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dar-kommen bis Därmel (Bd. 2, Sp. 118 bis 120) | |||
dar-kommen, st. Dar-lehen, n. darlich Darm, m. Darm-beere Darm-bruch, m. Därme-fett Därme-gichter Därmegicht-saft, m. Därme-kreischen, n. Därmel, m. Därmel därmelig, Adj. därmelig tärmen Därme-putzicht, n. Därme-reißen, n. Därme-schmalz, n. Därme-verschlenkung Därme-wind Darm-fett, n. Darm-fistel, n. Darm-geschwür, n. Darm-gichter(n), Pl. Darm-gras, n. Darm-haspler, m. darmig därmig dar-mit Darm-kolik, f. Darm-krankheit, f. Darm-krebs, m. Darm-pfetzig, Gen.? Darm-schleich, f. Darm-verschlenkung, f. Darm-verschlingung, f. Darm-wind, m. Darn dar-nach dar-nachder(t) dar-nachet dar-nachthin darneben tärnen dar-ob, Adv. dar-oben Tarock, m. tarocken, schw. därr Tarraß-büchse, f. darren därren därren Därrese Därr(e)-weg dart Tarte Tärtel, n. tärteln, schw. Tärten, m. Darte dar-üben dar-über, Adv. darüber-außen, Adv. darüber-bringen, st. Darüber-decker, m. darüber-draußen, Adv. darüber-eggen, schw. darüber-fahren, st. darüber-fallen, st. darüber-fliegen, st. darüber-galoppieren, schw. darüber-gehen, st. darüber-gucken, schw. darüber-hauen, schw. darüber-heben, st. darüber-henken, st. darüber-her, Adv. darüber-hin, Adv. darüber-hinaus, Adv. darüber-hinein, Adv. darüber-holpern, schw. darüber-huppsen, schw. darüberig, Adj. darüber-klettern, schw. darüber-kommen, st. darüber-krabbeln, schw. darüber-laufen, st. darüber-legen, schw. darüber-machen, schw. darüber-pappen, schw. darüber-reiben, st. darüber-reichen, schw. darüber-rennen, schw. darüber-rütschen, schw. darüber-schlagen, st. darüber-schleifen, st. darüber-schlupfen, schw. darüber-schritten, schw. darüber-schütten, st. | 1. a. wie schd., Daarem, Daarm, Pl. Däärem, Däärm, s. F. [allg.]. Der Metzjer loßt (dem Schwein) die Däärem raus, butzt un fillt die D. [ PS-Erfw, KB-Kerzh BZ-Dernb Don-Schowe Torscha Gal-Dornf]. Scherzwort beim Schlachten: Du brauchscht die Däärem meiner Sau net zu butze; ich weeß, was se gefresse hot [ BZ-Dernb]. E Doorem is noch lang käin Worscht [ KU-Schmittw/O]. Er laaft dorum, wie wann er ken Darem im Leib hätt, von einem abgemagerten Menschen [ LU-Friesh]. Der hot bloß eene Darem, dass. [Hebel 20]. Ich huns in de Däärm, von Geräuschen in den Gedärmen [KB-Kerzh, verbr.]. Er hot's an de Däärem 'hat eine Darmkrankheit' [VPf, allg.]. Er hot e träge Daarem, von einem Hartleibigen [ LU-Opp]. Wammer viel Wasser trinkt, kriet mer blooe Därem, scherzh. Warnung für Kinder [Kaislt, verbr.]. Wammer sich in de Finger schneidt, kumme die Därem eraus, Warnung für Kinder, ein Messer in die Hand zu nehmen [ KU-Schmittw/O Bedb KB-Kriegsf LU-Limbghf]. Der hot Däärm wie ä Hossebään so weit, von einem, der viel ißt [ PS-Erfw]. Er hot 's Reiße in de Däärm, bei starken Bauchschmerzen [ NW-Frankeck]. 's hat mer schier die Därem verriß, dass. [ ZW-Battw]. Denne han ich ugfeschlaa, daß'm die Däärm hinne erauskumm sin [ KL-Wörsb]. Verwünschung: Krie Knepp in die Däärem! [ Gal-Josbg]. RA.: Do dreh'n sich ääm die Därem im Leib erum, Ausdruck starker Verwunderung [ NW-Freinsh]. Der wollt mer die Däärm aus'm Leib zieje 'wollte mich gründlich ausfragen' [ LU-Opp]. 's Finanzamt zählt äm die Däärm im [Bd. 2, Sp. 119] Leib [LU-Friesh, verbr.]. Hie wisse mer, wieviel Eele (Ellen) Däärm jeder im Leib hot 'Hier kennen wir jeden innen und außen' [ KL-Katzw]. SprW.: Liewer en mieder Arm wie en leerer Darm [ Rußl-Worms]. Liewer die Där(e)m im Leib versprengt, als dem Wert 'n Grosche g'schenkt [Wilde 263]. Zs. PfWB Arsch-, PfWB Blind-, PfWB Bratwurst-, PfWB Butt-, PfWB Dick-, PfWB Dünn-, PfWB Katzen-, PfWB Knall-, PfWB Krach-, PfWB Kranz-, Kraus-, PfWB Leberwurst-, PfWB Mast-, PfWB Mittel-, PfWB Sau-, Schaf-, PfWB Schweinedarm. — b. 'das gesamte Eingeweide des Schlachtviehes', nur Pl. Däärem [ KU-Börsbn IB-Heckdh Rubh Ballw Blieskst HB-Walsh PS-Herschbg KL-Obernh Hoheck Rodb Schneckhs RO-Winnw KB-Orb Rüssing FR-Quirnh LA-Offb BZ-Dierb W'rohrb], Dääreme [ KU-Breitb]; vgl. PfWB Gedärme. Syn. s. Geräub. — 2. übertr. a. Das is e Darem, scherzh. von einem zaundürren Menschen [ KL-Bann]; vgl. PfWB Eindarm; e hungricher Dorem 'Geizhals' [ BZ-Steinf]; vgl. PfWB Hungerdarm; andere Charaktereigenschaften in den Zs. PfWB Hunds-, PfWB Knotter-, PfWB Krach-, PfWB Quäldarm. — b. scherzh. für 'langer, schmaler Acker', Daarem [ KU-Kaulb]. — c. 'Gehirn', scherzh. RA.: Du hoschd gar kä dumme Därm im Kopp, von einem, der auf seinen Vorteil bedacht ist [ RO-Lohnsf]; auch: kään schlaue Därm [Kaislt]. — d. Pflanzennamen in den Zs. PfWB Gänse-, PfWB Hart-, PfWB Hünkel(s)-, PfWB Hust-, PfWB Wingertsdarm. — F. (vgl. PfWB arm): zumeist dārəm bzw. drəm; bei der jüngeren Gener. dārm/drm, unter schriftpsrachl. Einfluß individuell auch darm/dḁrm. Mittleres und helles -ā- NPf mittl. u. südl. WPf verbr. nördl. VPf vereinzelt südl. VPf; dunkles -- NWPf IB-Walsh RO-Dörrmosch PS-Leim Schönau KB-Mörsf Bischh mittl. VPf BZ-Schweig GH-Hördt Jockgr Neubg; drəm KU-Schmittw/O Bechb BZ-Steinf; drim PS-Erfw BZ-Stein. Pl. fast allg. dǟrəm; dǟrim in PS-Erfw BZ-Stein; dērəm in RO-Rehborn; dǟrm in KU-O'staufb Herschw/ Petth Körbn ZW-Bechhf RO-Dielkch Sippf Rockhs KL-Wörsb KB-Kriegsf LU-Maud Opp BZ-Albw; individuell auch därm; dǟrmə in KU-Breitb LA-Impfl. Als Bestimmungswort in Zs. erscheint z. T. der Sing., z. T. der Pl.; vgl. die einschlägigen Stichwörter. — Südhess. I 1394/95; RhWB Rhein. I 1270/71; LothWB Lothr. 80; ElsWB Els. II 714; Bad. I 426. [Bd. 2, Sp. 120]
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