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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ver-drücken bis ver-dulden (Bd. 2, Sp. 1148 bis 1149)
 
ver-drücken, schw.
ver-drudeln
ver-drumbeln
Ver-druß, m.
ver-dübeln, schw.
ver-duckeln, schw.
verduckelter-weise, Adv.
ver-ducken, schw.
ver-duften, schw.
ver-dulaken, schw.
ver-dulden, schw.
ver-dulfen, schw.
ver-dummen, schw.
ver-dumpfen, Adj.
Ver-dung, m.
ver-dünnen, schw.
ver-dunsten, schw.
ver-dürren
ver-dursteln, schw.
ver-dursten, schw.
ver-dürstern, schw.
ver-dutzen, schw.
ver-dutzt
ver-duwaken
ver-ebnen, schw.
ver-edeln, schw.
ver-eggen, schw.
ver-ehren, schw.
Ver-ehrung, f.
ver-eidigen, schw.
ver-eifern, schw.
ver-eignen, schw.
Ver-ein, m.
ver-einigen, schw.
Vereins-fahne, f. m.
Vereins-fahnen, f. m.
ver-eisen, schw.
ver-eitern, schw.
Ver-eiterung, f.
ver-ekeln, schw.
ver-embern, schw.
ver-engen
ver-erben, schw.
ver-essen, st.
ver-exkusieren, schw.
ver-explizieren, schw.
ver-fahren, st.
Ver-fahren, n.
Ver-fall, m.
ver-fallen, st.
Ver-fang, m. n.
Ver-fangen, m. n.
ver-fangen, st.
ver-fänglich, Adj.
ver-färben, schw.
ver-fassen, schw.
ver-faulen, schw.
ver-fehlen, schw.
ver-feilen, schw.
ver-feinden, schw.
ver-fetzeln, schw.
ver-fetzen, schw.
ver-fickeln, schw.
ver-ficken, Adj.
ver-filzen, schw.
ver-fingern, schw.
ver-finstern, schw.
ver-fisern, schw.
ver-fitscheln, schw.
ver-fitschen, schw.
ver-fitzen, schw.
ver-flackern, schw.
ver-flammt, Adj.
ver-flappen, schw.
ver-flatschen, schw.
ver-flecken, schw.
ver-flennen, schw.
ver-flicken, schw.
ver-fliegen, st.
ver-flixt, Adj.
ver-flözen, schw.
ver-fluchen, schw.
ver-fluchtig, Adv.
ver-folgen, schw.
Verfolgungs-wahn, m.
ver-franseln, schw.
ver-fransen, schw.
ver-fressen, st.
ver-fressen
ver-frieren, st.
ver-froren
ver-frorenig, Adj.
ver-fuggern, schw.
ver-führen, schw.
ver-führerisch, Adj.
ver-fuhrwerken, schw.
ver-füllen, schw.
ver-füttern, schw.
ver-gackeiern, schw.
ver-gäcksen, schw.
   ver-drücken schw.:
1.
a. etwas v. 'zerdrükken', ve(r)dricke [allg.]; Scholle (auf dem Acker) v. [SP-Mechth, verbr.]; verdrickde Grumbeere 'gestampfte Kartoffeln' [ KU-Bedb]; vgl. PfWB vermatschen. Die Beere (Birnen) sin so wääch, daß mer se met de Zung v. kann [ KU-Wolfst]. RA.: Du kannscht mer die Bloos im Aarsch v. 'mich am A. lecken' [ Gal-Sap Brotschk]. —
b. einen Menschen, ein Tier v. 'totdrücken'; vgl. PfWB verkaponieren. Ich vedrick dich wie e Quetsch! [Krieger 5], ... zu Brei [ BZ-Dernb]. Sie kennten enanner vor Haß v. [ KU-Schmittw/O]. Volksgl.: Wannde en Spinn antreffscht, sottscht se v., noh krigscht ken wehi Hand [Fogel Beliefs Penns Nr. 316]. —
2.
a. 'viel und hastig essen', eigentlich 'hinabwürgend verzehren'; e Stick Brot v. [Pirmas, verbr.]; vgl. PfWB verschlingen. Ich kennt eppes Ordentliches v. [ NW-Bobh]. —
b. ener v. 'einen Schoppen trinken' [ IB-Bliesmg/Bolch]. Syn. s. PfWB trinken 1 a. —
3. 'zusammendrücken'.
a. e vedrickt Gesicht, von den beim Schlafen entstandenen Druckfalten im Gesicht [KU-Kaulb, verbr.]. —
b. ein Kind v. 'liebkosend drücken' [FR-Hettldh NW-Weish/ S SP-Heiligst BZ-Dernb GH-Schaidt verbr. Gal]; vgl. PfWB verknutschen 1, PfWB verknollchen, PfWB vernudeln 1, PfWB verquirksen. Alle Syn. s. PfWB liebdrücken. —
4. sich v. 'sich unauffällig entfernen', scherzh.-ironisch [allg.]; vgl. PfWB verduften. Ich han mich dapper vedrickt [ KU-Rathsw]. Vedrick dich! [ KL-Hütschhs]. — Südhess. II 470/71; RhWB Rhein. I 1511; ElsWB Els. II 752; Bad. II 53.
 
 
ver-drudeln s. PfWB vertrudeln; ver-drumbeln s. PfWB vertrumpeln.
 
  
Ver-druß m.: wie schd., Ve(r)druß [verbr.]; vgl. PfWB Ärger, PfWB Verdrieß. Er hot viel V. g'hatt [ GH-Kand]. Südhess. II 471; RhWB Rhein. I 1528; LothWB Lothr. 140; ElsWB Els. II 765; Bad. II 53.
 
  
ver-dübeln schw.: 'mit einem Dübel 1 befestigen', verdiwwle [ LA-Venn]; vgl. PfWB dübeln 1, PfWB zusammendübeln. Bad. II 53.
 
  
ver-duckeln schw.:
1. etwas v.
a. 'verheimlichen'. Sie welle's ve(r)duckele [KU-Kreimb, verbr., auch Don-Schowe Torscha Werb Tscherwk]. Syn. s. PfWB vertuschen1 1. —
b. 'entwenden' [ NW-Weish/S]. Syn. s. PfWB stehlen. —
2. sich v. 'sich verbergen' [ZW-Dietriching, mancherorts

[Bd. 2, Sp. 1149]
südl. VPf]. Syn. s. PfWB versteckeln 1. Ich häb mich hinner de Hecke verduckelt [ BZ-Dernb]. — Intensivum zu PfWB verducken. — Südhess. II 471; RhWB Rhein. I 1537; Saarbr. 217; Bad. II 53.
 
  
verduckelter-weise Adv.: 'heimlich, verstohlenerweise'; verducklterweis eppes nemme 'stehlen' [ NW-Weish/S]. — Zu PfWB verduckeln.
 
  
ver-ducken schw.:
1. 'verbergen', verducke [ KB-Kerzh]. Syn. s. PfWB versteckeln 1. —
2. sich v. 'sich heimlich entfernen', vgl. PfWB verduften. Verduck dich! 'Mach, daß du fortkommst!' [ LU-Altr]. — Zu PfWB ducken 1 a. — RhWB Rhein. I 1536.
 
  
ver-duften schw.: 'sich entfernen, heimlich weggehen', absol. und (häufiger) refl., (sich) ve(r)dufde (-dufdə) [verbr., auch Don Gal Buch]; vgl. PfWB verdrücken 4, PfWB verducken 2, PfWB verdünnen 2, PfWB verkratzen 3, PfWB verkrümeln 2, PfWB verlaufen 2 b, PfWB verschwinden 1 b, PfWB verziehen 3 c; weitere Syn. s. PfWB weggehen. Er is verduft [KU-Schmittw/O, verbr.]. Er hot sich v. [KB-Kriegsf, verbr.]. Veduft! [ KL-Fischb]. Verduft dich! [IB-Ormh, verbr.]. Südhess. II 472; RhWB Rhein. I 1544; Bad. II 53.
 
  
ver-dulaken schw.: 'tüchtig verprügeln', vedulake [ KL-Alsbn]; vgl. PfWB verdalakern. Syn. s. PfWB verhauen 1.
 
  
ver-dulden schw.: sich v. 'bei einer langwierigen Arbeit oder in einer langweiligen Situation viel Geduld aufbringen', sich vedulle [KL-Hirschhn, verbr. NWPf GH-Kand Schandein Sprachsch. 16]; vgl. (sich) dulden 2, PfWB verweilen, PfWB gedulden. Ich kann mich stunnelang dran v. [ GH-Kand]. Südhess. II 472.