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Pfirsich bis pflanzen (Bd. 1, Sp. 848 bis 852) | |||
Pfirsich, m. Pfirsich-baum, m. Pfirsich-kuchen, m. Pfirsich-schnitz, m. Pfirsich-zweig, m. pfittern Pflanz-beet, n. Pflanze, f. Pflanz-eisen, n. pflänzeln, schw. pflanzen, schw. Pflanzen-korb, m. Pflanzen-setzerin, f. Pflanz-feld, n. Pflanz-garten, m. Pflanz-grundbirne, f. Pflanz-holz, n. Pflanz-kaute, f. Pflänzler, m. Pflanz-loch, n. Pflanz-stück, n. Pflaster, n. Pflaster-beere, f. Pflästerer, m. Pflastererbel Pflaster-erdbeere, f. Pflaster-gang, m. Pflaster-gräblein, n. Pfläster-hammer, m. Pflästerin, f. Pflaster-kasten, m. Pflaster-kopf, m. pflastern, schw. pflästern, schw. Pflaster-sack, m. Pflaster-schisser, m. Pflaster-stampfer, m. Pflaster-stein, m. Pflaster-stempel, m. Pflaster-stühlchen, n. Pflaster-treter, m. Pflasterung, f. Pflaster-wacken, m. Pflaum Pflaume, f. Pfraume, f. Pflaumen-baum, m. Pfraumen-baum, m. Pflaumen-brei, m. Pflaumen-gelee, n. Pflaumen-gutsel, n. Pflaumen-kern, m. Pflaumen-kuchen, m. Pflaumen-latwerg, m., f. Pflaumen-marmelade, f. Pflaumen-mus, n. Pflaumen-saft, m. Pflaumen-schlacksel, n. Pflaumen-schleck(s)el, n. Pflaumen-schmiere, f. Pflaumen-stück, n. Pflaumer Pflege, f. Pflege-anstalt Pflege-eltern Pflege-kind Pflege-mutter Pflege-sohn Pflege-tochter Pflege-vater pflegen, schw. Pfleger, m. Pfleg-zaun, m. Pflicht, f. Pflock, m. pflocken Pflockerbse Pflück-bohne, f. pflückeln, schw. pflücken, schw. Pflück-erbse, f. Pflück-salat, m. Pflug, m. Pflug(s)-arm, m. Pflug(s)-armen, m. Pflug(s)-ätzel, n. Pflug(s)-baum, m. Pflug(s)-eisen, n. pflügen, schw. Pflüger, m. Pfluger, m. Pflug(s)-fege, f. Pflug(s)-gabel, f. Pflug(s)-geiß, f. Pflug(s)-gereihe, n. Pflug(s)-gerüte, n. Pflug(s)-geschirr, n. Pflug(s)-griff, m. Pflug(s)-grindel, m. Pflug(s)-habe, f. | [Bd. 1, Sp. 849] ![]() [Bd. 1, Sp. 851] PfWB sich. — RA.: Wann ich emol Persching eß, kannscht die Stää (Steine) hawe [BZ-Rohrb u. Umg.]. — Zur Etym.: Das Wort kommt von mlat. persica, mhd. phersich; e wurde vor r zu ä, in manchen Fällen (Parsching, Parsch) zu a gesenkt; s wurde vor r zu , wie in Hersche 'Hirse', Ferscht 'Ferse', Merschel 'Mörser'; -ing ist aus -ich entstanden (in Analogie zu Wersching 'Wirsing', Penning 'Pfennig' u. ä.). Die Form Persch ist eine Verkürzung und Zusammenziehung aus Perschich, Perschisch; -t in Perscht ist sekundär angetreten wie in Obscht 'Obst', annerscht 'anders' u. a. — RhWB Rhein. VI 756ff.; LothWB Lothr. 37 Persch; ElsWB Els. II 139; Bad. I 204/05; Hess.-Nass. II 613. 1. 'Setzling', allg. 'die zum Aussetzen bestimmte junge Gemüsepflanze', im Tabakanbaugebiet (VPf) auch 'der Tabaksetzling', im Waldgebiet auch 'der Baumsetzling', gew. im Pl. Planze, Pflanze, s. F. Zs.: PfWB Ballen-, Erdbeer-, PfWB Forst-, PfWB Kappes-, PfWB Kraut-, PfWB Spinat-, PfWB Städter-, PfWB Stadt-, PfWB Wald-, PfWB Würzwischpflanze. Die P. kummen 'gehen an' [NPf, allg.], kimmern 'verkümmern' [allg.], sin useelich 'schlecht entwickelt' [ BZ-Apphf], stihn so dick (dicht) wie die Hoor uf'm Hund [ KU-Schmittw/O]. RA.: Des is mer noch e Plänzel 'ein verzärteltes Mädchen' [Wilde 289]. SprW.: Klenne Plänzcher brauchen viel Wasser, zur Entschuldigung, wenn ein Kind viel trinkt [Kaislt]. VR.: Gelleriewe, Kollerawe sin die beschte Planze, wann mei Vatter Spielmann werd, werr ich besser danze [ Gal-Brotschk]. Volksgl.: Wenn Pflanzen weiße Blätter bekommen, sterben oder verunglücken die Eigentümer des Feldes [ KL-Ottbg]; so auch andernorts, s. Wilde 217. a. 1521: Item 6 β Pf vor 4 tage pflenß zu ropfen [GgHospR]. — 2. 'Schnittlauch (Allium schoenoprasum)' [ PS-Trulb Pirmas]. — F.: blands und blḁnds, bezügl. [Bd. 1, Sp. 852] a und ḁ s. PfWB ander; an der Südgrenze der VPf bflands; Dim. blęndsχə -jə, blęndsl, Pl. blęndsχər, -jər, -əlχər, -liχ, zur Verbr. s. K. 27 (Bäumchen Sing./Pl.). — RhWB Rhein. VI 758/59; Bad. I 206. 1. 'im Garten arbeiten', plänzele [allg.]. Emol e äge (eigenes) Läppel Land, wu ich emol als alter Mann, so wie ich will, drin blänzle kann [Räder 19]. — 2. 'sich schmücken'. »Die pflänzelt sich, daß man sie für schön halten soll« [Klein Prov. 51]. 1. 'aus Samen gezogene Setzlinge ins Ackerland umpflanzen', gew. ohne Obj. Mer dun heit planze [NPf, allg.]; Wald p. 'junge Baumpflänzchen umsetzen' [ PS-Hintwdth]; vgl. PfWB an-, PfWB auspflanzen. — 2. a. Grumbeere, Wääz (Weizen), Duwak (Tabak), Blumme p. 'anbauen' [VPf, allg.]; vgl. PfWB anpflanzen, -blümeln. Sie planzen alles, was sie brauchen [ BZ-Dernb]. Bei uns sin aach als Hoppe noch geplanzt woore [ BZ-Nd'horb]. SprW.: Wammer eppes planzt in Gottes Name, wachst's [Fogel Beliefs Penns Nr. 1028]. BR.: Grumbeere planzt mer der hunnerdscht Daag (des Kalenderjahres, d. h. am 10. April) [Penns (Preston A. Barba)]. Volksgl.: En Weibsmensch, as net gsund is, därf ken Gummere oder Buhne planze, sie dun nix wie blihe [Fogel Beliefs Penns Nr. 1871]. Wann eens sterbt, geht alles, was es geplanzt hot, nooch un nooch tot [ebd. Nr. 592]. VR.: 's is mer niemand liewer wie mei Franz, er freßt mer all die Riewe, die ich planz, Forts. s. PfWB Rübe [F. Heeger in Feierowend 1950 Nr. 8]. — b. de Gaarde p. 'den Garten im Frühjahr mit Sämereien bestellen' [ KU-Bedb KL-Weilb FR-Tiefth NW-Freinsh Frankeck LA-Nd'hochstdt Mörzh]. Er dut denne Acker wirre (wieder) p. 'einen brach gelegenen Acker wieder bebauen' [ KL-Fischb]. — 3. Das Korn planzt 'bestockt sich' [ KU-O'alb]. — F.: s. PfWB Pflanze. — RhWB Rhein. VI 759; LothWB Lothr. 48; ElsWB Els. II 146; Bad. I 206; Hess.-Nass. II 614.
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