| Pfälzisches Wörterbuch | ![]() | ||
ab-stratzen bis ab-stupfen (Bd. 1, Sp. 99) | |||
ab-stratzen, schw. ab-streben, schw. ab-streichen, st. ab-streifen, schw. ab-streiten, st. ab-strenzen, schw. ab-strossen, schw. ab-strumpfen, schw. ab-strüpfen, schw. ab-stumpfen, schw. ab-stupfen, schw. ab-stürzen, schw. ab-stutzen, schw. ab-stützen, schw. ab-suchen, schw. ab-suckeln, schw. ab-suppern, schw. ab-surren, schw. Abt, m. ab-tarieren, schw. ab-tastern, schw. ab-tätscheln, schw. ab-tatschen, schw. Ab-teich, m. n. Ab-teichel, m. n. ab-teicheln, schw. ab-teidigen, schw. Ab-teil, n. Ab-teilung, f. ab-tigern, schw. ab-toben, schw. Ab-trag, m. ab-tragen, st. ab-träglich, Adj. ab-trebern ab-treiben, st. ab-trennen, schw. ab-treten, st. ab-tribern, schw. ab-trinken, st. Ab-tritt, m. Abtritts-biene, f. Abtritts-brille, f. Abtritts-deckel, m. Abtritts-käfer, m. Abtritts-kaktus, m. Abtritts-loch, n. Abtritts-putzer, m. Abtritts-türe, f. ab-trocknen, schw. ab-trommeln, schw. ab-troppseln, schw. ab-troppsen, schw. ab-tröppsen, schw. Abtrückel-lumpen, m. ab-trückeln, schw. ab-trudeln, schw. ab-trummen, schw. ab-trümmen, schw. ab-trumpfen, schw. ab-tummeln, schw. ab-tun, st. ab-tüpfeln, schw. ab-tupfen, schw. ab-und-zu, Adv. A-Bursche, m. abuschur ab-veiolen, schw. ab-verdienen, schw. ab-verlangen, schw. ab-visitieren, schw. ab-wackeln, schw. ab-wälgern, schw. ab-walken, schw. ab-wälzen, schw. ab-wandeln, schw. ab-wandern, schw. ab-wärgeln, schw. ab-warten, schw. ab-wärts, Adv. ab-wäschen, st. Abwäsch-lumpen, m. ab-wasemen, schw. ab-wasen, schw. ab-wäsen, schw. ab-wäsenen, schw. Ab-wasser, n. ab-wecheln, schw. ab-wechseln, schw. Ab-wechslung, f. ab-wedeln, schw. Ab-weg, m. ab-wehren, schw. ab-weichen, schw. ab-weichen, st. Ab-weichen, n. ab-weisen, st. Ab-weiser, m. Abweis-stein, m. ab-welken, schw. | [Bd. 1, Sp. 100] westl. der Linie FR-Dirmst — FR-Carlsbg — NW-Elmst — PS-Petbch; in der NPf sowie im Grenzsaum der WPf vermischt mit seltenerem absprießen]. Syn.: PfWB abbolzen, PfWB -fangen, PfWB -spreizen, PfWB -sprießen, PfWB -steifen, PfWB -steipern, PfWB -stippen, PfWB -stützen, PfWB bolzen, PfWB spreizen, PfWB sprießen, PfWB steipern, PfWB stippen, PfWB streben, PfWB strebern, PfWB stützen, PfWB unterfangen, PfWB -stützen, PfWB verstreben. — Zu PfWB streben 'mit einer Strebe stützen'. — RhWB Rhein. VIII 805/06. 1. etwas a. a. 'durch Streichen entfernen', z. B. Schaum vom gefüllten Bierglas, Körner vom übervollen Getreidemaß; 's Glas abstreiche [allg.]. — b. 'durch Streichen abnutzen'; 's Zindholz ('s Fixfeier) esch schun ganz abgestrech(e) [BZ-Dernb, verbr.]; dafür häufiger PfWB abreiben 2. — c. 'abziehen'; vun de Rechnung eppes abstreiche [verbr.]. — d. 's Brot a. 'beim Backen mit Wasser bestreichen' [ LA-Mörzh]; vgl. PfWB abglänzen. — 2. einen a. 'durchhauen'. Er hot ne geheerich abgestrich [ RO-Steinb KB-Marnh]. Syn. s. PfWB verhauen. — RhWB Rhein. VIII 814; ElsWB Els. II 626.
Aus den Nachträgen 1. 'den Hals zudrücken'. Er stroßt em die Luft ab [ ZW-Gr'bundb]; sicher zu PfWB strossen. 2. 'abgewinnen'. Ich hannem alle (Klicker) abgestroßt [ HB-Medh]. Syn. s. PfWB abgewinnen 1. — Übertragen vielleicht vom Bergmannswort abstrossen 'die vorliegende Strosse (= stufenförmiger Absatz im Stollen) gewinnen'; DWB DWb. X, 4, 78. 1. 'abstreifen, enthäuten'; e Has abstrippe, auch: die Haut a. [verbr.]; vgl. PfWB abziehen I 1 a α. Ebenso: Strimp a. [verbr.]; vgl. PfWB abstreifen. Eine turnerische Übung der Kinder de Bock abstrippe (oder abziehe): Das Kind hängt sich mit den Händen an eine waagrechte Stange, schwingt die Beine nach vorn hoch, steckt sie zwischen Armen und Stange durch und kommt durch Drehung rückwärts um die eigene Querachse wieder zum Stehen, wobei die Hände nun hinter dem Rücken die Stange halten [ KU-Kaulb]. Die Johannisbeeren, Heidelbeeren u. dgl. abstrippe 'den Gesamtbehang einer Traube, eines Strauches mit einem Griff abstreifen, anstatt die Beeren einzeln abzupflücken' [KU-Kaulb Kreimb u. Nachbarorte]. [Bd. 1, Sp. 101] ![]() [Bd. 1, Sp. 103] Die Bohnestecke werre abgestrippt 'Das dürre Bohnenstroh wird nach der Ernte von den Stangen abgestreift' [ KU-Schmittw/O]. Volksgl.: Wammers Lḁḁb vun Därichwachs (Eupatorium perfoliatum) ewwerschich abstrippt un macht en Tee devun, macht der Tee em breche; unnerschich, laxiert er [Fogel Beliefs Penns 1457]. RA.: Der is awwer abgestrippt, von einem, der durch Mühsal entkräftet ist [ Gal-Dornf]. — 2. Baß uf, daß ich der net eni abstripp 'eine herunterhaue' [Kaislt]; häufiger dafür PfWB strüpfen. — RhWB Rhein. VIII 800 (absträufen); DWB DWb. I 135 (abstrüpfen). 1. gegenst. 'stumpf machen'. De Bese(m) is schun ganz abgestumpt (oder stump) 'stumpf geworden, abgenützt' [allg.], mit der Sache außer Gebrauch kommend. Volksgl.: Mer soll ken abgestumpter Besem ins Freie stelle, schunscht nemme die Hexe en un reide druf därich die Luft [Fogel Beliefs Penns 638]. — 2. Part. Perf. s. PfWB abgestumpft.
| ||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||