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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Beutel-gras bis Be-währung (Bd. 1, Sp. 775 bis 776)
 
Beutel-gras, n.
Beutel-kasten, m.
Beutel-kiste, f.
beuteln, schw.
Beutel-schneider, m.
be-vatern, schw.
be-vor, Konj.
be-vormunden, schw.
be-wahren, schw.
be-währen, schw.
Be-währung
Bewährungs-frist, f.
be-wältigen, schw.
be-wandert, Adj.
Be-wandtnis, f.
be-wässern, schw.
Bewässerungs-graben, m.
Bewässerungs-kanal, m.
be-webern, schw.
Be-weberung, f.
be-wegen, schw.
be-weglich, Adj.
Be-wegung, f.
be-wehen, schw.
be-weiben, schw.
Be-weis, m.
be-weisen, st.
be-wenden, schw.
be-werben, st.
Be-werber, m.
be-werfen, st.
be-willigen, schw.
be-wirten, schw.
Be-wirtung, f.
be-wölken, schw.
be-wundern, schw.
Be-wurf, m.
Bex-bach
Bex-bätze, f.
pexieren, schw.
be-zahlen, schw.
Be-zahler, m.
Be-zahlung, f.
be-zäunen, schw.
be-zechen, schw.
Bezem, m.
be-ziehen, st.
be-ziffern, schw.
Be-zirk, m.
be-zirken, schw.
Bezirks-amt, n.
Bezirks-arzt, m.
be-zwingen, st.
Pfacht
Pfad, m.
pfädeln, schw.
Pfädel-treter, m.
Pfad-treter, m.
Pfad-rechen, m.
Pfad-wichser, m.
Pfaffe, m.
Pfaffen-blume, f.
Pfaffen-fas(t)nacht, f.
Pfaffen-hütchen, n.
Pfaffen-kappe, f. n.
Pfaffen-käppchen, f. n.
Pfaffen-kind, n.
Pfaffen-köchin, f.
Pfaffen-kopf, m.
Pfaffen-kraut, n.
Pfaffen-kutte, f. n.
Pfaffen-kuttchen, f. n.
Pfaffen-loch, n.
Pfaffen-neid, m.
Pfaffen-sack, m.
Pfaffen-schänke, f.
Pfaffen-schnäppchen, n.
Pfaffen-schnitzchen, n.
Pfaffen-stoff, n.
Pfaffen-tutte, f.
Pfaffen-zeug, n.
Pfahl, m.
Pfahl-bohnen, Pl.
Pfahl-eisen, n.
pfählen, schw.
Pfahl-häpe, f.
pfahl-stracks, Adv.
Pfahl-wicken, Pl.
Pfahl-winde, f.
Pfalz, f.
Pfalz-brunnen, m.
Pfälzer
pfälzerisch, Adj.
Pfälzer-land, n.
Pfälzer-lied, n.
pfälzern, schw.
Pfälzer-wald, m.
Pfälzer-wäldler, m.
Pfalz-graf, m.
Pfalzhof-mann, m.
  Beutel-gras n.: 'Hirtentäschelkraut (Capsella bursa - pastoris)', Beidelgras [Neustdt]. Syn. (nach Wilde 105): Portemonnaie, Brotkruste, Pütschelchen, Täschelchen, Täschelkraut, Teufelsgras, -nase, Geldbeutel(chen), -täschchen, Herrgottsherz, Hirtenkraut, -täschel, Liebtäschel, Alte Männer, Nebelbätze, Rämmstock,
 
 
Beutel-kasten m.: 'Kasten, in dem das Mehl gebeutelt wird'. a. 1702: Warum fordert Ihr von ihnen Geld für die Beutel im Beutelkasten? Die Bauern bringen ihr Korn dorthin, wo sie nur den herkömmlichen Multer zu leisten brauchen. Mit dem Beutelgeld habt Ihr die Mühl richtig in Verruf gebracht [R. Wihr, Rehhütter Chronik, S. 40]. RhWB Rhein. I 669; Bad. I 179.
 
 
Beutel-kiste f.: = PfWB Beutelkasten, Beitelkischt [PennsDeitschEck] 16. 3. 1946.
 
  
beuteln schw.:
1. 'arg zusetzen, quälen'. RA.: Do hot's mich gebeidelt (gəbaidəld), z. B. vor Kälte, vor Schmerzen [ KU-Kaulb, LU-Maud]. —
2. '(in der Mühle) durch den Beutel sieben' [allg.]; gebeuteltes Brot 'Brot aus gebeuteltem Mehl, Feinbrot'. a. 1448: und sol daz brot (das die Leute in der Heuernte zu bekommen haben) gebudelt sin [Grimm Weist. V. 600 (Rechte der Abtei Limburg)]. a. 1590: Kern brodt, gebeutelt brodt vnd hauß brodt [ZweibrUrkb. 130]. —
3. einen b. 'im Spiel die Klicker abgewinnen'. Mer hän'n gebeidelt [ BZ-Apphf]; Syn. s. PfWB abgewinnen. — RhWB Rhein. I 669/70; Bad. I 179.
 
  
Beutel-schneider m.: 'einer, der den Geldbeutel wegschneidet, Taschendieb', Beirelschneirer (bairəlnairər) [ KU-Schmittw/O, Don-Schowe]. RhWB Rhein. I 669.
 
  
be-vatern schw.: 'väterlich betreuen'. Der will mich bevattere (bəfadərə) [ RO-Rehborn]. — Nach dem Muster von bemuttern gebildet.
 
  
be-vor Konj.: nach dem Schd. Iwwerlee der's gut, bevor de' s machscht [ BZ-Albw]; dafür meist das mundartechte eb (ehe). RhWB Rhein. IX 154; Bad. I 180.
 
  
be-vormunden schw.: nach dem Schd., bevormunde [ BZ-Dernb].
 
 
be-wahren schw.:
1. 'geistlich versorgen'. a. 1311: sal der paffe einen prister zu eime halten, daz die underdane, die wide gelegen sint, deste baz bewart werden [OttbgUrkb. 305]. —
2. 'aufbewahren'. a. 1532: vnnd soll der becker das brot bewaren vnd backenn [PfWeist. I 267 (KB-Dreis)]. —
3. 'behüten'.
a. in der Wunschformel Gott bewahr's! [allg.]. Volksgl.: Man soll

[Bd. 1, Sp. 776]
ein kleines Kind wegen seiner Gesundheit oder Schönheit nicht loben, sonst widerfährt ihm ein Unglück oder es stirbt; tun das fremde Leute, so sagen sie immer: Gott behüt's, Gott bewahr's! [Schandein Bav. IV 2, 346]. —
b. in der Verneinungsformel Ah bewahre! [verbr. VPf]. — RhWB Rhein. IX 203; Bad. I 180.
 
 
be-währen schw.: sich b., nach dem Schd.
 
 
Be-währung s. das folgende Stichwort.