ab-schmacken, schw.ab-schmecken, schw.ab-schmälzen, schw.ab-schmatzen, schw.ab-schmeckenab-schmeißen, st.ab-schmelzenab-schmieren, schw.ab-schmusen, schw.ab-schnallen, schw.ab-schnappen, schw.ab-schnäppen, schw.ab-schnärren, schw.ab-schnauzen, schw.ab-schneiden, st.ab-schnelzen, schw.ab-schnetzen, schw.ab-schnippeln, schw.Ab-schnitt, m.ab-schnitzeln, schw.ab-schnurren, schw.ab-schöpfen, schw.Ab-schöpfsel, n.ab-schoren, schw.Ab-schoß, m.ab-schrägsen, schw.ab-schrappen, schw.ab-schrauben, schw.ab-schrecken, schw.ab-schreiben, st.Ab-schreibens, n.ab-schritten, schw.ab-schroten, schw.ab-schruppen, schw.ab-schuben, schw.ab-schüffeln, schw.ab-schultern, schw.ab-schuppen, schw.ab-schürfen, schw.ab-schürgen, schw.Ab-schuß, m.ab-schütteln, schw.ab-schütten, st.ab-schwärmen, schw.ab-schwarten, schw.ab-schwefeln, schw.ab-schweigen, schw.ab-schwenken, schw.ab-schweren, schw.ab-schwindeln, schw.ab-schwören, st.ab-seckern, schw.ab-segeln, schw.ab-sehen, st.ab-seihen, schw.ab-seimen, schw.ab-seinAb-seite, f.ab-seits, Adv.absenatab-senden, schw.Ab-sender, m.ab-senkeln, schw.ab-senken, schw.Ab-senker, m.ab-serbeln, schw.ab-serben, schw.ab-servieren, schw.ab-setzen, schw.Absetz-säge, f.ab-sicheln, schw.Ab-sicht, f.ab-sichtlich, Adv.ab-sieben, schw.ab-sieden, st.ab-sitzen, st.ab-sohlen, schw.absoluman, Adv.absolut, Adv.ab-solvieren, schw.absonatab-sonderlich, Adj., Adv.ab-sondern, schw.ab-spalten, schw.ab-spannen, schw.ab-spannen, schw.ab-spännig, Adj.ab-sparen, schw.ab-specken, schw.ab-speisen, schw.ab-spenstig, Adj.ab-sperren, schw.ab-spickeln, schw.ab-spicken, schw.ab-spicken, schw.ab-spielen, schw.ab-spießen, schw.ab-spitzen, schw.ab-splittern, schw.Ab-sprache, f. | ab-schmacken, -schmeckenschw.: 1. 'kosten, ob etwas genügend gewürzt ist'; die Supp abschmacke [verbr.], -schmecke [RO-Obd Kaislt NW-Frankeck Land, bürgerliche Schicht]. — 2. 'herausschmecken' Des schmackt mer 'm Esse ab [ FR-Tiefth]. — 3. Part. Perf. abgeschmackt, s. d. — RhWB Rhein. VII 1426.
ab-schmälzen schw.: 'ein Gericht so lange schmälzen, bis es den rechten Geschmack gewonnen hat'; die Supp abschmälze [verbr.]; dafür meist einfaches schmälzen. Bad. I 16.
ab-schmatzen schw.: 'heftig und geräuschvoll abküssen', abschmatze [verbr.]. RhWB Rhein. VII 1444.
ab-schmecken s. PfWB abschmacken.
ab-schmeißen st.: 1. 'mit einem Knüppel abwerfen'; Äppel, Beere, Niß abschmeiße [verbr.]; vgl. PfWB abkeilen 1 u. PfWB abwerfen 4. — 2. de Bääm a. 'den Baum beschneiden' [ LA-Nd'hochstdt Burrw]; vgl. PfWB abwerfen 5. — 3. beim Kartenspiel 'die Karten ablegen'; vgl. PfWB ablegen 1. Er hot abg(e)schmiss(e) [verbr.]. — RhWB Rhein. VII 1455.
ab-schmelzen s. PfWB abschmälzen.
ab-schmieren schw.: 1. die Ufgab abschmiere [VPf], -schmeere [NPf WPf] 'Hausübungen abschreiben', mehr verächtlich, Schülerspr. [allg.]. Syn. s. PfWB abschreiben. — 2. 'tüchtig prügeln'; en(e) a., auch: de Buckel a. [allg., ohne pfälz. Auswanderer des 18. Jahrhunderts, die das Wort in dieser Bedeutung ohne ab- gebrauchen]. Er hat 'n hauptmännisch abgeschmeert [verbr. westl. WPf]. VR.: Ho, ho, ho! Der Küwelmann is do! Er schreit das Gäßlein auf und ab: Ihr Weiwer kaaft mer Küwel ab, sunscht schmeer ich eich de Buckel ab! [Feierowend 1950 Nr. 5 S. 2]. a. 1577: wan Ime der hirt noch ein mahl erscheine, wolle Ine noch einmahl abschmieren [StArch. Saarbrücken, Gerichtsprotokoll S. 88]. Diese Bed. erklärt sich nach Kluge-Mitzka17 aus dem schlagenden Auftragen von Schmiermitteln, vgl. PfWB wichsen. Syn. s. PfWB verhauen. Die Syn. mit absind im neueren Pfälzisch sehr beliebt, vgl.: PfWB abbalgen, PfWB -biegen 1, PfWB -binden 1 b, PfWB -bleien 4, PfWB -bleuen, PfWB -boßen 1 b, PfWB -dachteln, PfWB -drehen I 3, PfWB -dreschen 2, PfWB -dudeln 2, PfWB -dulfen, [Bd. 1, Sp. 85] PfWB -filzen 2, PfWB -fitzen, PfWB -flappchen, PfWB -flatschen, PfWB -flohen 3, PfWB -fludern, PfWB -flügeln, PfWB -füttern 3, PfWB -karbatschen, PfWB -kehren 2, PfWB -klabastern 1, PfWB -ledern, PfWB -meißeln 2, PfWB -pritschen 1, PfWB -rahmen 2 b, PfWB -reiben 5, PfWB -reiteln, PfWB -scheren 3, PfWB -schlagen I 2 a, PfWB -schnetzen, PfWB -schöpfen, PfWB -schwarten 2, PfWB -senkeln 2, PfWB -sohlen, -spekken 2, PfWB -streichen 2, PfWB -strüpfen 2, PfWB -trückeln 3, PfWB -trudeln 4, PfWB -tun 2 b, PfWB -veiolen, PfWB -wackeln, PfWB -walken, PfWB -weichen, PfWB -wickeln 2, PfWB -wischen 1 a, PfWB -ziehen I 2; vgl. auch PfWB abfallen, PfWB -fangen, PfWB -fassen 5, PfWB -geben 1 d, PfWB -setzen. — RhWB Rhein. VII 1492; ElsWB Els. II 486; Bad. I 16; Nass. 35.
ab-schmusen schw.: 'durch Schmusen (Schönreden) abplaudern, abhandeln', abschmuse [VPf]. RhWB Rhein. VII 1518; Bad. I 16.
ab-schnallen schw.: 'durch Öffnen der Schnallen abnehmen'; de Zaam (Zoom) 'Zaum' abschnalle [verbr.].
ab-schnappen, -schnäppenschw.: 'durch kurzes Schnappen (Kippen) entfernen'. 1. a. die Millich abschnappe (-schnäppe) 'den Rahm von der Milch durch kurzes Kippen des Topfes abschütten' [KU-Kaulb PfId. 9]; abgeschneppte Millich 'oberflächlich entrahmte Milch' [verbr. KU-KL-Alsbn]. — b. den Wagen a. 'durch Umkippen entladen' [KU-Schmittw/O Kaulb LU-Altr PfId. 9]. — 2. 'wegschnappen, wegnehmen', den Gewinn, das Mädchen [allg.]. TL.: Der mit der Schippekapp, der is mer abgeschnappt, der mit dem runde Hut, der is mer gut [ Gal-Dornf]. De Schitz hat die Buwe abgeschnappt 'durch Auflauern erwischt' [ PS-Schmalbg FR-Albsh NW-Frankeck Gal-Dornf]. — 3. 'sterben' (verächtlich). Er is am Abschnappe [ KU-Herschw/Petth Zweibr], esch abgschnappt [ BZ-Dernb]. Syn. s. PfWB sterben. — RhWB Rhein. VII 1544; ElsWB Els. II 501; Bad. I 16.
ab-schnärren schw.: 'schnell weglaufen'. Der is awwer abg(e)schnärrt! [verbr.]. Syn. s. PfWB weglaufen. — Als Faktitiv aus schnarren gebildet; vgl. Schwäb. V 1034. — RhWB Rhein. VII 1556; Bad. I 16/17. | |