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Pfuhl bis Pfuhl-grube (Bd. 1, Sp. 872 bis 876) | |||
Pfuhl, m. Pfuhl-apfel, m. Pfuhl-arsch, m. Pfuhl-biene, f. Pfuhl-bolle, f. Pfuhl-bütte, f. Pfuhl-ei, n. Pfuhl-eimer, m. pfuhlen, schw. Pfuhl-faß, n. Pfuhl-grube, f. pfuhlig, Adj. Pfuhl-imme, f. Pfuhl-käfer, m. Pfuhl-kandel, m. Pfuhl-karch, m. Pfuhl-kübel, m. Pfuhl-loch, n. Pfuhlloch-deckel, m. Pfuhlloch-see, m. Pfuhl-lotte, f. Pfuhllott-sattel, m. Pfuhl-pritsche, f. Pfuhl-pumpe, f. Pfuhl-rinne, f. Pfuhl-schöpfer, m. Pfuhl-spritz, m. Pfuhl-spritzer, m. Pfuhl-ständer, m. Pfuhl-stück, n. Pfuhl-trichter, m. Pfuhl-wagen, m. Pfuhl-wasser, n. Pfuhl-wiese, f. Pfuhl-wurm, m. Pfuhl-zuber, m. pfui, Interj. pfui-hasen, schw. Pfui-teufel, m. Pfülben, m., n. Pfülwen, m., n. Pfülben-brett, n. Pfülben-zieche, f. pfülbern, schw. Pfund, n. Pfund-apfel, m. Pfund-birne, f. Pfünder Pfund-gewicht, n. Pfund-nase, f. Pfund-stein, m. pfund-weise, Adv. pfupfen Pfusch-arbeit, f. pfuschen, schw. Pfuscher, m. Pfusch-grete, f. Pfütsche pfutschen, schw. Pfütze, f. Pfütsche, f. pfützen Pfütz-loch, n. Pfütz-platz, m. phantasieren Philipp Philosoph Phlox piano, Adv. Piassava-besen, m. Bib, n. Bibi, n. Bibbes Bibel, f. bibel-fest, Adj. Bibel-forscher, m. Bibel-husar, m. Bibels-geschichte, f. Bibel-spruch, m. Bibel-stunde, f. Biber, m. Biber-geil, n. Biber-männlein, n. bibern, Adj. Bibernell Biber-schwanz, m. Bibes Bib-hünkel, n. Bibi Bibibeiche Bibich Bibilchens-käse, m. Bibilchens-grundbirnen, Pl. Bibilchens-knöpfe, Pl. Bibilchens-salat, m. Bibilchens-suppe, f. Bibler, m. Bibliothek, f. biblisch, Adj. pichen | 1. 'Tümpel, in dem sich Enten und Gänse tummeln', Puhl (pūl) [NWPf südl. WPf], Poul [ HB-Frankholz]; auch sumpfige Stelle von geringer Ausdehnung [ PS-Salzwg], zur Regenzeit sich mit Wasser füllende Erdvertiefungen, wie sie auf den schweren, wasserundurchlässigen Lehmböden der Westpfalz zahlreich vorkommen [ PS-Gersb]; vgl. PfWB Pudel, PfWB Pumpel, PfWB Tümpel, PfWB Tumpen, PfWB Wasserlache, PfWB -loch. Zs. PfWB Dreck-, PfWB Wasserpfuhl. Dim. Pihlche (pīlχə). E Puhl [Bd. 1, Sp. 873] ![]() [Bd. 1, Sp. 875] baue 'Wiese unter Wasser setzen' [ KU-Bosb ZW-Schmitshs]; scherzh. von einer großen Menge Flüssigkeit: e Puhl Millich [ RO-Messbhf]. WR.: Peter Stuhl (22. Februar) hubst de Frosch en de Puhl [ KB-Bennhs]. — Als FlN ist das Wort in älterer Zeit belegt für NW-Deidh (a. 1578), NW-Wachh (a. 1579), PS-H'einöd (a. 1584), KU-Lauteck (a. 1611), KB-Zell (a. 1736); vgl. auch die FlN in den Zs. Eisen-, PfWB Enten-, PfWB Erd-, PfWB Fisch-, Frosch-, PfWB Hasen-, PfWB Höllen-, PfWB Hunger-, PfWB Jägers-, Kännel-, PfWB Katzen-, PfWB Krotten-, Langen-, Lanzen-, Leien-, PfWB Linden-, Meer-, PfWB Ochsen-, PfWB Sau-, Schimmel-, PfWB Sprattel-, PfWB Stein-, PfWB Teufels-, PfWB Toten-, PfWB Wiesenpfuhl. In KU-Kaulb bezeichnet der FlN Puhl ein Wiesenstück zwischen Lauter und Lautertalstraße; der in die Lauter mündende Schmeißbach teilte das Wiesenstück in den oberen und den unteren Puhl; wegen der niedrigen Lage war der P. im Winter und im Frühling mit Wasser bedeckt. Sonst weisen die FlN Pfuhl auf frühere Teiche hin, so z. B. »der Pfuhl auf dem Rübenberg« [PS-Th'eischw (Biundo, Geschichte von Th'eischweiler und seiner Umgebung, 1924, S. 5)]. a. 1553: Alßpacher pfad, zeugt an den Zielbäumen aus gegen dem puhl [ABlieskst 27]. a. 1606: (die Grenze soll) mitten durch den Pfuel ... gehen [HanLicht. 7]. — 2. 'Jauche' [nördl. u. mittl. VPf, Ostteil der südl. VPf, s. K. 46]; vgl. PfWB Pudel, PfWB Mistpfuhl. RA.: Er hot mit'm Korb Puhl getraa, von einem, der Sommersprossen hat [KL-Bann, verbr.]. Bei dem Feld muß mer morgens mit Puhl un owends mit Mischt kumme, von einem mageren Acker [ LU-Friesh]. WR.: Wann de Puhl stinkt oder Blose zieht, gebt's Reche [LA-Herxh, verbr.]. — 3. 'unbefruchtetes, faulgebrütetes Ei'. 's waare zwää Pihl debei [KL-Matzb, nördl. WPf NPf]. — 4. WR.: Wenn die ausgelassene Butter ein Pihlche zeigt, gibt es Regen [ KU-Reiffb]. — 5. Bei Gärungsprozessen sagt man: de Puhl wiehlt (wühlt) [ PS-Geisbg]. — Näheres über das wechselseitige Verhältnis von Puhl und Puddel u. ä. s. bei PfWB Pudel. — RhWB Rhein. VI 797 ff.; Saarbr. 159; LothWB Lothr. 71; Bad. I 217. [Bd. 1, Sp. 876] ![]()
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