Wörterbuchnetz
Pfälzisches Wörterbuch 
 
ab-balgen bis Ab-bettler (Bd. 1, Sp. 9)
 
ab-balgen, schw.
ab-barbieren, schw.
ab-bauen, schw.
ab-beeren, schw.
ab-beichten, schw.
ab-beinen, schw.
ab-beißen, st.
ab-bestellen, schw.
ab-beten, schw.
ab-betteln, schw.
Ab-bettler, m. f.
Ab-bettlerin, m. f.
ab-bezahlen, schw.
ab-biegen, st.
ab-bieten, st.
ab-bilden, schw.
ab-bimsen, schw.
ab-binden, st.
Ab-biß, m.
Ab-bitte, f.
ab-bitten, st.
ab-blasen, st.
ab-blatern, schw.
ab-blatten, schw.
ab-blättern, schw.
ab-blauen
ab-bleien, schw.
ab-blenden, schw.
ab-bleuen, schw.
ab-blitzen, schw.
ab-bocken, schw.
ab-bolzen, schw.
ab-bößeln, schw.
ab-boßen, schw.
Ab-brändler, m.
ab-brasten, schw.
ab-brechen, st.
ab-brennen, schw.
ab-bringen, st.,  VPf  schw.
ab-brockeln, schw.
ab-bröckeln, schw.
Ab-bruch, m.
Abbruch-brett, n.
Abbruch-spelz, m.
ab-brühen, schw.
ab-brüllen, schw.
ab-brummen, schw.
ab-brusten, schw.
Ab-bund, m.
ab-bürsten, schw.
ab-büßen, schw.
ABC, n.
ABC-Buch, n.
abchen
Ab-cherns, n.
ABC-Schisser, m.
ABC-Schüler, m.
ABC-Schütze, m.
ABC-Spiel, n.
ABC-Stritzer, m.
ab-dabern, schw.
ab-dachsen, schw.
ab-dachteln, schw.
ab-dackeln, schw.
ab-dämmen, schw.
ab-dampfen, schw.
ab-dämpfen, schw.
ab-danken, schw.
ab-deckeln, schw.
ab-decken, schw.
Ab-decker, m.
Ab-deckerei, f.
ab-deichseln, schw.
Äbdere
Äbderhaar
ab-dienen, schw.
ab-disputieren, schw.
ab-dolen, schw.
Abdons-tag, m.
ab-drehen, schw.
ab-dreschen, st.
ab-drücken, schw.
Abdrucks-bildchen, n.
ab-dudeln, schw.
ab-dulfen, schw.
abe, Adv.
Abee
abe-fallen, st.
abe-gehen, st.
ab-eggen, schw.
ab-einander, Adv.
aben, (Adj.)
aben, (Adv.)
Abend, m.
Abend-blume, f.
Abend-brot, n.
Abend-dämmerung, f.
Abend-duft, m.
Abend-essen, n.
Abend-flappe, f.
   ab-balgen schw.:
1. 'den Balg abziehen', abbalche (ˈa|balχə) [ PS-Erfw LA-Ilbh GH-Sondh]; vgl. PfWB abziehen I 1a. —
2. 'abprügeln' [Klein Prov S. 38]. Syn. s. PfWB verhauen.

[Bd. 1, Sp. 10]

 
  ab-barbieren schw.: 'abrasieren'. Er loßt sich de Schnorres abbalwiere (ˈa|balwīrə), -balweere [Penns Don Gal Buch]; vgl. PfWB abrasieren.
 
 
ab-bauen schw.:
1. trans., 'aus einer Stellung entlassen', meist pass. Er is abgebaut worr(e), vielgebraucht in den Jahren der Wirtschaftskrise um 1930. Bad. I 2. —
2. intrans. 'schwächer werden', körperlich, finanziell, umgspr. Der baut ab [verbr.]. — RhWB Rhein. I 515.
 
 
ab-beeren schw.: 'Beeren von den Stielen abpflücken', abbeere (ˈa|bērə) [verbr., bes. VPf]; vgl. PfWB abrappen u. das gebräuchlichere PfWB abrupfen.
 
 
ab-beichten schw.: 'durch schwere Arbeit sühnen' in der RA. Do kann mer sei Sinn 'Sünden' abbeichde (ˈa|baiχdə)! [verbr. bes. WPf]; dafür häufiger PfWB abbüßen.
 
 
ab-beinen schw.: 'Fleisch vom Knochen freimachen'; de Knoche abbeene (ˈa|bēnə) [selten, vorn. WPf], -bääne (ˈa|bnə) [WPf VPf], -baane (ˈa|bānə, a|bnə) [NPf]; vgl. PfWB ausbeinen. — Zu PfWB Bein 'Knochen'.
 
  
ab-beißen st.:
1. 'durch Beißen abtrennen'; e (a) Stickel(che) Brot abbeiße (ˈa|baisə) [allg.]. RA.: Die Fleh im Sack beißen deer die Nächel 'Fingernägel' ab, scherzhaft, wenn ein Junge die Hände in die Taschen steckt [ ZW-Bechhf]. Ich han gemäänt, er beißt mer de Kopp ab, von einem Zornigen [ KU-A'glan]. Drohung gegenüber Kindern: De Katzemardel (Schreckgestalt, vgl. Katzenmardel) beißt der de Kopp ab! [Heeger Kerwe 31]. Ääm de Kopp a. 'einen Schoppen trinken', scherzhaft [VPf]; vgl. PfWB abtrinken 3b. Syn. s. PfWB trinken. Do beißt kään Maus kään Fadem ab 'Das steht unabänderlich fest' [verbr.]. Der beißt sich liewer e(n) Finger ab, als daß er was hergebbt [verbr.]. Der beißt sich liewer die Zung ab, als daß er em e gut Wort gibbt [ GH-Zeisk]. SprW.: 's kann sich kenner selbscht die Noos abbeiße 'Keiner vermag Unmögliches' [ KU-Schmittw/O]. —
2. 'durch Beißen abnützen'; sich die Zähn a., en abgebissener Zahn [ LU-Alsh]. — RhWB Rhein. I 605; Saarbr. 22; ElsWB Els. II 100 (abbissen); Bad. I 2.
 
 
ab-bestellen schw.: 'einen Lieferungsauftrag zurücknehmen', umgspr.; die War, die Zeidung abbestelle (ˈa|bədęlə, -delə) [allg.].
 
 
ab-beten schw.: 'durch Beten entfernen', spöttisch vom Gebetseifer eines Scheinheiligen, in der RA.: Der bet't de Mudder Gottes die Zehe ab [Hebel 27]. RhWB Rhein. I 646; Bad. I 2.
 
  
ab-betteln schw.:
1. etwas a., wie schd. Der dut mer alles abberr(e)le [vorn. WPf], -bell'le [vorn. NPf westl. SOPf], -bedd(e)le [vorn. VPf]. RA.: Dem kann mer de Arsch abberrele 'Von dem kann man alles haben' [ PS-Fehrb]. —
2. 's ganze Dorf a. 'Von Haus zu Haus gehend betteln' [allg.]; vgl. PfWB abfechten, PfWB -grasen 2, PfWB -kitschen 2, PfWB -klopfen 3. — RhWB Rhein. I 658; Bad. I 2.

[Bd. 1, Sp. 11]

 
  Ab-bettler m., -bettlerin f.: 'wer darauf aus ist, von anderen alles abzubetteln', Abbettler, -bettlern, bes. in der Kinderspr. [Kaislt].