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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Pitscher bis bitten (Bd. 1, Sp. 947 bis 948)
 
   Pitscher m.: 'Trinker', Pitscher (pidər) [ KU-Schmittw/O]. Syn. s. PfWB Trinker. — Zu PfWB pitschen1. — RhWB Rhein. VI 898.
 
 
Bitscheschar s. PfWB Spitz-die-Schar; Pitschier s. PfWB Petschier; pitschieren s. PfWB petschieren; Bitscho s. PfWB Bitsch2.
 
 
Pitt m.:
1. Kurzform für PfWB Peter. —
2. Katzenname, Pitt (pid) [verbr.]. — Südhess. I 877; RhWB Rhein. VI 898.
 
 
Bitt-buben Pl.: Uzname für die Bewohner von HB-Kl'ottw, Bittbuwe.
 
 
pittchern schw.: 'fein regnen', pittchere (pidχərə) [ Don-Tscherwk]; vgl. PfWB pittern. Südhess. I 877 pitschern II.
 
  
Bitte f.: wie schd., Bitt (bid) [allg.]. Ich hätt e B. an dich; seltener: Ich hab (han, hun) e B. an dich; durchaus möglich sind auch andere aus der Schriftsprache übernommene Redewendungen, wie: Ich kumm (komm) mit eener B.; vgl. PfWB bitten. Häufiger jedoch, und bei den Auslandpfälzern regelmäßig ist in diesen Fällen: Geh, sei so gut ... Bei Dingen geringeren Wertes wird die Bittformel weggelassen; es heißt dann: Gebb mer emol, liehn (leihe) mer emol ... [ PS-Steinalb, <]. Vgl. auch PfWB Anliegen, PfWB Begehr. Auf die Äußerung Ich hätt e Bitt wird scherzh. entgegnet: Kään Brenk (s. PfWB Brenke)? (Das Scherzhafte ergibt sich hier aus dem Wortspiel; das Mundartwort Bitt bedeutet 'Bitte' und 'Bütte'.) a. 1323: durch unser betd [SpeyUrk. 282]. a. 1500: umb bette wyllen der obgenanten keuffer und verkeuffer [GdArch. BZ-Pleisw]. Südhess. I 877; RhWB Rhein. I 726; Bad. I 240.
 
 
pitteln s. PfWB pütteln.
 
  
bitten st.: wie schd., bitte, birre, s. F. [allg.]; gebräuchlich zumeist in der Formel Bitt(e) schään (scheen usw., s. PfWB schön), seltener in Formeln wie Ich meecht dich gern bitte, daß ... [BZ-Stein, verbr.]. rf ich dich mol um eppes b.? [ KL-Stelzbg, allg.]. Ich loß'n b. [ KB-Kriegsf, allg.]. Der kann mer lang b. [ KU-O'alb, allg.]. Mit de Aage b. [Frankth]. Eindringlich und anhaltend b.: bitte un berle (betteln) [ PS-H'einöd, allg.]. Hann so se gejäämert, gebitt unn geda(n), daß endlich de Herrgot kummt Metdaures (Mitleid) a(n) [Christmann Grummet 25]. RA.: Er bitt wie e Krippel am Weg [KL-Reichb, verbr.]; ähnliche RA. s. PfWB anhalten 5 b β. SprW.: Bitte un gewwe is zuviel 'einem etwas geben und ihn noch bitten, daß er es nehme, ist zuviel' [ Don Gal Buch]. Bitte un belle (betteln) is zuviel, dass. [ Gal-Neudorf]. Einen VR. s. bei PfWB Andreasnacht. a. 1344: vnde biden sie dorch Got [OttbgUrkb. 426]. a. 1535: bitt die herren jenen solichen vergunnen zu wollen [ABlieskst 107]. Zs.: PfWB ab-, aus-, PfWB verbitten. Syn.: PfWB angehen, -halten, -hauen, -ranzen, -reden, -rempeln, -sprechen, PfWB barmessieren, PfWB teufeln, PfWB dibbern, PfWB einkommen; Syn. mit der Nebenbedeutung 'betteln': ab-, anbetteln, anrangsen, Backofenzins heben, betteln, mit dem Pilgerstab reisen, talfen, fechten, fegen, fordern, hausieren, heischen, klopfen, die Schlinke drücken (putzen), schnurren, stromern, walzen; Syn. mit der Nebenbedeutung 'quälend bitten' s. PfWB quälen. — F.: fast allg. bidə; birə in KU Schmittw/O Gal-Unterb. Part. Perf.: gəbid. Südhess. I 878; RhWB Rhein. I 726; Bad. I 240.