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Feier bis Veigel (Bd. 2, Sp. 1094 bis 1096) | |||
Feier, f. Feier-abend, m. Feierabend-glocke, f. feierlich, Adj. feiern, schw. Feier-tag, m. Feiertags-anzug, m. m. n. n. Feiertags-braten, m. m. n. n. Feiertags-essen, m. m. n. n. Feiertags-kleid, m. m. n. n. Feiertags-schwarm, m. feig, Adj. Feige, f. Veigel, n. veigel, Adj. veigel-blau, Adj. veigel-farben, Adj. veigeln, schw. Feigen-stock, m. Feigheit, f. Feig-lappen, m. Feig-lappes, m. Feigling, m. feil, Adj. Feil, ON Feil-bäcker, m. feil-bieten, st. Veilchen, n. f. Veiole, n. f. Veilchen-dragoner, m. Feilchens, n. Feile, f. feilen, schw. Feilen-kluppe, f. feil-geben, st. feil-haben, schw. feil-halten, st. Feil-kauf, m. Feilschaft, f. feil+-tragen, st. feil-tun, st. feimeln, schw. feimen, schw. Feim-löffel, m. fein, Adj. fein-äderig, Adj. Fein-arsch, m. fein-blätterig, Adj. Feind, m. feind, Adj. Feindschaft, f. fein-gliederig, Adj. fein-kauig, Adj. fein-knöchelig, Adj. fein-knöchig, Adj. fein-knochig, Adj. fein-rößlig Fein-schmeck(l)er, m. Fein-schnitt, m. fein-würfelig, Adj. veiockeln Veiole veiolen, schw. veiolen-blau, Adj. Veiolerin, f. feist, Adj. feisten, schw. Veit, m. feiteln, schw. Veits-tanz, m. Felbel, m. Felber, m. felbeln, schw. Feld, n. Feld-adjunkt, m. Feld-arbeit, f. Feld-artillerie, f. feld-aus, Adv. Feld-bahn, f. Feld-bau, m. Feld-birne, f. Feld-bletz, m. Feld-blume, f. Feld-bodem, m. Feld-bohne, f. Feld-breiting, f. Feld-burgemeister, m. Feld-bütte, f. Feld-dieb, m. Feldei, f. feld-ein Feld-einung, f. Veldenzer, Pl. Feld-erbse, f. Felderei, f. Feld-flasche, f. Feld-frevel, m. Feld-frucht, f. garten, m. Feld-geschworener, m. | 1. wie schd., umgspr., Feier (faiər) [verbr.]. Zs. PfWB Toten-, PfWB Geburtstags-, PfWB Hochzeits-, Konfirmations-, PfWB Leichen-, PfWB Sonnwend-, PfWB Weihnachtsfeier. — 2. 'Ausruhen von der Arbeit'. a. 1488: Item ob yemant sy, der sin fyer an dem sontage oder an andern helligen (heiligen) gebanten tagen mit arbeyten oder gelt verdienen nit halt [PfWeist. I 313 (NW-Dürkh)]. — Südhess. II 404; RhWB Rhein. II 362. 1. 'Arbeits-, Dienstschluß nach vollendetem Tagewerk', Feierowend, -owed, -omed, s. PfWB Abend; F. mache [allg.]; F. laire 'die Abendglocke läuten' [ KU-Schmittw/O PS-Erfw NW-Freinsh]; vgl. PfWB Feierabendglocke. In der Erntezeit kämmer net so frihzeidich F. mache [ LU-Muttstdt]. Gruß nach getaner Arbeit, bes. beim Vorübergehen an noch arbeitenden Menschen: Feierowed! [BZ-Dierb, verbr. VPf], oder: [Bd. 2, Sp. 1095] Hän ehr F.? [ PS-Hintwdth], oder: Ball F.? [ KU-Hundh], oder: Noch kaan F.? [KB-Mauchh, verbr.], oder: Mach (machen) ball F.! [FR-Tiefth, verbr.]. Machen F., morje es aa noch e Daach, wu noch nix geschafft es! [ KU-Bedb]. — 2. a. 'Schluß einer Tätigkeit überhaupt'. Jetzt is F., jetzt reicht's mer! [verbr.]. Jetzt is emol for e Zeitlang F. 'kann nichts mehr gemacht werden' [Feierowend Nr. 28/1965 S. 4]. RA.: Jetzt hat de Aarsch F., bes. wenn ein Vorrat vorzeitig erschöpft ist [ KL-Reichb]; verstärkt: Jetz hot die lieb Seel Ruh un der Aarsch F. [verbr. Gal]. SprW.: Wammer dot es, hot de Aaarsch F. [RO-Sippf, verbr.]. Morjeds muß mer de F. suche 'Man muß beizeiten mit der Arbeit beginnen' [ BZ-Dierb]. — b. 'Polizeistunde'. De Bolizeidiener biet 'gebietet' F. [verbr.]. — Südhess. II 404/05; RhWB Rhein. II 362; LothWB Lothr. 162 Firowet; ElsWB Els. I 5; Bad. II 33. 1. wie schd. Sie gehn feierlich, von der Feier der Erstkommunion [ LU-Opp]. — 2. nicht mehr f. 'nicht mehr geziemend', umgspr. 's war nimmi f., wie die g'soffe hän [Land]. — Südhess. II 405; RhWB Rhein. II 363; Bad. II 33; Küpper I3 163. 1. 'festlich begehen', fei(e)re (faiərə); de Geburtsdag, die Verlowung f. [allg.]. Die Faßnacht werd bei uns aach g'feiert, awwer net so arch wie in annere Orte [ LA-Gommh]. Mir sein jo froh, wammer unser Kerb (Kirbe) feire kenne [RO-Münstapp]. Die suchen ehr Glick am liebschde im seichde Feiere [ KL-Lind]. SprW.: Mer soll die Feschde f., wie se falle [Krieger 41]. — 2. 'die Arbeit einstellen'; blooe Mondag f. [verbr.]. SprW.: Besser geleiert as gefeiert 'Besser ein wenig als überhaupt nichts getan' [KL-Hirschhn, KU-Kaulb Kreimb Schmittw/O verbr. SOPf Gal-Königsau]. — Südhess. II 405; RhWB Rhein. II 363; LothWB Lothr. 162 firen 2; ElsWB Els. I 129; Bad. II 33. 1. wie schd., Feierdag, -daach, -daa, s. PfWB Tag [allg.]; iwwer die Feierdaa 'während der Feiertage'; noh de F. [NPf, allg.]. Zs. Pfingst-, Vieh-, Hagel-, Oster-, PfWB Weihnachtsfeiertag. De eerschde F. kriehn mer Besuch, de zwette F. fahren mer uf Lautere [ KU-Kaulb]. Glückwünsche: Frehliche (glickliche) Feierdaache! [ZW-Stamb, verbr.]. Wann nore schun die Feierdaa erum wäre! [ KU-Herschw/Petth]. RA.: Machscht Kolenner (Kalender)? Dann du aach viel Feierdaa nin!, Aufmunterung an einen Trübseligen [Gal-Hohenb, verbr. Don Gal Buch]. Er es gemoschtert wie 's Kättel am F., wer in auffälliger Kleidung daherkommt [KB-Bischh, verbr.]; scherzh. auch von einem schön gekleideten Kind. Kerb un Metzel- [Bd. 2, Sp. 1096] supp sin die zwee greeschde Feierdaa im Johr [verbr. Gal]. Er sucht e Herr, wu er in de Woch siwwe Feierdage kriegt, von einem Faulenzer [ LU-Opp]. a. 1343: in allen virtagen vnd hochgeziten [OttbgUrkb. 423]. o. J.: item wissen die geschworen, das der capellan von Bobenheim alle sontag, gebanten feyrtagenn zu Bettenperg (Battenberg) meß lesen [PfWeist. I 79 (FR-Battbg)]. a. 1701: Wann er auf die Feyertäge die große Glock läutet, so muß Herr Stiftsschaffner dem Röm. Glöckner jedes Mal ¼ Wein geben [Dochnahl 167]. — 2. Pl. mancherorts 'Weihnachtsfest'; demgemäß de eerscht, de zwett F. 'der erste, der zweite Weihnachtstag'. — Südhess. II 405/06; RhWB Rhein. II 362; LothWB Lothr. 162 Firdach; ElsWB Els. II 661; Bad. II 33. 1. wie schd., feig (zumeist wohl faiχ, seltener faig) [verbr.]. Du feiger Bruder (Hund, Kadett, Kerl)! [verbr.]; vgl. PfWB Feigling. — 2. 'schadenfroh' [ PS-Winz]. — Südhess. II 406; RhWB Rhein. II 363/64; ElsWB Els. I 98; Bad. II 33/34. 1. 'die Frucht des Feigenbaumes', Feich (faiχ, fai), Pl. Feiche [verbr.], Fei, Pl. Feie [ Don-Schowe Torscha Lenauh]. SprW.: Fer Geld kriegt mer Feiche 'Für Geld kann man alles haben' (früher waren die Feigen nur für die Reichen erschwinglich) [PfL 5. 9. 1924]; Var. s. PfWB Geld. Volksgl.: Wann en Kuh en Warz am Eider hot, heeßt mer sie Feig, noh geht sie weg [Fogel Beliefs Penns Nr. 1732]. Einen VR. s. PfWB Peter (I 742 Z. 35 ff.). — 2. s. Zs. PfWB Ohrfeige. — Südhess. II 406/07; RhWB Rhein. II 364; LothWB Lothr. 159 Fig; ElsWB Els. I 98; Bad. II 34.
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