen Verdauungsspaziergang machen' [ KU-Bedb]; vgl. PfWB vergehen 5a. — Südhess. II 550/51; RhWB Rhein. V 199/200; LothWB Lothr. 146; ElsWB Els. I 566; Bad. II 78. 1. 'durch Austrocknen rissig, undicht, leck werden', von Holzgefäßen, Holzteilen an Rädern u. dgl., ve(r)leche (-lęχə) [verbr. HB IB KB-Orb Klein Prov. 215 Don-Tscherwk Schowe Torscha Gert Lenauh], (-leχə) [vielerorts mittl. VPf (Bertram § 66)]; vgl. die Intensivformen verlecheln, verlechern. Das Faß isch verlecht [ HB-Nd'gailb]. — 2. übertr., vom Menschen, Part. Perf. 'sehr durstig' [ Don-Gertianosch Liebling Tscherwk Lenauh]. — Mhd. verlëchen. — Südhess. II 551; RhWB Rhein. V 269; Saarbr. 219; ElsWB Els. I 548; Bad. II 79. 1. = PfWB verlechen 1, ve(r)lechere (-lęχərə) [verbr., vorn. mittl. u. südl. WPf VPf, seltener NPf SWPf], (-leχərə, -leərə) [ZW-Hornb Stamb mancherorts mittl. VPf], (-lēχərə) [ PS-Lembg], (-lǟχərə) [ PS-Erfw]. Das Faß isch veleschert [ HB-Böckw]. Um diesem Übelstand abzuhelfen, wird das Gefäß verschwellt (s. PfWB verschwellen2). — 2. übertr., vom Menschen, Part. Perf. 'sehr durstig'; vgl. PfWB verlechen 2. Ich bin ganz verlechert [NW-Gimmdg, verbr.]. Er esch wie en verlechert Faß [ BZ-Dernb]. — Südhess. II 552; RhWB Rhein. V 270; Bad. II 79. [Bd. 2, Sp. 1211] auch Don Gal Buch Rußl]. Er hot'n awwer emol verleddert [KU-Kaulb, verbr.]. Südhess. II 552; RhWB Rhein. V 284; Saarbr. 219; ElsWB Els. I 559; Bad. II 79. 1. etwas v. a. 'zerlegen', vom Schlachttier, ve(r)lee, -leje, -leche, -legge, s. PfWB legen [verbr.]. De Metzjer velecht d' Sau [LA-Wollmh, verbr.]; vgl. PfWB vertranschieren. — b. α. 'an einen anderen Ort bringen'; de Betrieb verleche, umgspr. [Neustdt, verbr.]; de Wein verleje 'aus einem großen Faß in kleinere Fässer umfüllen' [KB-Zell, verbr. im Weinbaugebiet]. — β. Rewe verleche 'Reben mit Ablegern verjüngen' [ LA-Edk]; vgl. PfWB einlegen 1 b, PfWB einstufen 2, PfWB verschleifen2 2. — c. 'an einen falschen Ort legen', umgspr.; die Brill v. [verbr.]. — d. 'zeitlich verschieben', umgspr.; die Sitzung v. [verbr.]. — e. 'versetzen, verpfänden'. a. 1514: (den Acker) verlaicht zu einem vnderpfande [Kurpf. 884 (Kirchengefälle Duchroth)]. — 2. sich auf etwas v., umgspr. Jetzt dun se sich richtich uf de Wein 'auf den Weinbau' velege [ BZ-Nd'horb]. — Südhess. II 552; RhWB Rhein. V 300/01; Lothr. 146/47; ElsWB Els. I 573; Bad. II 79.
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