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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Bilsen-kraut bis bimbam-bayrisch (Bd. 1, Sp. 908 bis 909)
 
  Bilsen-kraut n.: wie schd., Belzekraut [KU-Wolfst u. Umg.].
 
 
Pilsen-pfraume f.: = PfWB Pilse, Pilsebraume (Pl.) [verbr. wie PfWB Pilse]. — -trauben Pl.: 'weiße Trauben', Pilsetrauwe [NPf (Wilde 203)].
 
 
Pilwe s. PfWB Pfülben.
 
  
Pilz m.: wie schd., kein Mundartwort, dafür PfWB Schwamm. In besonderer Verwendung erscheint das Wort allenfalls für die Blätterkrankheit des Rebstocks Peronospora [VPf] sowie als Bez. für die von Kleeseide befallenen ringförmigen Stellen im Acker [ BZ-Dierb]. In Zs. hat sich das Wort stärker eingebürgert, vgl. PfWB Regenschirm-, PfWB Semmel-, PfWB Stachel-, PfWB Stein-, PfWB Stoppelpilz.
 
 
Pilz-vergiftung f.: nach dem Schd. [allg.].
 
 
bim:
1. Schallwort für die Nachahmung hoher Glockentöne, bim-bim-bim [allg.]. —
2. aldi Bim 'keifende Frau' [Kaislt]. — RhWB Rhein. I 692.
 
  
bim-bam: Schallwort für die Nachahmung des Glockenläutens, bes. für das Zusammenklingen zweier verschiedener Glockentöne, bimbam, auch bimbḁm [allg.], bei drei Glocken: bimbambum. VR.: Bimbam, Glockestrang, 's liecht en dourer Mann im Schank [ LA-Nd'hochstdt]; der gleiche Reim mit der Fortsetzung: Wer will'ne

[Bd. 1, Sp. 909]
begraawe? Die Atzel un die Raawe [KU-Rothsbg, verbr. Gal]; dasselbe mit einer weiteren Fortsetzung: Wer soll'ne besinge? 's Männche (oder: es Pederche) vun Binge [ KU-Bedb Diedk]. Südhess. I 846; RhWB Rhein. I 692.
 
 
Bimbam m.: im Ausruf des Erstaunens und der Verärgerung: Heilicher Bimbam! umgspr.
 
  
Bimbam-bähnlein n.: 'Lokalbahn (1935)', 's Bimbambähnl [ LU-Friesh]; vgl. PfWB Bimpelbähnchen.
 
  
bimbam-bayrisch Adj.: AR.: In der bimbambayrischen Kirche geht es bimbambayrisch zu. Spricht der bimbambayrisch Priester: Wie alt bist du? Der Befragte nennt eine beliebige Zahl; danach wird abgezählt, wobei derjenige »draußen« ist, auf den die Zahl trifft [ FR-Carlsbg].