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Bib bis Biber-geil (Bd. 1, Sp. 882 bis 883) | |||
Bib, n. Bibi, n. Bibbes Bibel, f. bibel-fest, Adj. Bibel-forscher, m. Bibel-husar, m. Bibels-geschichte, f. Bibel-spruch, m. Bibel-stunde, f. Biber, m. Biber-geil, n. Biber-männlein, n. bibern, Adj. Bibernell Biber-schwanz, m. Bibes Bib-hünkel, n. Bibi Bibibeiche Bibich Bibilchens-käse, m. Bibilchens-grundbirnen, Pl. Bibilchens-knöpfe, Pl. Bibilchens-salat, m. Bibilchens-suppe, f. Bibler, m. Bibliothek, f. biblisch, Adj. pichen pichsen Pichung, f. Pick, m. Pick, m. Bick-beere, f. Pickchens, n. Bicke, f. Bickel, m. Pickel, m. bickel-hart, Adj. Pickel-haube, f. pickelig, Adj. bickeln, schw. bickeln, schw. Bickel-seil, n. Bickel-stiel, m. picken, schw. Picken, n. Picker, m. pickerig, Adj. Pickert, m. Pickes, m. Pick-esel, m. pickesen pick-fein, Adj. Pick-kärstchen, n. Pick-klee, m. picksen, schw. pickesen, schw. Picksen, n. Pickser, m. Pidem, m. pidemen, schw. biderb, Adj. Biebelchen Bieder-mann, m. Bieders-hausen, ON Biedes-heim, ON Bieg-band, n. Bieg-eis, n. Biegel, n. biegen, st. Bieg-reitel, m. Bieg-weide, f. Piemse, f. Piemseler, m. piemselig, Adj. piemseln, schw. piemsen, schw. Piemser, m. Bien-acker, m. Bienägelchen Biene Piene Bien(en)-angel, f. Bien(en)-baum, m. Bien(en)-blume, f. Bien(en)-brett, n. Bien(en)-brot, n. Bien(en)-ei, n. Bien(en)-faß, n. Bien(en)-futter, n. Bien(en)-garten, m. Bien(en)-halter, m. Bien(en)-handschuh, m. Bien(en)-haube, f. Bien(en)-haus, n. Bien(en)-kappe, f. Bien(en)-kar, n. Bien(en)-kasten, m. | 1. 'Huhn', Sprache des Kleinkindes, Bib (bīb), meist in der Wiederholung Bibib (bibīb) [verbr. vorn. mittl. u. südl. WPf südl. VPf], Bi (bī), meistens Bibie (bibī) [vorn. VPf], Bib und Bibi [ KU-Hundh Gumbsw Herschw/Petth ZW-L'wied PS-Windsbg KL-Gimsb LA-Knöring BZ-Gossw Dierb GH-Kand Leimh]. Bibi überwiegt. Die Verkleinerungsform ist die Bezeichnung für das Küken, auch Schmeichelname für das Huhn: Bibelche (Pl. -er) [allg., außer SOPf], Bibche (Pl. -er) [Einzelorte im Bibelche-Gebiet], Bib(e)l (Pl. -le, -lich, s. PfWB Baum) [südl. VPf]. Einzelbelege: Bibil (Pl. Bibilich) [ LA-Knöring], Bibbibl (Pl. Bibbible) [Spey GH-Kand], Biberl (!) [ LU-Friesh], Biwelche [ KL-Miesb]. Man lockt das Huhn fast allg. mit dem Ruf: kamm (selten: komm, kumm) Bibi (oder: Bibib usw.), in KU-Rutsw/ G, WD-Niedkch u. HB-Höch: kamm Bi-eb (bib), in ZW-Bechhf folgt dem gedehnten i eine Terz tiefer ein kurzes i. Die Silbe bi bzw. bib wird beim Ruf mehrmals wiederholt und dabei auf einer und derselben Höhe gesprochen; um ihn besser hörbar zu machen, dehnt man das i. — KR.: Heio bumbeio, schlag 's Biebelche dot. 's leht mer ken Eier un frißt mer mein Brot [verbr.]. Mei Mutter backt Kuche, sie backt se so hart, sie leht se ins Schränkche un gebt mer net satt. Sie gebt mer drei Brocke für 's Bibi zu locke: Bibi, Bibi, Bibi, komm. Un wann mer's die Mutter nochmols so macht, so nemm ich mei Bündel un sag ehr 'Gut Nacht' [Homb]. — — 2. 'Kiefernzapfen', Pl. Biebelcher [Nordteil der SWPf, s. K. bei Butzel], Biewelcher [ ZW-Gr'bundb], Bieb(e)le [ IB-Rubh PS-Glashtt]. Mancherorts, bes. in der SWPf, bezeichnet das Wort auch oder — wo die Kiefer unbekannt ist — ausschließlich den Tannenzapfen. In HB-Kirk/N'häus meint man mit Biebelcher die Kiefernzapfen, mit Biebele die Tannenzapfen. Zs. PfWB Forlenbibel. Syn s. PfWB Butzel. — Südhess. I 820; RhWB Rhein. I 671; LothWB Lothr. 41; Bad. I 233 Bippele. [Bd. 1, Sp. 883] Gebrauch des Wortes durch die Evangelischen begründet sei. Dies scheint zweifelhaft, denn die Evangelischen haben das Wort von der Kanzel her sicher sehr oft mit gedehntem i gehört; tatsächlich weisen die evangelischen Gebiete der WPf durchweg langes i auf (so auch die Nachkommen der pfälzischen Auswanderer). — Volksgl.: Mer soll en Schlissel in die Biwel lege an der Stell Hohelied 8,7. Wammer an der Buchstawe kummt, wu em seim Bo (engl. beau = Geliebter) sei Name afangt mit, dreht sich der Schlissel in der Biwel [Fogel Beliefs Penns Nr. 201]. KR.: Hier steh ich uf de Kanzel un prellich wie e Amschel aus de dicke Bibel vun Maria Zwiebel [ KU-Bedb]; Variante hierzu s. PfWB Amsel. — a. 1761: Biewel [RO-Gonb (LeinGBl. 1911, S. 76)]. — Südhess. I 822; RhWB Rhein. I 673; Bad. I 220. 1. 'weicher Baumwollstoff', früher hauptsächlich für Unterwäsche, Nachtjacken und Kopftücher, jetzt auch für Bettlaken u. dgl., Biber (bībər) [vorn. nördl. WPf u. nördl. VPf], Biwer (bīwər) [vorn. mittl. u. südl. WPf u. VPf]; vgl. PfWB Baumwollbiber. Das Wort erscheint auch in den Zs. Biberbai, -kleid, -rock, -zeug. — 2. Tiername. Biwere fange 'zum besten halten' [ HB-Walshs]; vgl. Elbentrütsche. — Südhess. I 822; RhWB Rhein. I 673; Bad. I 220.
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