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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Beruf-kraut bis Perze (Bd. 1, Sp. 716 bis 717)
 
Beruf-kraut, n.
be-ruflich, Adj.
Berufs-schule, f.
Be-rufung, f.
be-ruhigen, schw.
be-rühren, schw.
Be-rührung, f.
be-rußen, schw.
pervers, Adj.
Berwink
Perze
berzeln, schw.
berzen, schw.
perzen
Perzepter, m.
be-sabeln, schw.
be-samen, schw.
be-sämen, schw.
Be-satz, m.
be-saufen, st.
be-schäftigen, schw.
be-schäkert
be-schälen, schw.
be-schäligen, schw.
be-schaskeln, schw.
be-schasken, schw.
be-schaskern, schw.
be-schasseln, schw.
be-schassen, schw.
be-schassenen, schw.
be-schassern, schw.
Be-schau, f.
be-schauern
be-schauern, schw.
be-scheckert
be-schehen, st.
Be-scheid, m.
be-scheiden, st.
Be-scheidenheit, f.
Bescheid-essen, n.
be-scheinen, schw.
be-scheißen, st.
Bescher-abend, m.
Bescherchens-abend, m.
be-scheren, schw.
Be-scherung, f.
be-schickert, Adj.
be-schimpfen, schw.
Be-schiß, m.
Be-schisser, m.
be-schissig, Adj.
Be-schlag, m. n. n. n.
Be-schläge, m. n. n. n.
Be-schlägs, m. n. n. n.
Be-schlähts, m. n. n. n.
Beschlag-bock, m.
be-schlagen, st.
Be-schlägs
Be-schlähts
be-schließen, st.
be-schließig, Adj.
Be-schluß, m.
be-schmieren, schw.
be-schmort, Adj.
be-schmuggeln, schw.
be-schmusen, schw.
be-schmutzen, schw.
be-schneiden, st.
be-schnuckt, Adj.
be-schnussen, schw.
be-schokert, Adj.
be-schoßt, Adj.
be-schränkt, Adj.
be-schrauen, st.
Beschrau-kraut, n.
be-schreiben, st.
be-schreien, st.
be-schuhen, schw.
be-schummeln, schw.
be-schusselt, Adj.
be-schütten, schw.
Be-schwerde, f.
be-schweren, schw.
be-schwerlich, Adv.
Be-schwerung, f.
be-schwichtigen, schw.
be-schwindeln, schw.
be-schwipst, Adj.
be-schwören, st.
be-sehen, st.
be-seibeln, schw.
be-seichen, schw.
Besem, m.
Besen, m.
Besem-binder, m.
Besen-binder, m.
besemen, schw.
besen, schw.
Besem-ginster, m.
Besem-hexe, f.
  Beruf-kraut n.: 'Aster erigeron', Berufkraut [SPf], 'Ziest (Stachys silvatica)', Berufskraut [Pirmas u. Umg. NW-Dürkh]; vgl. PfWB Beschraukraut. »Pflanze und Blume fanden Verwendung bei Herstellung von Tee und Bädern als Mittel gegen das Abnehmen der Kinder. Die von bösen Geistern und Hexen Beschrienen oder Berufenen wurden durch einen Trank und ein Bad aus Asterblüten von ihren Quälgeistern befreit« (Wilde 12).

[Bd. 1, Sp. 717]

 
  be-ruflich Adj.: nach dem Schd.; mei beruflichi Aarwet. Ich bin dort beruflich beschäfdicht [allg.].
 
 
Berufs-schule f.: wie schd., Berufsschul [allg.].
 
  
Be-rufung f.: wie schd. Er hot Berufung eingelecht [ LA-Gommh, allg.].
 
 
be-ruhigen schw.: sich b. 'nach einer Aufregung ruhig werden', sich beruhiche (bərūiχə) [verbr.]. RhWB Rhein. VII 586.
 
 
be-rühren schw.: in echter Mda. ungebräuchlich; dafür PfWB anregen, PfWB anrühren. Syn.: PfWB anfassen, -fingern, PfWB -fühlen, PfWB -greifen, -knutschen, PfWB -langen, -regen, PfWB -rühren, PfWB -täpeln, -tapern, -tapschen, -tapsen, -tasten, -tätscheln, -tatschen, -tupfen, -tupfsen; PfWB bedäumeln, PfWB -fühlen, -tasten; PfWB tasten, PfWB tippen, dran-, PfWB hinlangen, PfWB rühren. In den städtischen Kreisen sind Wendungen zu hören wie: Er hot das nit berihrt 'erwähnt', Des berihrt mich gar nit 'geht mich nichts an' [VPf, allg.]. RhWB Rhein. VII 590/91; Bad. I 154.
 
 
Be-rührung f.: nach dem Schd. in der Wend. in Berihrung kumme, gegenst. u. übertr.
 
  
be-rußen schw.:
1. einen b. 'beschwindeln', bes. beim Viehhandel, beruße (bərūsə) [ PS-H'mühlb KB-Orb]; Syn. s. PfWB betrügen. —
2. sich b. = sich betrinken. Er hot sich berußt, er is b. [verbr. NPf].
 
  
pervers Adj.: = PfWB verrückt. Er is perwers (pərrs) [ KU-Gangl].
 
 
Berwink s. PfWB Berfink; Perze s. PfWB Pferdse.