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ver-dienen bis ver-dost (Bd. 2, Sp. 1144 bis 1146) | |||
ver-dienen, schw. Ver-diener, m. Ver-dienst, m., n. Ferdinand, m. ver-dingen, schw. Verdinger-markt, m. ver-doktern, schw. ver-dollern, schw. ver-donnern, schw. ver-dörren, schw. ver-dorren, schw. ver-dost, Adj. ver-dotteln, schw. ver-dotzen ver-drängen, schw. ver-drasseln ver-drecken, schw. ver-drecksen, schw. ver-drehen, schw. ver-dreht ver-dreschen, st., schw. ver-dressilieren, schw. Ver-drieß, n. ver-drießen, st. ver-drießlich, Adj. ver-drosseln ver-drossen ver-drücken, schw. ver-drudeln ver-drumbeln Ver-druß, m. ver-dübeln, schw. ver-duckeln, schw. verduckelter-weise, Adv. ver-ducken, schw. ver-duften, schw. ver-dulaken, schw. ver-dulden, schw. ver-dulfen, schw. ver-dummen, schw. ver-dumpfen, Adj. Ver-dung, m. ver-dünnen, schw. ver-dunsten, schw. ver-dürren ver-dursteln, schw. ver-dursten, schw. ver-dürstern, schw. ver-dutzen, schw. ver-dutzt ver-duwaken ver-ebnen, schw. ver-edeln, schw. ver-eggen, schw. ver-ehren, schw. Ver-ehrung, f. ver-eidigen, schw. ver-eifern, schw. ver-eignen, schw. Ver-ein, m. ver-einigen, schw. Vereins-fahne, f. m. Vereins-fahnen, f. m. ver-eisen, schw. ver-eitern, schw. Ver-eiterung, f. ver-ekeln, schw. ver-embern, schw. ver-engen ver-erben, schw. ver-essen, st. ver-exkusieren, schw. ver-explizieren, schw. ver-fahren, st. Ver-fahren, n. Ver-fall, m. ver-fallen, st. Ver-fang, m. n. Ver-fangen, m. n. ver-fangen, st. ver-fänglich, Adj. ver-färben, schw. ver-fassen, schw. ver-faulen, schw. ver-fehlen, schw. ver-feilen, schw. ver-feinden, schw. ver-fetzeln, schw. ver-fetzen, schw. ver-fickeln, schw. ver-ficken, Adj. ver-filzen, schw. ver-fingern, schw. ver-finstern, schw. ver-fisern, schw. ver-fitscheln, schw. ver-fitschen, schw. ver-fitzen, schw. ver-flackern, schw. ver-flammt, Adj. | 1. wie schd., ve(r)diene [allg.]. Zs. PfWB abverdienen. Er muß soin Geld blutsauer vediene [ LU-Opp]. In de Ferie han ich schään Geld vedient [Kaislt]. Scherzh. Antwort auf die Frage nach dem Verdienst: Ei, die Stunn 60 Minute [ ZW-Battw]. RA.: Du verdiensch der noch net 's Wasser [ KU-Miesau Schmittw/O], net 's Salz in der Supp [Penns]. Er hot's net annerscht verdient 'Es geschieht ihm recht so' [LU-Opp, verbr.]. Der Anbringer will sich e rot Reckelche verdiene [RO-Sippf, KU-Schmittw/O PS-Saalstdt KB-Eisbg Gal-Obl], e Mändelche v. [ LU-Alsh]. Der Heiratsvermittler will sich de Kuppelbelz v. [verbr., auch Gal]. Der allzeit Hilfsbereite hat sich e Platz im Himmel verdient [ ZW-Riedbg]. Sie hot sich 'n Mann mit'm Aarsch verdient 'durch die Folgen des Geschlechtsverkehrs zur Heirat genötigt' [ LU-Opp]; vgl. PfWB einfangen 2 b. SprW.: Geld is schneller ausgebb wie verdient [ KU-Schmittw/O]. Die Gail (die Peer), wo de Hawwer ver- [Bd. 2, Sp. 1145] diene, krien 'ne net [KU-Roßb, verbr., auch Penns Don Gal Buch]. Neckreim: Un se Lebdaa werd kää Fuhrmann reich, dann was er vedient, des vesauft er gleich [Kaislt]; dass. auch von Schuhmacher und Maurer [Feierowend Nr. 5/ 1950]. a. 1351: zwey pfunde haller ..., die sie yme stifte verdeynent [Heidelberger Univ. Bibl., Nachlaß Lehmann Nr. 94]. a. 1554: richten, ein jeglichen nach dem er verdienet hat [PfWeist. I 81 (abgegangener Ort Bautweiler bei KL-Enkb)]. o. D.: Kan er (der Verbrecher) aber in wehrenden drey tagen sich hinweg bringen, so ist er seiner verdienten straff entledigt [ebd. I 65 (FR-Assh)]. — 2. sich v. = PfWB verdingen 2 b, sich verdiene [Beam Penns 33]. — Südhess. II 464/65; RhWB Rhein. I 1353/54; ElsWB Els. II 687; Bad. II 51. 1. 'Lohn, Erwerb'; nooch'm Verdinscht geh [ GH-Nd'lustdt]; um de V. gehe [ KL-Hütschhs]. — 2. 'Gewinn, Erlös aus dem Verkauf'. An dere War hammer iwwerhaupt kää V. [Kaislt, verbr.]. Syn. s. PfWB Profit 1. — 3. (n.) nach V. 'der (schuldhaften) Tat entsprechend'. a. 1507: vnd ob vngerecht leut hie weren oder funden würten, da soll er ickligen richten, oder strafen nach seinem verdinst [PfWeist. I 25 (RO-Alsbr)]. — Südhess. II 465; RhWB Rhein. I 1355; ElsWB Els. II 694; Bad. II 52. 1. 'durch einen Vertrag verpflichten', s. Lexer Lexer III 96; vgl. PfWB Verdung. a. 1565: 8 albus zu Weinkauf Geben ..., alß ich den frießen 'Grabenmeister' den Grundt kandell (wohl 'Rinne zur Ableitung des Wassers') ... zu legen verdingt [WerschwSchR]. — 2. a. einen (eine) v. 'in Stellung geben'. Die Kinner hawwich all verdingt; wann jedes bissel Geld mer bringt, dann lewich gut, des weeß ich schun [Birmelin Penns Gezw. 71]. — b. sich v. 'sich vertraglich zur Übernahme eines Dienstverhältnisses verpflichten'; sich als Knecht (als Maad) verdinge [KL-Hirschhn (um 1900), verbr., auch Penns Don Gal Buch]; vgl. verakkordieren 2, PfWB verdienen 2. a. 1747: indem er (der Schulmeister) von sich selbst abgedankt und nach Busenberg sich verdingt (hat) [Kreuter Haust 81]. — Südhess. II 465; RhWB Rhein. I 1366; ElsWB Els. II 691; Bad. II 52. [Bd. 2, Sp. 1146] 1. 'verprügeln', bes. 'an den Kopf schlagen', ve(r)dunnere [verbr., auch Don-Heuf], -donnere [ NW-Weidth GH-Bellh]. Syn. s. PfWB verhauen 1. Baß uf, ich verdunner dich! [ FR-Gr'niedh]. — 2. a. 'verurteilen, bestrafen', wohl nur umgspr. Er werd heit verdunnert [ KU-Kollw Schmittw/O HB-Einöd]. Küpper I3 495. Syn. s. PfWB verurteilen. — b. 'tadeln, verdammen' [ KU-Schmittw/O PS-Heltbg KB-Harxh LU-Alsh GH-Kand Zeisk]. Syn. s. PfWB schelten. Ehre Kinner dun se en de Himmel hewe, un de annere ehre dun se verdunnere [ KB-Harxh]. Er macht e verdunnert Gesicht 'ist niedergeschlagen, weil er gescholten wurde' [ KU-Wolfst]. — Südhess. II 466; RhWB Rhein. I 1404; ElsWB Els. II 689; Bad. II 52. 1. 'austrocknen', ve(r)derre [verbr.]. Syn. s. PfWB vertrückeln 1. 's Gras verderrt [ ZW-Bechhf Gr'bundb Kus LU-Alsh Don-Schowe Torscha]. Die Wies v. [ HB-Höch, KU-W'mohr]. a. 1564: ein bächlein, genant die Druppach, ... verseyet vndt verdorret etwann in herben jahren [PfWeist. I 221 (ZW-Contwig)]. — 2. 'zusammenschrumpfen'; e verderrt Gesicht [ WD-Niedkch]; vgl. PfWB verschrumpfeln 1. Auch von einem pockennarbigen Gesicht: Er isch verderrt [ SP-Schiffstdt]. — Südhess. II 467 verdorren, 474 verdürren; RhWB Rhein. I 1587; ElsWB Els. II 707; Bad. II 52.
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