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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ab-steipern bis ab-stippen (Bd. 1, Sp. 97 bis 98)
 
ab-steipern, schw.
ab-stellen, schw.
ab-stempeln, schw.
ab-stenat
ab-steppen, schw.
ab-sterben, st.
Ab-stich, m.
ab-stickeln, schw.
ab-stimmen, schw.
Ab-stimmung, f.
ab-stippen, schw.
ab-stocken, schw.
ab-stollern, schw.
ab-stolpern, schw.
ab-stoßen, st.
ab-strabbeln, schw.
ab-strafen, schw.
ab-strampeln, schw.
ab-strapazieren, schw.
ab-stratzen, schw.
ab-streben, schw.
ab-streichen, st.
ab-streifen, schw.
ab-streiten, st.
ab-strenzen, schw.
ab-strossen, schw.
ab-strumpfen, schw.
ab-strüpfen, schw.
ab-stumpfen, schw.
ab-stupfen, schw.
ab-stürzen, schw.
ab-stutzen, schw.
ab-stützen, schw.
ab-suchen, schw.
ab-suckeln, schw.
ab-suppern, schw.
ab-surren, schw.
Abt, m.
ab-tarieren, schw.
ab-tastern, schw.
ab-tätscheln, schw.
ab-tatschen, schw.
Ab-teich, m. n.
Ab-teichel, m. n.
ab-teicheln, schw.
ab-teidigen, schw.
Ab-teil, n.
Ab-teilung, f.
ab-tigern, schw.
ab-toben, schw.
Ab-trag, m.
ab-tragen, st.
ab-träglich, Adj.
ab-trebern
ab-treiben, st.
ab-trennen, schw.
ab-treten, st.
ab-tribern, schw.
ab-trinken, st.
Ab-tritt, m.
Abtritts-biene, f.
Abtritts-brille, f.
Abtritts-deckel, m.
Abtritts-käfer, m.
Abtritts-kaktus, m.
Abtritts-loch, n.
Abtritts-putzer, m.
Abtritts-türe, f.
ab-trocknen, schw.
ab-trommeln, schw.
ab-troppseln, schw.
ab-troppsen, schw.
ab-tröppsen, schw.
Abtrückel-lumpen, m.
ab-trückeln, schw.
ab-trudeln, schw.
ab-trummen, schw.
ab-trümmen, schw.
ab-trumpfen, schw.
ab-tummeln, schw.
ab-tun, st.
ab-tüpfeln, schw.
ab-tupfen, schw.
ab-und-zu, Adv.
A-Bursche, m.
abuschur
ab-veiolen, schw.
ab-verdienen, schw.
ab-verlangen, schw.
ab-visitieren, schw.
ab-wackeln, schw.
ab-wälgern, schw.
ab-walken, schw.
ab-wälzen, schw.
ab-wandeln, schw.
ab-wandern, schw.
ab-wärgeln, schw.
ab-warten, schw.
ab-wärts, Adv.
ab-wäschen, st.
   ab-steipern schw.: 'durch Balken abstützen'; die Mauer, de Baam 'Baum' absteipere [verbr. VPf, s. K. 5 (abstreben)], absteiwere [ PS-Nd'schlettb LA-Rhodt Gleisw BZ-Silz Annw Klingmst GH-Leimh]. Syn. s. PfWB abstreben. — Zu mhd. stīpern, Lexer Lexer II 1200.
 
  
ab-stellen schw.:
1.
a. gegenst. 'niederstellen, beiseitestellen'; de Korb abstelle [allg.]; de(n) Waa a. 'den Erntewagen zum gewöhnlichen Wagen umbauen' [ KU-Schmittw/O Horschb RO-Gundw Teschmosch Gal-Dornf]; vgl. PfWB ableitern; Frucht 'Getreide' u.ä. abstelle 'bei einer amtlichen Stelle abliefern' [Gal (wohl aus dem amtlichen Gebrauch der österreichischen Militärverwaltung übernommen)]; vgl. PfWB abliefern. —
b. übertr. 'aus dem Dienst entlassen', heute kaum mehr gebräuchlich. a. 1444: darumb haben wir yne (den Steinmetz) abgestalt [Zweibr I Nr. 541, Bl. 40 r]. —
2. 'stillstellen'.
a. 'ein Gehwerk zum Stehen bringen'; die Uhr u. ä. a. [allg.]. —
b. 'Fließendes zum Stehen bringen'.
α. 's Wasser, auch Gas a. 'den Haupthahn schließen' [allg.]; vgl. PfWB abdrehen 5. Im besondern auch 'die Stellen abdämmen, an denen das Wasser in die Wiese hineinläuft' [WPf]. —
β. ääm die Luft a. 'einem die Kehle zudrücken, einen erwürgen' [verbr.]. Er hat sich die Luft abgestellt 'hat sich erhängt' [ IB-Bliesmg/Bolch KB-Kerzh]. —
c. übertr. einen Mißbrauch, Unfug a. 'beenden'. Dem sei dumm Zeich musch(d)e endlich mol abstelle [allg.]. a. 1568: (es soll) daß vielfeltig fressen und sauffen so hernochmals ... abgestellt und vermiten

[Bd. 1, Sp. 98]
werden [Küchler 26 (Kaislt)]. Vgl. PfWB abschaffen 1 d. — RhWB Rhein. VIII 622/23; ElsWB Els. II 589; Bad. I 18.
 
 
ab-stempeln schw.: wie schd., bes. von Briefmarke und Reisepaß, abstemble [allg.].
 
 
ab-stenat s. PfWB obstinat.
 
 
ab-steppen schw.: '(Steppdecken, Biesen, Kragen, Taschen) mit einer Ziernaht versehen', nach dem Schd., absteppe [verbr.].
 
  
ab-sterben st.:
1. persönl.
a. 'dem Tode sich nähern'. Er esch im Absterwe [ BZ-Dernb], starbt ab 'siecht hin' [ Rußl-N'liebsth]. —
b. 'hinsterben', von solchen, die ohne Nachkommen sterben. a. 1560(?): wann ein hüber abstirbt [PfWeist. 18 (KL-Alsbn)]. —
2. sachl., meist im Part. Perf.; abgestorwene Fieß 'steif und gefühllos gewordene Füße' [verbr. WPf NPf BZ-Dernb], abgestorwene Trauwe 'vor der Reife vertrocknete Trauben' [verbr.], abgestorwe Holz 'vertrocknete junge Triebe des Baumes' [ LU-Alsh], abgestorwenes 'schales' Wasser, im Gegensatz zu PfWB lebig; vgl. Jung 23. — RhWB Rhein. VIII 636; Bad. I 19.
 
  
Ab-stich m.: 'Ablassen einer Flüssigkeit', bes. vom Wein (s. PfWB abstechen I 1 d β), Abstich [allg. in Weingegenden]; vgl. PfWB Ablaß 2. Ja un dann, wann er vegore esch, nooch e paar Woche, un do kriechschde de erschde Abstich [ NW-Gimmd].
 
  
ab-stickeln schw.: 'mit Stickeln (Pfählen) abgrenzen', abstick(e)le [ NW-Wachh Spey]; vgl. PfWB abstecken. a. 1768: wornach dann erst Jeder (Gemeinde) ihr antheil (vom Kastanienwald) ordentlich abzustickeln were [Kurpf. 1648 (NW-Wachh)].
 
 
ab-stimmen schw.:
1. etwas auf etwas abstimmen, damit es paßt, umgspr. [verbr.]; insbes. Musikinstrumente aufeinander abstimme, so beim ehemal. westpfälz. Musikantentum. —
2. bei der Wahl und bei Beschlußfassungen 'die Stimme abgeben', nach dem Schd. [allg.]. — RhWB Rhein. VIII 697; Bad. I 19.
 
 
Ab-stimmung f.: nach dem Schd., Abstimmung [allg.].
 
  
ab-stippen schw.: 'abstützen', abstippe [ IB-Bliesmg Reinh HB-Nd'gailb Utw]; vgl. Karte 5 (abstreben), dort auch Syn. — Zu PfWB Steipe 'Stütze'; vgl. RhWB Rhein. VIII 611. Das Grundwort stippen ist die lautliche Entsprechung zu PfWB steipen 'stützen' in der lothr. Südwestecke der Pfalz. LothWB Lothr. 500 (stippen).