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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ver-gleichen bis ver-goschen (Bd. 2, Sp. 1166 bis 1167)
 
ver-gleichen, st.
Ver-gleifung, f.
ver-glosen, schw.
ver-glünzeln, schw.
ver-gnügen, schw.
Ver-gnügen, n.
ver-gocksen, schw.
ver-gogeln, schw.
ver-golden, schw.
ver-gönnen
ver-goschen, schw.
ver-graben, st.,  schw.
ver-grämt, Adj.
ver-grapschen, schw.
ver-grasen, schw.
ver-gratschen, schw.
ver-grauen, schw.
ver-graunzen, schw.
ver-grauzen, schw.
ver-gräuzen, schw.
ver-greifen, st.
ver-greinen, schw.
ver-grillesieren, schw.
ver-größern, schw.
ver-grozen
ver-grubbern, schw.
ver-grutzen, schw.
ver-grützen, schw.
ver-gucken, schw.
ver-gummen, schw.
ver-gunnen, schw.
ver-günnen, schw.
Ver-gunner, m.
ver-gunnisch, Adj.
ver-habern
ver-hachern, schw.
ver-hächseln, schw.
ver-hächsen, schw.
ver-häckeln, schw.
ver-hacken, schw.
ver-hafern, schw.
ver-haften, schw.
ver-haftig, Adv.
ver-hageln, schw.
ver-hakeln, schw.
ver-halgern, schw.
ver-halten, st.
Ver-hältnis, n.
ver-hamfeiteln, schw.
ver-hammeln, schw.
ver-hammeln, schw.
ver-hampeln, schw.
ver-handeln, schw.
Ver-handlung, f.
ver-hängen, st.,  schw.
ver-henken, st.,  schw.
Ver-hängnis, n.
ver-hannickeln, schw.
ver-hänseln, schw.
ver-happeln, schw.
ver-häppeln, schw.
ver-harigen, schw.
ver-härmt, adj.
ver-harschen, schw.
ver-harzen, schw.
ver-haspeln, schw.
ver-haßt, adj.
ver-hasten, schw.
ver-hastern, schw.
ver-hätscheln, schw.
Ver-hau, m.
ver-häubeln, schw.
ver-haudert, adj.
ver-hauen, st.
ver-hausen, schw.
ver-hauter, Adj.
ver-hebeln, schw.
ver-heben, st.
ver-hecheln, schw.
ver-hechseln
ver-heddern, schw.
ver-hegen, schw.
ver-hehlen, schw.
ver-heien, schw.
ver-heier, Adj.
Ver-heier, m.
ver-heiern, schw.
ver-heilen, schw.
Ver-heiler, m.
ver-heilt, Adj.
ver-heimeln, schw.
ver-heimlichen, schw.
ver-heiraskeln, schw.
ver-heiraspeln, schw.
ver-heiraten, schw.
ver-heißen, st.
ver-helfen, st.
ver-henken
ver-hergen, schw.
ver-herrt, Adj.
   ver-gleichen st.:
1. 'einen Vergleich 1 herbeiführen'.
a. sich v. 'sich gütlich einigen', sich vergleiche [BZ-Dernb verbr. Gal], -glääche [ RO-Lettw]. a. 1570: (Die Geraidegenossen sind) zusammenkommen, sich einer beßern ordnung zu vergleichen [PfWeist. I 100 (Bergz)]. ca. 1580: solle er sich mit ihme nach billichen Dingen 'nach üblichem Gerichtsgebrauch' vergleichen [Friedel 178 (KL-Hoheck)]. —
b. 'einen Streit von Amts wegen schlichten'. »Gehen heem, ehr sinn vergliche«, Worte eines Oberamtsrichters an zwei Widersacher [Zahn Pläsier 122]. —
c. 'eine Übereinkunft treffen'. a. 1609: daß laub im wald Qverenberg betrefflich, ist verglichen, daß ein jeder gereider, ... zwey kärch voll heimzuführen macht haben (soll) [PfWeist. I 104 (Bergz)]. —
2. 'prüfend nebeneinanderstellen'. Mer soll Mensch un Vieh net z'samme vergleiche [NW-Haßl Spey, Don Schowe Torscha Keiler 63]. — Südhess. II 495; Rhein. _ 1270/71; LothWB Lothr. 142; Bad. II 61.
 
  
Ver-gleifung f.: 'die abgeschrägte Fläche der Wand in einer Fensternische', Vergleefung [ BZ-Birkhdt]; vgl. PfWB Gleif. Südhess. II 495 vergleifen.
 
  
ver-glosen schw.: 'schwelend verbrennen'. 's Holz verglust [ BZ-Dernb]. Rhein. II 1277.
 
  
ver-glünzeln schw.: 'verzärteln, verwöhnen', ve(r)glinzle [verbr. südl. VPf]; verglinsle un verpiensle [SOPf (Nachlaß Heeger)]; vgl. PfWB aufglünzeln, PfWB verhätscheln. Sie hot ehr Kinner ganz verglinzelt [ BZ-Dernb]. (Das ist ein) verglinzelt Ding 'ein verzogenes Mädchen' [PfId. 146]. — Zu mhd. klunsen 'das Schmeicheln, Schöntun'. — RhWB Rhein. II 1289.
 
  
ver-gnügen schw.:
1.
a. sich v., wie schd. 's Kind vegniecht sich mit seiner Bopp (Puppe) [ KU-Kaulb Kreimb]. Die junge Leit vergnieje sich mit Spazieregeh un Danze [ ZW-Battw]; vgl. PfWB veramüsieren. —
b. adj. Part. Perf. ve(r)gniecht 'lustig, heiter' [verbr.]. Zs. quietsch-, PfWB seelenvergnügt. Er macht e v. Gesicht [RO-Semb, verbr.]. Man wünscht sich: Ve(r)gniechde Feierdag(e), v. Oschdere, v. Weihnachde, e vergniechdi Kerwe! [allg.]. —
2. 'Genüge tun, entschädigen', vergnügen [LU-Assh (alte Akten 18. Jh.)]. — Südhess. II 495; RhWB Rhein. VI 271; Saarbr. 218; ElsWB Els. I 764; Bad. II 61 Z. 42 ff.
 
  
Ver-gnügen n.:
1. 'Freude, Kurzweil', Ve(r)gnieche (-gnīχə, -gnīə) [verbr.], -gniege (-gnīgə) [ LU-Friesh Opp], -gnie(j)e [ KU-Schmittw/O Diedk]; vgl. PfWB Amüsement, PfWB Pläsier 1, PfWB Fot. Zs. Pläsier-, Sonntags-, PfWB Weihnachtsvergnügen. Er macht sich e V. [ KU-Bedb]. Er hot viel V. g'hatt [ LU-Opp]. Er geht seim V. nooch

[Bd. 2, Sp. 1167]
[ LA-Gommh]. Zur Reise wird gewünscht: Veel V.! [ZW-Lambsbn, verbr.]. Ich winsch der viel V.! [ KU-Bedb]. Scherzh.: Viel V. un e Platzreeche uf de Buckel! [ KL-Fischb]. Scherzh. Wortverdrehung: Viel am Knieche! [ LU-Friesh]. SprW.: Erscht die Ärwet, dann 's V. [ LU-Opp]. —
2. 'unterhaltsame Veranstaltung', vgl. PfWB Tanzvergnügen. An V. fehlt's in unserm Dorf net, un die V. koschde viel Geld [ KL-Reichb]. — Südhess. II 495/96; Rhein. VI 271 Z. 9 ff.; ElsWB Els. I 764; Bad. II 61.
 
  
ver-gocksen schw.: einen v. 'beschwindeln', verkokse [ GH-Freckf], -gogse (-gōgsə) [Pirmas (Arbeiter u. jüngere Gener.)]. Syn. s. PfWB betrügen. Südhess. II 538 verkoksen.
 
  
ver-gogeln schw.: sich v. 'kichern', sich vegoogele [ RO-Rehborn Callb]; vgl. PfWB verlachen. — Zu mhd. gogeln 'sich ausgelassen gebärden'.
 
  
ver-golden schw.: wie schd., ve(r)golde [verbr.]; die Niß (am Weihnachtsbaum) v. [verbr.]. RA.: Er hat's vergoldt kriet 'hat seine Ware gut verkauft' [ ZW-Battw]. Dere ehr Buckel werd gut vegold, von der großen Mitgift eines buckeligen Mädchens [Krieger 29]. Südhess. II 496; RhWB Rhein. II 1303; Bad. II 61.
 
 
ver-gönnen s. PfWB vergunnen.
 
  
ver-goschen schw.: = PfWB betrügen, vegosche [ NW-Iggb]. — Zu PfWB Gosche. — ElsWB Els. I 239.