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pitteln bis Bitter-mandel (Bd. 1, Sp. 948 bis 949) | |||
pitteln bitten, st. Bitter, m. bitter, Adj. bitter-böse, Adj. pitterig, Adj. Bitter-klee, m. Bitter-kraut, n. bitterlich pitterlich, Adj. Bitter-mandel, f. pittern, schw. bitter-scharf, Adj. bitter-süß, Adj. Bitter-wasser, n. Pitter-wetter, n. Bitter-wurzel, f. Bitt-fuhre, f. Bitt-gang, m. Bitt-gebet, n. bittlich Bitt-prozession, f. Bitt-tag, m. Bitt-woche, f. bitz Pitz, m. Bitze Bitzelchen, n. Pitzelchen Bitzelei, f. bitzeln, schw. pitzeln Bitzem, m. f. Bitzen, m. f. Bitze, m. f. Pitzem, Gen.? Pitzig, Gen.? bitzerlich, Adj. Bitzig, m. bitzig, Adj. Pitzig Bitzler, m. Bitzler-musik, f. Bitzlerei, f. Biwak, n. biwakieren, schw. Biwis(chen), n. biwisen, schw. biwiseln, schw. Biwissel Biwist Biwiwes Piwo, m. biz bizi Bizykel, n. Bizyklett, n. blä Blach, Gen.? Blache Blach-feld, n. Blachner Bläch-stück, n. Plack-eisen, n. pläckelich, Adj. Pläckel-jude, m. pläckeln, schw. Blacken, m. Placken, m. Placken, Pl. placken, schw. placken, schw. Placken-kathel, f. Placken-schneider, m. Plackerei, f. Plackes, m. plackicht, Adj. plackig, Adj Placks, m. Plack-schimmel, m. Plack-schulden, Pl. Pladder, m. Pladderes, m. Pladderich, m. pladdern, schw. Blader plädieren, schw. bläff Bläff blaffen, schw. bläffen, schw. Blaffer(t), m. Bläffer(t), m. Bläfferei, f. blaffern, schw. bläffern, schw. Blaffert blaffig, Adj. blaffzen, schw. Plafond, m., n. | 1. vom Geschmack. a. wie schd., bitter, birrer usw., s. F. [allg.]; e bitteri Pill [ KL-Kindsb, allg.], auch übertr., s. 2. Das schmackt arich b. 'sehr b.', b. wie Gall [allg.], wie Rieweschale (Rübenschalen), wie e Weireschal (Weidenschale), dass. [ KU-Schmittw/O]. SprW.: Wenn die Maus satt isch, schmeckt's Mehl b. [ LU-Muttstdt, allg.]. Volksgl.: Äppel, as in der Gallewoch (St. Gallus-Tag, 16. Oktober) geroppt wern, wern bitter [Fogel Beliefs Penns Nr. 946]. Rätsel: Es isch ebbes in de Luft un hot e bidderes Keppche (die Nuß) [ IB-Blickw]. — b. 'ungesüßt'; bittere Kaffi (Kaffee) [verbr. Gal]. — 2. übertr. [Bd. 1, Sp. 949] 'sehr unangenehm'. Des is b. [Kaislt, allg.]. Es isch b. kalt [ PS-Bruchw, allg.]. Du werscht noch bittere Hunger leire (leiden) [ LU-Böhl, allg.]. Das kann der b. ufstoße [ LU-Limbghf, allg.]. Es isch ma (mir) b. ernscht [ BZ-Albw, allg.]. SprW.: Berlbrot — berrere Not 'Bettelbrot — bittere Not' [ KU-Schmittw/O]. Bohne — meines Herzens Krone; Speck (Wei) un Weißbrot is mei bitterer Tod, Worte, die der Pantoffelheld nachts vor sich hinspricht, damit ihm seine Frau statt Bohnen Speck oder Wein und Weißbrot gebe [ Gal Rußl-Worms]. — Zs.: PfWB gallen-, PfWB Magenbitter. — F.: zumeist bidər, bidÄr; bidÄ in KL-Lind PS; in der mittl. VPf fast allg. bidÄr, nur NW-Wachh birər (Bertram 130); südl. VPf nach Heeger Südostpf. 9 allg. bedər, das richtig als bedÄr zu lesen ist. In der WPf erscheint bedÄr zumindest in folgenden Orten: KU-Kaulb (ältere Gener., die jüngere Gener. hat bidÄr) Rothsbg Nußb Dietschw RO-Als; das gleiche gilt für die lothr. SWPf; KU-Schmittw/O und GH-Bellh haben berÄr. Steigerungsformen: bidərər, am bidərdə. — Südhess. I 878; RhWB Rhein. I 726; Bad. I 240/41. 1. 'Kreuzblume (Polygala vulgaris)', Bedderkraut [»Weyer bis gegen Bergzabern« (Wilde 153)]. — 2. 'Wermut (Artemisia Absinthium)', Bidderkreit [ KU-Eschau]. Rhein. I 727 and. Bed. 1. Adj. 'ein wenig bitter'. Die Milch hat e bitterlicher Geschmack [ WD-Niedkch, allg.]. — 2. Adv. 'sehr' in Verb. mit weinen, klagen u. ä. Das Kind greint (heilt 'heult, weint') b. [ KL-Fischb, allg.]; vgl. PfWB bitter 2. — Südhess. I 879; RhWB Rhein. I 727; Bad. I 241 bitterlecht.
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