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Pfälzisches Wörterbuch 
 
be-neiden bis Pennal (Bd. 1, Sp. 697 bis 698)
 
   be-neiden schw.: wie schd. Ich beneid dich drum [Kaislt, allg.]. Des esch so e bissl Originaldanz, wu'n uns die ganze Gruppe (Trachtengruppen) beneiden [ NW-Gimmdg]. Ein SprW. s. bei PfWB bemitleiden. RhWB Rhein. VI 140; Bad. I 146.
 
 
Bene(r)t s. PfWB Spinat.
 
  
bengalisch Adj.: in der RA.: Dem han ich an de bengalisch Hinnerkopp geschlaa [ KL-Wörsb].
 
  
Bengel m.:
1. 'derber Knüppel, Prügel', Bengel, Bingel, s. F. [allg.]. a. 1580: es soll auch ein jeder Underthan bei Straff 1 orts Gülden einen guten jagbarn Hundt bestellen undt halten, dem ... ein Bengel anhencken [Friedel 177 (KL-Hoheck)]. a. 1600 (Abschr. 1730): dieser Bezirk ist sehr guth zu einer Haasen Hög, so fern daß die Hund abgeschlossen, oder mit Bengel behengt wären [Kurpf. Fasz. 168 (Wolfsteiner Amtsbeschreibung von Vellmann) S. 116]. — Die höchste Balkenlage in der Scheune heißt Uf de Bängele [IB-Eschring]. Zs.: PfWB Trag-, PfWB Reitel-, PfWB Rung-, PfWB Spannbengel. —
2. 'großer und starker Mensch' auch 'grober, flegelhafter Mensch' [verbr.], 'Schlingel' [Klein Prov. (1792) 45]; auch Schimpfwort. Die Drittklässer (ehedem die oberste Klasse) sin die Bengel [Kaislt]. Zs.: PfWB Saubengel. RA.: Ins Gesicht wie e Engl, hinnerum e Bengl [ ZW-Battw]. Sie hot gemeent, er wär so'n rechter Engel; doch, was sie sehnt, is juscht en growwer Bengel [Birmelin Penns Gezw. 32]. — F.: bęŋl [fast allg.]; biŋl [verbr. südl. VPf]. S. auch PfWB Engel. — RhWB Rhein. I 613/14; Saarbr. 24; LothWB Lothr. 35; ElsWB Els. II 61; Bad. I 146.
 
 
Bengel-holz n.: 'Prügelholz', Bingelholz [Land].
 
  
bengeln schw.:
1. 'mit einem Stock schlagen, prügeln', bengele [ PS-Windsbg]. —
2. Niß b. 'Nüsse mit einem Stock abschlagen, herunterwerfen' [VPf lothr. SWPf], auch: 'Nüsse stehlen' [VPf (Wilde 181)]; desgl. von anderen Obstarten. RA.: Mit dem seine Knoche bengel ich noch Niß 'Den werde ich noch lange überleben' [ PS-Wallhalb]. —
3. De Gaul bengelt 'schlägt aus'

[Bd. 1, Sp. 698]
[ KL-Lind PS-Wesbg]. — RhWB Rhein. I 614; Saarbr. 24; LothWB Lothr. 35; ElsWB Els. II 62; Bad. I 147.
 
 
penibel Adj.: 'sehr genau, pedantisch'. Die is awwer penibel [Zweibr. verbr.]. RhWB Rhein. VI 613/14.
 
 
be-niesen schw.: etwas b. Wenn einer beim Erzählen eines anderen niest, wird dies als Zeichen der Wahrheit des Gesagten aufgefaßt: Er hot's beniest [GH-Zeisk, verbr.]. In Gal-Dornf pflegte man dem Niesenden zuzurufen: Helf Gott, weil's wohr is! RhWB Rhein. VI 208.
 
  
Benjamin m.: 'das jüngste Kind in der Familie', Benjamin [verbr.], Dim. 's Benjeminche [NW-Hardbg u. Umg.], 'der jüngste Vogel im Nest' [ GH-Max'au]. RhWB Rhein. I 614; Bad I 147.
 
  
Benn f.: FlN Benn [verbr. östl. NPf nördl. VPf LA-Venn WD-Marth], an de B. [ KB-Niefh NW-Weish/S], uf de B. [ KB-Bischh Marnh LA-Offb]. — Gehört offenbar zu PfWB Beunde, vgl. H. Dittmaier, Rheinische Flurnamen (Bonn 1963), 23.
 
 
Pennal n.: 'Griffelkasten', Pennal [verbr. WPf (1925)].