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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ab-rollen bis ab-rüsten (Bd. 1, Sp. 70 bis 71)
 
ab-rollen, schw.
Abrosche
ab-rücken, schw.
Ab-ruf, m.
ab-rufen, st.
ab-rüffeln, schw.
ab-ruhen, schw.
ab-rühren, schw.
ab-runden, schw.
ab-rupfen, schw.
ab-rüsten, schw.
ab-rütschen, schw.
ab-säbeln, schw.
ab-säckeln, schw.
ab-sacken, schw.
Ab-sage, f.
ab-sagen, schw.,  st.
ab-sägen, schw.
Ab-saß, m.
Ab-satz, m.
Absatz-nagel, m.
ab-saufen, st.
äbsch, Adj.  u.  Adv.
ab-schaben, schw.
ab-schachern, schw.
ab-schaffen, schw.
ab-schäken, schw.
ab-schälen, schw.
ab-schapieren, schw.
ab-schärchen
ab-schärschen
ab-scharen, st.
ab-schärfen, schw.
ab-schärren, schw.
ab-schäsen, schw.
ab-schassen, schw.
ab-schatten, schw.
Ab-schatter, m.
ab-schätzen, schw.
ab-schauern
Ab-schaum, m.
ab-schaumen, schw.
ab-schäumen, schw.
ab-scheiden, st.
Abscheiß-weichen, n.
ab-scheren, st.  u.  schw.
Ab-scheu, m.
ab-scheuern, schw.
ab-scheulich, Adj.
äbsch-herum, Adv.
ab-schicken, schw.
ab-schieben, st.
Abschied, m.
ab-schiefern, schw.
ab-schießen, st.
Ab-schießen, n.
Ab-schießelns, n.
Ab-schießens, n.
ab-schiffeln
ab-schinden, st.
ab-schirren, schw.
ab-schlachten, schw.
Ab-schlag, m.
ab-schlägeln, schw.
ab-schlagen, st.
ab-schlägig, Adj.
ab-schläglich, Adj.
Abschlags-zahlung, f.
ab-schlappen, schw.
ab-schlappsen, schw.
ab-schläppsen, schw.
ab-schlarpsen, schw.
ab-schlauchen, schw.
ab-schlecken, schw.
ab-schleifen, st.
ab-schleifen, schw.
Ab-schleimen, n.
ab-schleizen, schw.
ab-schlenkern, schw.
ab-schleppen, schw.
ab-schlibbern
ab-schlichten, schw.
ab-schliefern, schw.
ab-schließen, st.
ab-schloassen
abschlorpsen
ab-schlottchen, schw.
ab-schlüpfen, schw.
ab-schlurfen, schw.
ab-schlurpen, schw.
ab-schlurpsen, schw.
Ab-schluß, m.
ab-schmacken, schw.
ab-schmecken, schw.
ab-schmälzen, schw.
ab-schmatzen, schw.
ab-schmecken
ab-schmeißen, st.
ab-schmelzen
ab-schmieren, schw.
  ab-rollen schw.: trans. u. intrans. 'abwinden', eigentl. 'von einer Rolle abwinden'; de Fade(m) abrolle, de Fade(m) rollt ab [verbr.]; vgl. PfWB abdudeln, PfWB -fädeln, PfWB - haspeln, PfWB -klüngeln, PfWB -spulen, PfWB -wickeln. RhWB Rhein. VII 492.
 
 
Abrosche s. PfWB Approschen.
 
 
ab-rücken schw.:
1. 'weggehen, sich entfernen', meist im Imp.: Rick ab! [verbr.]. Gebräuchlicher sind die entsprechenden Formen von PfWB abfahren, PfWB -hauen, PfWB -ziehen. Syn. s. PfWB weggehen. —
2. 'abmarschieren', militärisch [allg.]. — RhWB Rhein. VII 560.
 
 
Ab-ruf m.: in der Wend. uf Abruf kaafe 'beim Kauf der Ware sich ausbedingen, daß sie erst geliefert wird, wenn man sie abruft' [allg.]; vgl. PfWB abrufen 2. Bad. I 15.
 
 
ab-rufen st.:
1. De Schaffner hot schun abgeruf, d. h. Fertig! Abfahren! gerufen [verbr. WPf]. RhWB Rhein. VII 578. —
2. die Ware a. 'anfordern', umgspr., abrufe [verbr.]; vgl. PfWB Abruf. RhWB Rhein. VII 578.
 
 
ab-rüffeln schw.: 'derb ausschelten', abriffle [PfId. 9]. Syn. s. PfWB ausschelten.
 
 
ab-ruhen schw.: sich a. 'sich ausruhen', abruhe [KL-H'spey Fischb Kaislt (vor 1900)]. RhWB Rhein. VII 585.
 
 
ab-rühren schw.: die Supp, die Soß abrihre (-rehre) 'Eigelb einquirlen' [Kaislt]; vgl. Schweiz. VI 1258. — a. 1514: den Kalck zu meßen vnd ab zu riern 'löschen' [SpeyGgHospR 27]; vgl. PfWB ablöschen 3.
 
 
ab-runden schw.:
1. gegenst. 'rund machen'; e abgerunder Rock 'ein Männerrock mit abgerundeten Vorderschößen' [verbr. WPf, vor 1925]. —
2. übertr.
a. die Supp abrunde 'durch ein Gewürz schmackhaft machen' [Kaislt]; vgl. PfWB abschmecken. —
b. einen Rechnungsbetrag a., wie schd. [verbr.]. — Bad. I 15.

[Bd. 1, Sp. 71]

 
   ab-rupfen schw.:
1. 'abreißen'; de Knopp abroppe, wenn er lose herabhängt [Kaislt]. Ich hun dei Nas abgeroppt, sagt man zu einem Kind, indem man seine Nase faßt und ihm dann schnell den zwischen Zeige- und Mittelfinger durchgesteckten Daumen zeigt [ RO-Dielkch]; vgl. PfWB abpfetzen. Wammern Butze vume Inschlichlicht mit em Finger abroppt un er brennt em net - gleicht 'liebt' sell Meedel 'Mädchen' em, wu mer selli Zeit drḁḁn denkt [Fogel Beliefs Penns 382]. —
2. 'abpflücken'; Blumme, Äppl, Kersche (ebenso anderes Kern- u. Steinobst) abroppe [allg.], Druschele (Gruschele) 'Stachelbeeren' u. ä. a. [vorn. WPf, selt. VPf]; vgl. PfWB abbeeren. (Schriftspr. abpflücken hat die Bed. von 'ablösen', s. u. PfWB abpflücken.) RA.: Er wär recht for Niß abzumache, wenn er eni abroppt, guckt'r schon, wo die anner hängt [ KL-Matzb]. Wammer wund is zwische de Been, roppt mer Hollerlḁḁb ab, wu der Dḁḁ 'Tau' noch druf is un legt's druf [Fogel Beliefs Penns Nr. 1498]. KR.: Käthel, Rätsch, Bohneflätsch, Geh in's Kaisers Garde, Robb die schenste Ebbel ab, De Kaiser werd dich stabe [SP-Schiffstdt (Wilde 10)]. — RhWB Rhein. VII 503/04; ElsWB Els. II 278; Bad. I 15.
 
 
ab-rüsten schw.: den Wagen a. 'die Ernteleitern herabnehmen und den Wagenkasten aufsetzen' abrischde [ZW-Gr'bundb O'aub PS-Merzalb Thalfrösch Schopp VPf]. Gebräuchlicher ist PfWB ableitern. Zugrunde liegt die Bedeutung 'ein Gerüst abbrechen', vgl. Kluge-Mitzka17. RhWB Rhein. VII 640.