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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Bisen-monat bis Bismärcker (Bd. 1, Sp. 940)
 
  Bisen-monat m.: 'Monat, in dem das Vieh auf der Weide (wegen der Bremsen) wie toll herumrennt', Lexer Lexer I 284. a. o. D.: Vngsteiner hirt soll farenn mit dem viehe vff die alt Dürckheimer bach in dem wiesemonat (Grimm Weist. I 785: biesemonat) [PfWeist. I 301 (NW-Dürkh)]. — Zu PfWB Bise.
 
 
Biser s. PfWB Bise.
 
 
bis-her Adv.: wie schd., bisher (bishǟr, bishäÄ) [verbr.]; das Wort wird nicht als mundartlich empfunden, man gebraucht dafür meist die Verb. bis jetz(t). a. 1340: alle die not, die daz groze dorf hat bit her gelieden [PfWeist. I 158 (FR-Bockh)]. a. 1359: was rechtis sie ieme bit her gesprochen haben [Grimm Weist. V 655 (RO-Schiersf)]. Bad. I 237/38.
 
 
bisig Adj.: 'wild', vom Vieh, wenn es im Sommer von Bremsen geplagt wird, biesich (bīsiχ) [verbr. Gal Buch]. — Zu PfWB bisen. — RhWB Rhein. I 719.
 
  
Biskuit n.: 'Zwieback', Bisquitt [ ZW-Battw], Bisgewitt (bisgəˈwid) [ LA-Mörzh Nd'hochstdt]. Südhess. I 871; RhWB Rhein. I 721; Bad. I 238.
 
  
Biskuit-kuchen m.: wie schd., Bisgewittkuche, zum Grundw. s. PfWB Kuchen [ ZW-Ixh BZ-Annw]; vgl. PfWB Biskuit. — -lämmer Pl.: 'Gebildbrote zu Ostern aus Biskuitteig in Lammform und meist mit einem Fähnchen versehen', -lämmer [O. Bertram in Westm. Abhandl. Bd. 5, S. 282]. — -schnitte f.: wie schd., -schneed [ BZ-Dernb]. — -torte f.: wie schd., -dort (-dord) [verbr.].
 
 
Bismarck-apfel m.: eine Apfelsorte, Bismarkappel [verbr. (1930)]. Südhess. I 871; RhWB Rhein. I 721; Bad. I 238.
 
 
Bismärcker m.: 'Anhänger der Politik Bismarcks im Jahre 1866', dann auch als Schimpfwort gebraucht, Bismärker [Zweibr].