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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Bertram bis Be-rufung (Bd. 1, Sp. 715 bis 717)
 
Bertram, m.
Bertsch, m.
Pertscher, m.
Perücke, f.
Perücken-macher, m.
Be-ruf, m.
be-rufen, st.
Beruf-kraut, n.
be-ruflich, Adj.
Berufs-schule, f.
Be-rufung, f.
be-ruhigen, schw.
be-rühren, schw.
Be-rührung, f.
be-rußen, schw.
pervers, Adj.
Berwink
Perze
berzeln, schw.
berzen, schw.
perzen
Perzepter, m.
be-sabeln, schw.
be-samen, schw.
be-sämen, schw.
Be-satz, m.
be-saufen, st.
be-schäftigen, schw.
be-schäkert
be-schälen, schw.
be-schäligen, schw.
be-schaskeln, schw.
be-schasken, schw.
be-schaskern, schw.
be-schasseln, schw.
be-schassen, schw.
be-schassenen, schw.
be-schassern, schw.
Be-schau, f.
be-schauern
be-schauern, schw.
be-scheckert
be-schehen, st.
Be-scheid, m.
be-scheiden, st.
Be-scheidenheit, f.
Bescheid-essen, n.
be-scheinen, schw.
be-scheißen, st.
Bescher-abend, m.
Bescherchens-abend, m.
be-scheren, schw.
Be-scherung, f.
be-schickert, Adj.
be-schimpfen, schw.
Be-schiß, m.
Be-schisser, m.
be-schissig, Adj.
Be-schlag, m. n. n. n.
Be-schläge, m. n. n. n.
Be-schlägs, m. n. n. n.
Be-schlähts, m. n. n. n.
Beschlag-bock, m.
be-schlagen, st.
Be-schlägs
Be-schlähts
be-schließen, st.
be-schließig, Adj.
Be-schluß, m.
be-schmieren, schw.
be-schmort, Adj.
be-schmuggeln, schw.
be-schmusen, schw.
be-schmutzen, schw.
be-schneiden, st.
be-schnuckt, Adj.
be-schnussen, schw.
be-schokert, Adj.
be-schoßt, Adj.
be-schränkt, Adj.
be-schrauen, st.
Beschrau-kraut, n.
be-schreiben, st.
be-schreien, st.
be-schuhen, schw.
be-schummeln, schw.
be-schusselt, Adj.
be-schütten, schw.
Be-schwerde, f.
be-schweren, schw.
be-schwerlich, Adv.
Be-schwerung, f.
be-schwichtigen, schw.
be-schwindeln, schw.
be-schwipst, Adj.
be-schwören, st.
be-sehen, st.
be-seibeln, schw.
be-seichen, schw.
Besem, m.
   Bertram m.: scherzh. Bezeichnung für 'Spengler', Berdram (bärdram) [ KB-Stett].
 
  
Bertsch m.: = PfWB Häher, Bertsch (bärd) [ KB-Rams]; Bertchert (bärdχərd) [ RO-H'stätt],

[Bd. 1, Sp. 716]
Bertscher (bärdər) [ RO-Falkst]. — Nach Christmann (Der Häher in den pfälzischen Mundarten, in: ZfV 1930, 218 ff.) sind Bertsch, Bertchert, Bertscher durch Anlautwechsel aus Gärtsch, Gärtchert, Gerker (Benennungen des Vogels nach seinem Geschrei) entstanden.
 
  
Pertscher m.: der wertvollste Klicker, Pertscher (pärdər) [ GH-Lingf].
 
  
Perücke f.:
1. wie schd., Barick (baˈrig) [lothr. SWPf RO-Lettw KL-Gimsb u. Umg. Hütschhs KB-Kriegsf LU-Alsh Neuhf NW-Haßl Spey LA-Venn BZ-Schweig], Perick (päˈrig) [ KU-Diedk LU-Opp LA-Nußd GH-Zeisk Schwegh]. Mr määnt, du wärscht vun Kabberschlammerschm, wo die Gäns Hoorbeitel un die Ente Barikke traa'n, von einem Rückständigen [Kühn Palz 144]. Zs. PfWB Lausperücke. —
2. Neckname für die Bewohner von KB-Ritth. — RhWB Rhein. VI 622; Bad. I 154; Hess.-Nass. II 570/71.
 
 
Perücken-macher m.: a. 1723: Joh. Michael Dietz, Baruckenmacher in Buchsweiler [Pirmasenser luth. Kirchenbuch, Geburten 3, S. 92].
 
  
Be-ruf m.: nach dem Schd.; dafür in älterer Ausdrucksweise: Profession. Ja, ich hab vorher e annre Beruf g'hatt [ PS-Lu'wink]. RA.: Der daut (taugt) for sei Beruf wie dr Il (Igel) zu'me Arschwisch [ WD-Niedkch]. Scherzfrage: Welles (welches) es de scheenscht Beruf? Wärdaags (werktags) Parre un sunndags Oweramtsrichter [ KL-Spesb]. RhWB Rhein. VII 580; Bad. I 154.
 
 
be-rufen st.:
1. sich auf einen (etwas) b., wie schd., berufe (bərūfə) [allg.]. —
2. 'durch Wortzauber Schaden zufügen'; vgl. PfWB beschrauen. a. 1786: berufen, behexen, bezaubern, daß man Schaden an der Gesundheit nehme [Journal 3. Jg., 7.-12. Stück, S. 235/36]. In alten Brauchbüchern finden sich Segenssprüche gegen das Berufen, z. B. aus ZW-Walshs (1793): Bist du berufen mit drey bösen Namen, so beruf ich dich mit den drey höchsten Namen +++ (Heeger Vhk. 77). Der alte Glaube an das Berufen war noch um die letzte Jahrhundertwende wach. Näheres hierüber, wie auch über Nachwirkungen des Hexenglaubens in unserer Zeit s. in derselben Quelle. Vgl. auch HwbAbergl. I 1096 ff. Vom Wort her ist noch bes. auf die Redeformel unberufe (s. PfWB unberufen) und den Pflanzennamen Berufkraut hinzuweisen. — RhWB Rhein. VII 579; Bad. I 154.
 
 
Beruf-kraut n.: 'Aster erigeron', Berufkraut [SPf], 'Ziest (Stachys silvatica)', Berufskraut [Pirmas u. Umg. NW-Dürkh]; vgl. PfWB Beschraukraut. »Pflanze und Blume fanden Verwendung bei Herstellung von Tee und Bädern als Mittel gegen das Abnehmen der Kinder. Die von bösen Geistern und Hexen Beschrienen oder Berufenen wurden durch einen Trank und ein Bad aus Asterblüten von ihren Quälgeistern befreit« (Wilde 12).

[Bd. 1, Sp. 717]

 
  be-ruflich Adj.: nach dem Schd.; mei beruflichi Aarwet. Ich bin dort beruflich beschäfdicht [allg.].
 
 
Berufs-schule f.: wie schd., Berufsschul [allg.].
 
  
Be-rufung f.: wie schd. Er hot Berufung eingelecht [ LA-Gommh, allg.].