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ver-greifen bis Ver-gunner (Bd. 2, Sp. 1168 bis 1169) | |||
ver-greifen, st. ver-greinen, schw. ver-grillesieren, schw. ver-größern, schw. ver-grozen ver-grubbern, schw. ver-grutzen, schw. ver-grützen, schw. ver-gucken, schw. ver-gummen, schw. ver-gunnen, schw. ver-günnen, schw. Ver-gunner, m. ver-gunnisch, Adj. ver-habern ver-hachern, schw. ver-hächseln, schw. ver-hächsen, schw. ver-häckeln, schw. ver-hacken, schw. ver-hafern, schw. ver-haften, schw. ver-haftig, Adv. ver-hageln, schw. ver-hakeln, schw. ver-halgern, schw. ver-halten, st. Ver-hältnis, n. ver-hamfeiteln, schw. ver-hammeln, schw. ver-hammeln, schw. ver-hampeln, schw. ver-handeln, schw. Ver-handlung, f. ver-hängen, st., schw. ver-henken, st., schw. Ver-hängnis, n. ver-hannickeln, schw. ver-hänseln, schw. ver-happeln, schw. ver-häppeln, schw. ver-harigen, schw. ver-härmt, adj. ver-harschen, schw. ver-harzen, schw. ver-haspeln, schw. ver-haßt, adj. ver-hasten, schw. ver-hastern, schw. ver-hätscheln, schw. Ver-hau, m. ver-häubeln, schw. ver-haudert, adj. ver-hauen, st. ver-hausen, schw. ver-hauter, Adj. ver-hebeln, schw. ver-heben, st. ver-hecheln, schw. ver-hechseln ver-heddern, schw. ver-hegen, schw. ver-hehlen, schw. ver-heien, schw. ver-heier, Adj. Ver-heier, m. ver-heiern, schw. ver-heilen, schw. Ver-heiler, m. ver-heilt, Adj. ver-heimeln, schw. ver-heimlichen, schw. ver-heiraskeln, schw. ver-heiraspeln, schw. ver-heiraten, schw. ver-heißen, st. ver-helfen, st. ver-henken ver-hergen, schw. ver-herrt, Adj. ver-heseln ver-hesen ver-hetzen, schw. ver-heulen, schw. ver-hexen, schw. ver-himmeln, schw. ver-hinderlich, Adj. ver-hindern, schw. ver-hitzen, schw. Ver-hitzung, f. ver-hocken, schw. ver-hoffen, schw. ver-hofieren, schw. ver-hohnächeln ver-hohnackeln, schw. ver-hohnbengeln, schw. ver-hohnepippeln, schw. ver-hohnicheln, schw. ver-hohnippeln, schw. ver-holen, schw. | 1. sich v. 'falsch greifen, danebengreifen', bes. 'Geld falsch herausgeben, Salz mit Zucker verwechseln', sich ve(r)greife [allg.]. De Abedeker hat sich vegriff 'die falsche Arznei verkauft' [ FR-Albsh]. — 2. sich die Hand v. 'durch ungeschicktes Greifen sich die Hand verrenken' [verbr.]. Spr. s. PfWB verstauchen 1. — 3. a. sich an jemand v. α. 'einen Schwächeren tätlich angreifen'. Er hot sich an seim Vadder vergriffe [LA-Gommh, verbr.]. Wie kammer sich an so'me Kind v.? [ NW-Haßl]; vgl. PfWB vergehen 5 b. — β. 'Minderjährige geschlechtlich mißbrauchen' [verbr.]. — b. sich an etwas v. 'sich etwas widerrechtlich aneignen' [verbr.]; vgl. PfWB vergrapschen. Syn. s. PfWB stehlen. — 4. etwas v. 'durch Greifen abnutzen'. Die Blärrer im Buch sin schun ganz vergreffe [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB abgreifen 2. Syn. s. PfWB verwetzen 1. — Südhess. II 497; RhWB Rhein. II 1381/82; ElsWB Els. I 270/71; Bad. II 62. 1. 'durch ungeschicktes Schneiden verunstalten', ve(r)grutze [KU-Dietschw verbr. VPf Don-Schowe Torscha verbr. Gal]. Syn.: PfWB verketzern 2, PfWB versäbeln 1, PfWB verschneiden 1 b, PfWB verseckern, PfWB verstümpfeln. Du 's Brot net so vergrutze! [verbr. Gal]. Der Friseer hot mer die Hoor vegrutzt [ NW-Hardbg]. Denne kennt ich grad vergritze! [ Gal-Dornf]. — 2. adj. Part. Perf.; e vegrutzt Kerlche, von einem kleinen mageren Mann [ KL-Bann]; vergrutzt Zeich, z. B. von verkrüppelten Baumfrüchten [ HB-O'bexb]. — Zu PfWB grutzen. — Südhess. II 498; RhWB Rhein. II 1476; Bad. II 63. 1. sich v. a. 'sich täuschen', ve(r)gucke [verbr. VPf]. Syn. s. (sich) irren. Wann ich dich verwisch, werscht dich vergucke!, Drohung [ GH-Zeisk]. An dem kammer sich leicht vergucke, der hot's hinner de Ohre [ Buch-Illisch]. — b. Sie (die Mutter) hot sich [Bd. 2, Sp. 1169] (an etwas) verguckt, zur Erklärung des Muttermals bei einem Kinde [ GH-Kand]; vgl. PfWB versehen 2 a. — 2. sich in jemand v. 'verlieben'. Syn. s. PfWB verlieben. Er hot sich in se veguckt [ZW-L'wied, verbr.]. Wie kammer sich an so änner v.? [PS-Burgalb, verbr.]. Die zwää hän sich inanner verguckt [Frankth]. — Südhess. II 498; RhWB Rhein. II 1481; Saarbr. 218; LothWB Lothr. 142; Bad. II 63. 1. a. 'sehr gönnen', ve(r)gunne [verbr.]. Sie kann 'me annere net die Aue im Kopp (net 's Esse, net 's Schnaufe) v., von einer Neidischen [KL-Samb, verbr.]. Du kenntscht deim Maul jetzt emol (die) Ruh v. 'könntest endlich schweigen' [ KU-A'glan]. Der kann äim 's Maul net vergonne 'findet es nicht der Mühe wert, mit einem zu sprechen' [ WD-Niedkch]. Ich vegunn's'm, wann er emol recht angeht 'eine Abfuhr bekommt' [ KL-Hirschhn]. RA.: Des vergunnt de Hund seiner Motter net, von schlechtem Essen [Don (Steinmetz)]. — b. 'in Güte gestatten'. a. 1540: Item 1 gulden ein schneider ... vmb das ime (ihm) vergünt bey einer witfrauen daselbst Hauß zu halten [SSp., Mgr. Baden, Gräfensteiner Amtsgefälle]. — 2. 'mißgönnen', vgl. PfWB vergunnisch [verbr. WPf]. Volksgl.: Wammer am Disch sich eppes nemmt un 's fallt em, sagt mer; Wer hot mer's vergunnt? [Fogel Beliefs Penns Nr. 298]. — Zu Bed. 2 vgl. Lexer Lexer III 121. — Südhess. II 499; RhWB Rhein. II 1492/93; LothWB Lothr. 142; ElsWB Els. I 222; Bad. II 61/62.
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