Wörterbuchnetz
Pfälzisches Wörterbuch 
 
ver-krümeln bis ver-kumen (Bd. 2, Sp. 1204 bis 1205)
 
ver-krümeln, schw.
ver-krumpeln, schw.
ver-krumpfeln, schw.
ver-krupfen, schw.
ver-kruppen, schw.
ver-krüppeln, schw.
ver-kruppen
ver-krusten, schw.
ver-krutzen
ver-kühlen, schw.
Ver-kühlens, n.
ver-kujonieren, schw.
ver-kumen
ver-kümmeln, schw.
ver-kümmern, schw.
ver-künden, schw.
ver-kündigen, schw.
ver-kuppeln, schw.
ver-koppeln, schw.
ver-kürzen, schw.
ver-kuscheln, schw.
ver-küssen, schw.
ver-kutchern, schw.
ver-kutteln, schw.
ver-küttern, schw.
ver-kuwedeln, schw.
ver-labbern, schw.
ver-läbbern, schw.
ver-lacheln
ver-lachen, schw.
ver-lachsen, schw.
Ver-lachung, f.
ver-lackieren, schw.
ver-lacksieren, schw.
ver-laden, st.
Ver-lag, m.
ver-langen, schw.
Ver-langen, n.
Ver-langens, n.
ver-längerig, Adj.
ver-längern, schw.
ver-lappen, schw.
ver-lappern, schw.
ver-läppern, schw.
ver-läppischt, Adj.
Ver-laß, m.
ver-lassen, st.
Ver-lassenschaft, f.
ver-lassieren, schw.
ver-latschen, schw.
ver-latschen, schw.
ver-latzen, schw.
Ver-laub, m.
ver-lauben, schw.
ver-lauern
ver-laufen, st.,  schw.
ver-lausen, schw.
ver-lauten, schw.
ver-lecheln, schw.
ver-lechen, schw.
ver-lechern, schw.
ver-leckern, schw.
ver-leckt, Adj.
ver-ledern, schw.
ver-legen, schw.
ver-legen, Adj.
Ver-legenheit, f.
Verlegung, f.
ver-lehnen, schw.
ver-leiben, st.
verleicht
ver-leiden, schw.
ver-leidet
ver-leidigen, schw.
ver-leidlich, Adj.
ver-leiern, schw.
ver-leihen, st.
ver-leiten, schw.
ver-leitseln, schw.
ver-lernen, schw.
Ver-les, m.
ver-lesen, st.
ver-letzeln
ver-letzen, schw.
Ver-letzung, f.
ver-leugeln, schw.
ver-leumden, schw.
Ver-leumder, m.
Ver-leumdung, f.
ver-lickern, schw.
ver-lieben, schw.
ver-liederigen, schw.
ver-lieren, st.
ver-lieschen, schw.
ver-lieschten, schw.
ver-liesen
ver-lizitieren, schw.
ver-loben, schw.
Ver-lobigung, f.
Ver-lobung, f.
   ver-krümeln schw.:
1.
a. etwas v. 'zerkrümeln', ve(r)krimm(e)le [verbr.]; vgl. PfWB verbrokkeln, PfWB verbroseln. RA.: Wo kaan Brot es, werd aa kaans verkrimmelt, ironischer Trost für Arme [ KU-Kaulb]. —
b. einen v. 'zermalmen, vernichten'. Ich kennt'n grad v.! [NW-Haßl, verbr., Journal 1787 S. 216]; vgl. PfWB verkaponieren. —
2. sich v. 'aus dem Staube machen'; vgl. PfWB verduften. Er hat sich vekrimmelt [Zweibr, verbr.]. — Südhess. II 543/44; RhWB Rhein. IV 1600; Bad. II 75.
 
  
ver-krumpeln, -krumpfelnschw.:
1.
a. etwas v. 'faltig machen, zerknittern', von Stoffen, Kleidung, Papier, ve(r)krumb(e)le [verbr.], -krombele [ KU-Körbn WD-Niedkch], -krumpfele [ GH-Berg Kand Mindlach]. Syn.: PfWB vergenörgeln, PfWB verknatscheln, PfWB verknauschen, PfWB verknittern, PfWB verknözen, PfWB verknuscheln, PfWB verknutschen 2 a, PfWB verkrächen, PfWB verkröpfeln 1, PfWB verlatschen 1, PfWB verrumpfeln, PfWB verrunzeln 1, PfWB verschrumpfeln 2. Du hasch dein Klaarer (Kleider) verkrumbelt [ KU-Adb]. —
b. sich v. 'sich anstrengen bei der Arbeit'; vgl. PfWB verjasten. RA.: Der Faulenzer vekrumbelt sich net [ KU-Adb]. —
2. einen v. 'verstimmen, kränken' [verbr.]; vgl. PfWB verärgern. Ich will niemand v. [Krieger 18]. Der es gleich verkrumbelt 'schnell verstimmt' [KU-Kaulb, verbr., Zahn Pläsier 207]. Verkrumbel dich net mit dem! [ LU-Neuhf]. — Südhess. II 544; RhWB Rhein. IV 1602; Saarbr. 219; LothWB Lothr. 146; ElsWB Els. I 520; Bad. II 75/76.
 
  
ver-krupfen, -kruppenschw.: = PfWB verkröpfen, meist im Part. Perf. gebraucht; vgl. PfWB verkamen. Die Zehe sin vekruppt [FR-Tiefth, lothr. SWPf (Nachlaß Keiper)]. Am Strauch hängen lauter verkruppte Beere [ RO-Schiersf]. a. 1768: verkrupftes Kiefernholz [Kurpf. 1648 (Wachenheimer Waldungen)]. a. 1790: dieser Kleine District ist mit verkrupften Kiefern sehr licht

[Bd. 2, Sp. 1205]
bestellet [Kurpf. 1660 a. 7 (Weidenthaler Wald)]. Südhess. II 545; RhWB Rhein. IV 1610; Bad. II 76.
 
  
ver-krüppeln schw.: wie schd., meist im Part. Perf. stehend, ve(r)krippelt (-gribəld) [verbr.]; vgl. PfWB verkröpfeln 2. Die Hand esch v. [PS-Hintwdth, verbr.]. Er hot e vekrippelde Zeh [ LU-Alsh]. In so klääne Schuh missen die Zeh vekrippele [ KL-Enkb]. Des is e vekrippelt Ding, von einem spärlich blühenden Traubenstock [ ZW-Käshf PS-Busbg]; verkreppeltes Gras [Kus]. Südhess. II 544/45; RhWB Rhein. IV 1612; LothWB Lothr. 146; ElsWB Els. I 522; Bad. II 76.
 
 
ver-kruppen s. PfWB verkrupfen.
 
  
ver-krusten schw.: von der Ausbildung des Heilschorfes auf Wunden. Die Wund vekruscht sich schun [ KL-Enkb]; vgl. PfWB verharschen. Südhess. II 545; RhWB Rhein. IV 1619.
 
 
ver-krutzen s. PfWB vergrutzen.
 
 
ver-kühlen schw.: sich v. 'erkälten', verkihle [Don-Schowe Torscha Lenauh Lovrin verbr. Gal]; vgl. PfWB verkälten 1. — Die Verbreitung des Wortes bei den Donau- und Galizienpfälzern läßt vermuten, daß es im 18. Jh. auch in Südwestdeutschland im Gebrauch war, hier aber seitdem durch verkälten abgelöst wurde. (Einwirkung von Österreich her, wo »sich verkühlen« der gängige Ausdruck ist — vgl. Kretschmer 191 — kommt zumindest für Gal nicht so weit in Betracht, daß ein geläufiges Wort durch das gleichbedeutende fremde Wort hatte verdrängt werden können.) — Südhess. II 545; RhWB Rhein. IV 1699; Bad. II 76.
 
 
Ver-kühlens n.: 'Erkältung'. Mei Vekihles hat schun domols ongfang [ Don-Werb].
 
  
ver-kujonieren schw.: = PfWB verhauen 1, verkuiniere [ NW-Weish/S]. ElsWB Els. I 429.
 
 
ver-kumen s. PfWB verkamen.