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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ab-spielen bis ab-spulen (Bd. 1, Sp. 93 bis 95)
 
ab-spielen, schw.
ab-spießen, schw.
ab-spitzen, schw.
ab-splittern, schw.
Ab-sprache, f.
ab-sprechen, st.
ab-spreizen, schw.
ab-sprießen, schw.
ab-springen, st.
ab-spritzen, schw.
ab-spulen, schw.
ab-stammen, schw.
ab-stampfen, schw.
Ab-stand, m.
ab-ständig, Adj.
ab-statten, schw.
ab-stauben, schw.
ab-stäuben, schw.
Ab-stauber, m.
Abstaub-lappen, m.
Abstaub-lumpen, m.
Abstaub-tuch, n.
ab-stechen, st.
Ab-stecher, m.
ab-stecken, schw.
Ab-stecker, m.
ab-stehen, st.
ab-stehlen, st.
ab-steifen, schw.
ab-steigen, st.
ab-steigen, schw.
ab-steinen, schw.
ab-steipen
ab-steipern, schw.
ab-stellen, schw.
ab-stempeln, schw.
ab-stenat
ab-steppen, schw.
ab-sterben, st.
Ab-stich, m.
ab-stickeln, schw.
ab-stimmen, schw.
Ab-stimmung, f.
ab-stippen, schw.
ab-stocken, schw.
ab-stollern, schw.
ab-stolpern, schw.
ab-stoßen, st.
ab-strabbeln, schw.
ab-strafen, schw.
ab-strampeln, schw.
ab-strapazieren, schw.
ab-stratzen, schw.
ab-streben, schw.
ab-streichen, st.
ab-streifen, schw.
ab-streiten, st.
ab-strenzen, schw.
ab-strossen, schw.
ab-strumpfen, schw.
ab-strüpfen, schw.
ab-stumpfen, schw.
ab-stupfen, schw.
ab-stürzen, schw.
ab-stutzen, schw.
ab-stützen, schw.
ab-suchen, schw.
ab-suckeln, schw.
ab-suppern, schw.
ab-surren, schw.
Abt, m.
ab-tarieren, schw.
ab-tastern, schw.
ab-tätscheln, schw.
ab-tatschen, schw.
Ab-teich, m. n.
Ab-teichel, m. n.
ab-teicheln, schw.
ab-teidigen, schw.
Ab-teil, n.
Ab-teilung, f.
ab-tigern, schw.
ab-toben, schw.
Ab-trag, m.
ab-tragen, st.
ab-träglich, Adj.
ab-trebern
ab-treiben, st.
ab-trennen, schw.
ab-treten, st.
ab-tribern, schw.
ab-trinken, st.
Ab-tritt, m.
Abtritts-biene, f.
Abtritts-brille, f.
Abtritts-deckel, m.
Abtritts-käfer, m.
Abtritts-kaktus, m.
Abtritts-loch, n.
Abtritts-putzer, m.
  ab-spielen schw.: sich a. 'sich ereignen'. Do

[Bd. 1, Sp. 94]
spielt sich was (etwas Außerordentliches) ab! [verbr.].
 
  
ab-spießen schw.: 'mit der Heugabel abladen'; abspieße [ KU-Bedb]; abspisse [ KU-Bechb Trahw]; vgl. PfWB abgabeln.
 
  
ab-spitzen schw.: '(lauernd ?) abschauen', Schülerspr. Er hots abg(e)spitzt [ KL-Nanzdiezw NW-Königsb]; vgl. PfWB abspicken1. — Wohl zu spitzen 'lauern', DWB DWb. X 2608.
 
 
ab-splittern schw.:
1. trans. 'von einem Holzklotz mit dem Beil Späne abhauen', absplittere [verbr.]. —
2. intrans. 'sich in Art eines Splitters ablösen'. Do (am Holz) is e Stickelche abgesplittert [verbr.]; vgl. PfWB abspringen. — RhWB Rhein. VIII 394.
 
 
Ab-sprache f.: 'Verabredung, Übereinkunft', nach dem Schd., Absprooch [allg., jedoch ohne Penns Don Gal Buch].
 
 
ab-sprechen st.:
1. etwas a. 'eine Vereinbarung treffen', nach dem Schd., abspreche [verbr.]; häufiger dafür PfWB abmachen I 1 d, PfWB abreden. a. 1341: nach der vorgeschriben kuhntschaft ... abgesprochin [OttbgUrkb. 421]. —
2. einem etwas a. 'aberkennen'; 's Lewe, die Ehr a. [allg.]; dafür auch PfWB absagen 2. — RhWB Rhein. VIII 420; Bad. I 18.
 
  
ab-spreizen schw.: 'mit einem Balken stützen'; die Wand abspräize (-bręidsə) [ IB-Rohrb]; vgl. Karte 5 (abstreben); dort auch Syn. — Das Grundw. spreizen ist durch Entrundung aus mhd. spriuzen 'stemmen, stützen', urspr. 'sich recken wie ein Balken', hervorgegangen; es gehört zu mhd. spriuz f. 'Stützbalken' (nach Kluge-Mitzka 17). Der Lautwert — ęi — ist für IB-Rohrb lautgesetzlich; vgl. auf K. 1 den Verlauf der Äis/Ais-Linie.
 
 
ab-sprießen schw.: 'abstützen'; die Mauer absprieße [verbr. vorn. NPf nördl. u. mittl. VPf]. Näheres s. K. 5 (abstreben). Mancherorts bedeutet absprießen vorn. das fachmännische Abstützen, gehört also mehr der Sprache der Maurer und Zimmerleute an [Krebs 54]. Syn. s. PfWB abstreben. — Zu mhd. spriuʒen 'stützen', Lexer Lexer II 1119, muß ein gleichbedeuten des schwaches Verb *sprieʒen als Faktitivum zu dem stark konjugierenden sprieʒen 'sprießen, emporwachsen', Lexer Lexer II 1116, angenommen werden. Vgl. DWB DWb. X, 2. 75/76RhWB Rhein. VIII 429; ElsWB Els. II 561; Bad. I 18.
 
 
ab-springen st.:
1. intrans.
a. 'berstend wegspringen'. E Stickelche is vun de Glasur abg(e)sprung(e) [allg.]; vgl. PfWB absplittern 2. —
b. 'herabspringen'; vom Zug (Zuch) abspringe [allg.]. —
2. refl. sich a. 'sich müde springen (laufen)' [allg.]. Gesteigert in der RA.: sich de Herzbännel 'das Herz' a. 'sich zu Tode laufen'; vgl. PfWB abrennen 1. — RhWB Rhein. VIII 433.
 
 
ab-spritzen schw.:
1. intrans.
a. wie schd. 's Wasser spritzt vun de Wand ab [allg.]. —
b. 'sich eilig entfernen'. Er is abg(e)spritzt [verbr.].

[Bd. 1, Sp. 95]
Syn. s. PfWB weglaufen. —
2. trans. 'durch Spritzen reinigen'; de Wa(che) abspritze [allg.]. — RhWB Rhein. VIII 440.
 
 
ab-spulen schw.: wie schd.; de Nähts 'Zwirn' abspule [allg.]; vgl. PfWB abrollen. Auch 'durch Spulen leer machen'. Mer hän kää Spulche meh, ich muß ens abspule [Kaislt, verbr.]; gebräuchlicher in dieser Verwendung leer machen.