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Pfälzisches Wörterbuch 
 
darauf-zu bis darein-bleiben (Bd. 2, Sp. 116 bis 117)
 
  darauf-zu Adv.: 'auf ein bestimmtes Ziel hin', z. B. in der Wend. Nix wie drufzu (drufˈdsū)! [verbr.]. Meist jedoch in Verb. mit Verben der Bewegung, s. die nachfolgenden Stichwörter. Südhess. I 1389.
 
 
daraufzu-fahren st.: 'auf ein bestimmtes Ziel hin, querfeldein fahren', drufzufahre [verbr.]. — -gehen st.: vgl. PfWB -fahren, -gehe [verbr.]. — -laufen st.: vgl. PfWB -fahren, -laafe, -lääfe [verbr.] — -rennen schw.: vgl. PfWB -fahren, -renne [verbr.].
 
 
dar-aus Adv.: wie schd.; draus (aus einem bestimmten Glas) trinke, draus (aus einem bestimmten Buch) vorlese, sich eppes Scheenes draus (aus einem bestimmten Stoff) mache [verbr.]. Was is'n draus worre (aus der Sache)? [nördl. VPf, allg.]. In festen Verbindungen: viel Ufhewes draus mache 'Aufsehen verursachen'; sich nix draus mache 'etwas nicht ernst nehmen' [allg.]. Do werd nix draus 'Das kommt nicht zustande' [allg.]. Südhess. I 1389/90; RhWB Rhein. I 1261; Bad. I 425.
 
  
daraus-kommen st.:
1. 'sich aus einer mißlichen Lage befreien', drauskumme [fast allg.], -komme [ KU-Brück], -kamme [ KU-Körbn]. Do kann ich net drauskomme [ KL-Matzb]. Do kemmscht net draus [ WD-Niedkch]; vgl. PfWB herauskommen. —
2. 'ausreichen, von etwas genug haben'. Mer kummt nit draus [LA-Impfl.] —
3. 'verstehen, dahinterkommen'. Ich kumm net draus [KL-Stelzbg, verbr.]. — Südhess. I 1390; RhWB Rhein. I 1261; Bad. I 425 Z. 43.
 
 
dar-außen s. PfWB draußen; dar-bei s. PfWB dabei. dar-durch s. PfWB dadurch.
 
  
dar-ein, -inAdv.: 'in etwas', drein (drain, drǫin) [verbr. bes. VPf u. städtisch], drin, dren [verbr. bes. WPf NPf]. Der Gebrauch der Formen mit ein und i(e) ist der gleiche wie bei den Adverbien ein, hinein, herein und ihren Zusammensetzungen. Do kennt sich niemand drein (drin, dren) aus [allg.]. Do is (isch) der Brand drein (drin, dren), vom Wundbrand [allg.]. RA.: Do is der Dinjer (Tüncher) drin, vom leeren Geldbeutel [ ZW-Marthh]. Do kennt sich kan Sau dren aus [KB-Kriegsf, verbr.]. Der schlaat drin rum wie e Fisch im Wasser [ Don-Gertianosch]. SprW.: Wer drin is (in der Ehe), will raus; un wer haus is, will nein [ NW-Ellstdt]. Geb dich in G'fahr, un du kummscht drin um [PennsDeitschEck 30. 1. 1954]. Wu nix drin is, kann nix erauskumme [Krieger 35]. Volksmed.: Bei Vergiftunge trenkt mer warm Wasser met

[Bd. 2, Sp. 117]
Botter dren [ WD-Niedkch]. a. 1543: Item kein schreiber soll daruber ohn beisein der scheffen gehen oder nichts dorin schreiben [Grimm Weist. V 640 (RO-H'stätt)]. — Südhess. I 1391 u. 1392; RhWB Rhein. I 1262; ElsWB Els. I 47; Bad. I 426.
 
 
darein-, darin-bleibenst.: 'nachsitzen in der Schule'. Er hot misse dreinbleiwe [verbr. VPf], drinbleiwe [verbr. WPf]. Südhess. I 1392; RhWB Rhein. I 1265; Bad. I 426.