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Pfälzisches Wörterbuch 
 
tappschen bis dar-an (Bd. 2, Sp. 101 bis 102)
 
tappschen, schw.
Tappsch-gretchen, n.
Tapps-drein
Tapps-drill, m. f.
Tapps-drille, m. f.
Tappse
Tappsen
tappsen, schw.
Tappser, m.
däprig
Tap-sack, m.
där
dar-an, Adv.
daran-bauen, schw.
daran-binden, st.
daran-bleiben
daran-bringen, st.
daran-drehen, schw.
daran-fassen, schw.
daran-fingern, schw.
daran-führen, schw.
daran-gehen, st.
Daran-geld, n.
daran-gießen, st.
daran-greifen, st.
daran-haben, schw.
daran-halten, st.
daran-heben, st.
daran-henken, st.,  schw.
daran-hängen, st.,  schw.
daran-hetzen, schw.
daran-kehren, schw.
daran-kommen, st.
daran-kriegen, schw.
daran-langen, schw.
daran-lassen, st.
daran-liegen, st.
daran-lotsen, schw.
daran-machen, schw.
daran-mauern, schw.
daran-müssen, schw.
daran-nehmen, st.
daran-packen, schw.
daran-placken, schw.
daran-rücken, schw.
daran-rühren, schw.
daran-schlagen, st.
daran-schütten, schw.
daran-sein
daran-setzen, schw.
daran-spannen, schw.
daran-stecken, schw.
daran-stellen, schw.
daran-stolpern, schw.
daran-stoßen, st.
daran-stupfen, schw.
daran-tupfen, schw.
daran-tüpfen, schw.
daran-tun, st.
taratschen, schw.
dar-auf, Adv.
darauf-amseln, schw.
darauf-beißen, st.
darauf-bezahlen, schw.
darauf-binden, st.
darauf-bläffen, schw.
darauf-bläffern, schw.
darauf-brennen, schw.
darauf-bringen, st.,  schw.
darauf-brunzen, schw.
darauf-bumpen, schw.
darauf-deuten, st.
darauf-dreschen, st.
darauf-drücken, schw.
darauf-fahren, st.
darauf-fallen, st.
darauf-feuern, schw.
darauf-gabeln, schw.
Daraufgänger
darauf-geben, st.
darauf-gehen, st.
Darauf-geld, n.
darauf-gießen, st.
darauf-greifen, st.
darauf-haben, schw.
darauf-hacken, schw.
darauf-halten, st.
darauf-handeln, schw.
darauf-hauen, st.
darauf-heben, st.
darauf-helfen, st.
darauf-henken, st.,  schw.
darauf-hängen, st.,  schw.
darauf-hocken, schw.
darauf-huppsen, schw.
darauf-husten, schw.
darauf-karbatschen, schw.
darauf-keilen, schw.
darauf-kleben, schw.
darauf-klettern, schw.
   tappschen schw.:
1. 'laut und anhaltend marschieren', vgl. PfWB tappen 1 b, tappsche (tabə) [ FR-Gr'niedh]; 'schwerfällig dahingehen', dappsche (dabə) [ KL-Neukch]; 'stapfen' [ KB-Gauh]; vgl. PfWB tappsen. Syn. s. PfWB gehen. —
2. 'mit den Händen tasten'. Der muß noh allem tappsche [ Gal-Bagbg]; vgl. PfWB tappen 2. Zs. antappschen. — Zu PfWB tappen. — Südhess. I 1375; RhWB Rhein. VIII 1068.
 
  
Tappsch-gretchen n.: 'Landstreicherin', Dappschgretche (dabgrēdχə), Musikantenspr. [ KU-Erdb].
 
 
Tapps-drein s. PfWB Tappdrein.
 
  
Tapps-drill m., -drille f.: 'ungeschickter, unbeholfener Mensch', der Dappsdrill [ BZ-Völkw GH-Steinw Max'au]; 'täppisches Frauenzimmer', die D. [Spey]. Syn. s. PfWB Tappes 1 a. — Zum ersten Wortteil s. PfWB Tappes 1 a, das Grundw. nach Schwäb. II 381 = Kretin, Simpel. Beide Wortteile meinen also einen tölpelhaften Menschen; das Wort als Ganzes ist somit wohl als eine Tautologie dieser Bedeutung aufzufassen.
 
 
Tappse, Tappsen s. PfWB Tapps.
 
  
tappsen schw.:
1. 'mit der ganzen Sohle auftreten, schwerfällig gehen', tappse (tabsə) [ZW-Stamb KL-Hirschhn LU-Altr], dappse (dabsə) [verbr. VPf FR-Albsh PS-Erfw]; vgl. PfWB tappen 1 a. Zs. PfWB an-, PfWB auf-, PfWB herein-, PfWB herum-, PfWB hinein-, PfWB hintappsen. Der dappst wie'n Bär [ PS-Erfw]. Der Pelznickel dappst dorich de Schnee [ BZ-Dernb]. —
2. 'plump fassen, greifen', in PfWB antapsen. — Intensivbildung zu PfWB tappen. — Südhess. I 1375; RhWB Rhein. VIII 1068.

[Bd. 2, Sp. 102]

 
   Tappser m.:
1.
a. 'Abdruck des Fußes', bes. 'Fußspur des Rindes', Dappser (dabsər) [verbr. mittl. u. südl. VPf], Tappser (tabsər) [ LA-Ilbh BZ-Albw Gräfhs Annw]; vgl. PfWB Tapps 1. Zur Verbr. s. K. 80. Zs. PfWB Kuhtappser. Du hoscht mer schun wieder Dappser gemach (auf dem sauberen Fußboden) [ LU-Altr]. —
b. Pl. 'Füße', derb, Dappser [ BZ-Albw]; vgl. PfWB Tappfuß. Syn. s. PfWB Fuß. —
2. 'wer beim Gehen schwerfällig auftritt', Dappser [ BZ-Dernb], Tappser [ BZ-Annw]; vgl. PfWB Tapper. — Zu PfWB tappsen. — RhWB Rhein. VIII 1068; Bad. I 423.
 
 
däprig s. PfWB däperlich 1.
 
  
Tap-sack m.: 'unbeholfener Mensch', Topsack (tōbsag) [ KU-Diedk]; vgl. PfWB Tappsack. Syn. s. PfWB Tappes 1 a. — Zu PfWB tapen 2 a. — RhWB Rhein. VIII 1063.
 
 
där s. PfWB da2.
 
  
dar-an Adv.:
1.
a. in Verb. mit Verben. An dem Baam sin gar kä Blädder meh dran [Kaislt, allg.]. 's is mer nix dran ufgefall [ KL-Kindsb, allg.]. Ewe denk ich grad dran [ LA-Gleisw, allg.]. Mein Herz im Leib hat nit dran gedenkt, daß ich de Bolizeidiener beleidige will [ PS-Erfw]. Do denk ich im Trääm net dran [ KU-Bedb]. Ich kann mich gar net meh dran erinnere [NPf, allg.]. Ich glaab net droon [ Gal-Dornf]. RA.: Er muß dran glaawe 'Er wird sterben' [Schandein Sprachsch. 76]. 's leit (liegt) mer nix dran [ KL-Enkb, allg.]. Do kannscht nix dran mache [Krieger 19]. Das is awwer e schäni Blumm, loß mich mol dran rieche! [ NW-Lambr, allg.]. Er saat, er dät dran schaffe, an einem Werkstück [ KL-Kindsb]. Mit dere Kranket hodder e ganzes Johr im Bett gelee; jetz is er aach droon gestorb [ Gal-Dornf]. Wann du nor dran versticke dätsch! Verwünschung [KL-Landstl, verbr., auch Don Gal Buch]. SprW.: Des Recht hot e spitzi Nas: es loßt sich droon drehe [ Gal-Dornf]. Zs. hinten-, neben-, vornedaran. —
b. in Aufforderungen und Befehlen unter Weglassung des Verbs. In Gottes Name dran! [ LU-Opp]; dass. in der Wend. druf und dran s. bei PfWB darauf. —
2. in Verb. mit Subst. oder Adj. Mer hot sei Frääd dron, wammer so Kinner hot [ LA-Gommh]. Do hadden mer viel Spaß dran [ KL-Kindsb]. Du bischt schuld dran [RO-Sippf, allg.]. —
3. die Wend. drum und dran s. bei PfWB darum. — F.: drān, drn, drōn; zur Verbr. der verschiedenen Vokalqualitäten vgl. die Angaben bei an. Don Gal Buch vielfach drōn. Südhess. I 1376; RhWB Rhein. I 1252/53; Saarbr. 43; ElsWB Els. I 41; Bad. I 423.