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dabern bis Dach-bampeler (Bd. 2, Sp. 12 bis 15) | |||
dabern, schw. däbern, schw. Tabernakel, n. Dabert da-bleiben, st. Tablett, n. Tablette, f. Dach, n., m. dach, Interj. Dach-auer, m. Dach-balken, m. Dach-bampeler, m. Dach-bodem, m. Dach-deckel, m. Dach-decker, m. dache dache-gäh, Adv. Dach-fenster, n. Dach-first, m. Dach-gaube, f. Dach-gauke, f. Dach-gebälk, n. Dach-geschoß, n. Dach-gesims, n. Dach-getröpfse, n. Dach-giebel, m. Dach-grün, n. Dach-hase, m. Dach-hauer, m. Dach-heimer, m. Dach-hobel, m. dach-jäh Dach-kammer, f. Dach-kanaster Dach-kandel, m. Dach-kappe, f. Dach-kater, m. Dach-katze, f. Dach-kehle, f. Dach-knaster, m. Dach-krabbeler, m. Dach-laden, m. Dach-latte, f. Dach-lei, f. Dach-leiter, f. Dach-mardel, m. Dach-marder, m. Dach-pfette, f. Dach-pfosten, m. Dach-ratte, f. Dach-reff, f. Dach-reiter, m. Dach-rinne, f. Dach-rose, f. Dach-rute, f. Dachs, m. Dachs-bau, m. Dachs-bein, n. dachs-beinig, Adj. Dachs-berg, m. Dachs-braten, m. Dach-schädel, m. Dach-schaden, m. Dach-schere, f. Dach-schindel, f. Dach-schisser, m. Dach-schlupfer, m. Dach-schnecke, f. Dach-seicher, m. Tachse, f. dachsen, schw. Tachsen+-baum, m. Tachsen-wald, m. Dachs-fell, n. Dachs-fett, n. Dachs-fleisch, n. Dachs-graben, m. Dachs-grind, m. Dachs-haar, n. Dachs-höhle, f. Dachs-huhle, f. Dachs-hühle, f. Dachs-hund, m. dachsig, Adj. Dächsin, f. Dachs-kopf, m. Dachs-loch, n. Dach-sparren, m. Dach-speicher, m. Dach-stroh, n. Dach-stube, f. Dach-stuhl, m. Dachtel, f. dachteln, schw. Dächtnis, n. Dach-trapp Dach-träpp Dach-trauf(en), m. m., n. f. Dach-träuf(en), m. m., n. f. Dach-traufe, m. m., n. f. | 1. 'triefen', vom Auge. 's Ääch dawwert [verbr. SOPf (Heeger Nachlaß)]. Zs. PfWB ab-, PfWB verdabern. — 2. 'Speichel fließen lassen', däwere [ KU-Etschbg]; vgl. PfWB Däberlappen. — G. Heeger (Nachlaß) führt das Wort zurück auf lat. tabere 'triefen' und vermutet, daß es, wie das dazugehörige tabes 'Fäulnis, Eiter', durch die ältere Medizin in die Volkssprache hineingebracht wurde. Rückbildung dazu ist Daber1 bzw. Däber. 1. in der kath. Kirche 'der schrankförmige Behälter für die Hostie', Tawwernakel [ LU-Oggh Böhl GH-Kand Don-Lenauh Lovrin Schowe], Dawwernachl [ PS-Erfw]. — 2. übertr. 'Gesicht' in der RA.: Ich schlaa der ens uf's Dawernakl, daß der die Sakristei wackelt [ Don-Schowe]. — Südhess. I 1287; RhWB Rhein. VIII 1020; ElsWB Els. II 641; Bad. I 396. 1. 'nicht fortgehen', dobleiwe (ˈbōblaiwə), -bläiwe, -bliwe, s. F. bei da u. PfWB bleiben [allg.]. Aufforderung an Gäste: Jetz bleiwen do un essen mit! [ GH-Kand]. Scherzh., wenn der Besucher gehen will: Bleiwen als do, was dun ehr dann do? [ BZ-Albw]. Gehn ehr Gottseidank schun fort? Bleiwen doch leider Gottes noch e bissel do! [Land]. Trostwort gegenüber Leidtragenden: Mer misse all fort, 's es noch keener dobleb [ RO-Als]. Tanzlied: Heem soll ich gehe, un do soll ich bleiwe, meiner Mutter soll ich Grumbeere reiwe. Heem geh ich net, un dobleib ich net, un meiner Mutter reib ich Grumbeere net [ Gal-Dornf]. — 2. 'nachsitzen in der Schule'. Er hot dobleiwe misse [NPf, allg.]. — Südhess. I 1287; Schwäb. II 5. 1. a. 'Dach eines Gebäudes oder Gebäudeteiles', das Dach, der Dach, s. F. [allg.]; vgl. PfWB Ge-, PfWB Obdach. An de alde Haiser sin die Dächer spitz, an de neie stump [ LU-Limbghf]. Die Däch sen met Ziele (Ziegeln) gedeckt [ WD-Niedkch]. Nach dem Material der Bedeckung unterscheidet man: Leien- (auch: Schiefer-), Schindel-, Stroh- (auch: Schaub-), Ziegeldach; nach der Form: [Bd. 2, Sp. 13] ![]() [Bd. 2, Sp. 14] hich, 's sin Schinnele uf'm D.! 'Es sind Kinder in der Nähe, die es hören könnten' [verbr. Don Gal Buch]. Der liecht 's Schwarze vum D., vom notorischen Lügner [ NW-Ellstdt]. Die Spatze peifen's vun de Dächer [ RO-Als, allg.]. Die Sunn scheint aa mol wirre uf unser D. 'Auch für uns kommen wieder bessere Zeiten' [ FR-Tiefth]. Dem hän se mol de rout Hahn (auch: de rout Karer 'Kater') uf's D. g'setzt 'das Haus angezündet' [ LA-Essing, allg.]. Do war awwer Feier unner'm D. 'Da geriet er (sie) in Wut' [KU-Kaulb, verbr., auch Don Gal Buch]. SprW.: E Spatz in de Hand is besser wie e Daub uf'm D. [ KL-Stelzbg]. Jedes D. hot sei Ach [verbr., auch Don Gal Buch]. WR.: Wann die Dächer trepsle, räänt's, scherzh. [ RO-Obd]. Wann die Katz uf's D. geht, werd's Frihjohr [ KL-Stelzbg]. Wann de Poo 'Pfau' nachts net uf'm D. schläft, gibt's Storm orer Reen [ KU-Schmittw/O]. Rätsel: Ich schmeiß ebbes korz uf's D., un lang kummt's runner (der Strick) [Hebel 115]. Der Vatter is noch net gut do, do steiht der Sohn schun uf's D. (Feuer - Rauch) [verbr. Don Gal Buch]. Volksgl.: Die Kinder werfen ausgefallene und gezogene Zähne über das D. des Hauses [ NW-Erph Gal-Dornf Obl]; in Gal-Dornf riefen sie dabei: Mais-che, ich gebb der e beenernes Zähnche, gebb du mer e eisernes. — Wammer mittwochs un freidags vun Hexe schwätzt, heere sie's, mitaus (engl. without 'ohne', hier: 'es sei denn') mer dut's unnich seim eegne D. un mer nennt der Dag [Fogel Beliefs Penns Nr. 1295]. VR.: ...d' Kuh licht uf'm Dach, hot sich halwer bucklich gelacht [ LA-Hainf], der ganze Reim bei auskehren1. a. 1441: so entscheiden wir sie zum erste, daß die genannte Johann Kolbe und Heinrich von Engasse die abseiten an der vorgenanten kirche zu drei teile vnd so ferne in gebürt mit ihren mitgenossen helffe decken vnd in Dach halten sollen [Niedhammer 149]. Weitere historische Belege s. PfWB Burg 1 (a. 1553) u. PfWB Breitdach (a. 1634). — b. Dachziegelart s. PfWB Breit-, PfWB Oberdach. — 2. übertr. a. 'Schädeldecke, Kopf des Menschen'. Der hat Haus, Stall un Scheier unner eem D., vom länglichen Kopf mit vortretendem Hinterhaupt [ PS-Rodalb]. D'Sunn brennt'm uf's D. [NW-Geinsh, verbr.]. 's D. fahrt mer ausenanner. 'Der Kopf zerspringt mir vor Schmerzen' [ RO-O'mosch]. RA.: hell unner'm D. 'klug, pfiffig, altgescheit' [ RO-Rehborn]. Ich steig der uf's D. 'Dir sage ich gleich die Meinung' [SP-Harths, verbr.]. Ich schlaa der uf's D. 'Ich haue dir auf den Kopf' [ KB-Albish, allg., auch Don Gal Buch]; vgl. PfWB Dachschädel. Er hot im D. 'ist betrunken' [ LU-Rh'gönh ZW-Battw FR-Albsh NW-Frankeck]. Dem hot's ins D. geräjent 'Er ist verrückt' [ FR-Eppst]. Var. zu dem VR. bei Pfand 2: Kriwwele, krawwele unner'm Dach [Bd. 2, Sp. 15] (hier: Kinn). Wer ma (mir) schmunzelt oder lacht, muß e Pfändche gewe. Schmunzel ma nit, lach ma nit, weis ma dei weiße Zähnelcher nit [Wasgau-Bote Nr. 8/1934]. Syn. s. PfWB Kopf. — b. 'vorderer Teil des Schiebkarrens, der über das Rad hinausragt', Dim. Dächel [ BZ-Annw]. — c. 'Mützenschirm', Dim. Dächel [LA-Venn BZ-Albw SOPf (Nachlaß Heeger)]. Zs. PfWB Kappendach. — F.: dax, dḁx; zum Vokal a/ḁ vgl. PfWB Bach. Pl. fast allg. dęχər, in KU-Bedb WD-Niedkch dęχ. Dim. in NPf WPf dęχəlχə in VPf dęχəl. Zum Genus: Vom Westen her bis zur Linie RO-Obd — KU-Roth — KU-Rathskch — KL-Weilb — KL-Hütschhs — KL-Bruchmühlb — HB-Sandd — HB-Breitft — HB-Bliesdlh — HB-Brenschb herrscht Gen. m., sonst n.; vgl. K. 78. Einzelne Orte mit m. in den Kreisen RO u. ZW sind als Reliktorte anzusehen; man kann also erkennen, daß die Trennungslinie in früherer Zeit weiter im Osten verlaufen ist; vermutlich deckte sie sich mit der Ostgrenze des Herzogtums Zweibrücken (vgl. K. 8 »Die Herrschaftsgebiete der Pfalz im Jahre 1789« in PfGA, K. 16 in PfA und Christmann SprBew., Abb. 3); Das Neutrum ist wie sein relativ häufiges Auftreten im m.-Gebiet zeigt, in weiterem Vordringen. — Südhess. I 1288/89; RhWB Rhein. I 1213 ff.; Saarbr. 42; LothWB Lothr. 76; ElsWB Els. II 645; Bad. I 396.
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